Haus für Kinder: Umzug bleibt weiterhin unsicher

Haus für Kinder: Umzug für 2013 fest eingeplant

Die Kindertagesstätte Haus für Kinder soll nach den Angaben von Sozialdezernentin Angelika Birk im Sommer 2013 in ein neues Gebäude in der Innenstadt umziehen. Die Baudezernentin in Trier widerspricht diesem Konzept und hält das Zeitmanagement für nicht umsetzbar.

Die Kindertagesstätte Haus für Kinder muss ihr marodes Gebäude in der Krahnenstraße verlassen, da dieses nicht mehr saniert werden kann. Die Kindertagesstätte Haus für Kinder wird von dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) geleitet. Diese haben nicht die finanziellen Mittel, um ein neues Gebäude für die Kindertagesstätte zu bauen. Aus diesem Grund muss die Stadt Trier tätig werden und die Kindertagesstätte unterstützen. Nachdem seitens der Stadt keine Reaktion auf den maroden Zustand des Gebäudes gekommen ist, hat der Sozialdienst Katholischer Frauen gedroht, die Kindertagesstätte Haus für Kinder endgültig zu schließen. Rund 50 Kinder und Familien wären davon betroffen gewesen. Aufgrund dieser Drohung hat die Sozialdezernentin in Trier Angelika Birk zugesagt, dass das Haus für Kinder im Sommer 2013 in ein neues Gebäude in der Innenstadt Triers umziehen kann. Allerdings scheint sie diesen Entschluss nicht mit den anderen zuständigen Stellen bei der Stadt Trier abgesprochen zu haben.

Die Baudezernentin weiß von nichts

Die Baudezernentin in Trier, Simone Kaes-Torchiani, gab an, dass sie von dem geplanten Umzug erst aus der Zeitung erfahren habe. Bis jetzt hat die Suche nach einem neuen Gebäude in der Trierer Innenstadt anscheinend noch nicht begonnen, denn dafür ist das städtische Amt für Gebäudemanagement zuständig. Dieses untersteht direkt dem Oberbürgermeister Klaus Jensen. Hinzu kommt, dass es noch keine Beratungen im Stadtrat zu eventuellen Umbaumaßnahmen gegeben hat. Diese werden aber zwingend notwendig sein, denn für Kinder gelten ganz besondere Regeln in Bezug auf Brandschutz und Sanitärräume. Diese Umbaumaßnahmen werden viel Geld kosten, das erst durch den Stadtrat Trier genehmigt werden muss. All diese Planungen können aber erst beginnen, wenn feststeht, in welches Haus das Haus für Kinder umziehen soll. Anhand dieser großen Menge Arbeit, die noch auf die Stadt Trier zukommt, hält die Baudezernentin das Zeitmanagement für unrealistisch. Sie denkt nicht, dass das Haus für Kinder bis zum Sommer 2013 umziehen kann.

SKF braucht Klarheit

Dabei braucht der Sozialdienst Katholischer Frauen unbedingt Klarheit, denn dieser betreibt nicht nur die Kindertagesstätte, sondern unter anderem auch ein Frauenhaus in der Krahnenstraße. Daneben wird auch noch ein Mutter-Kind-Heim geführt. Diese beiden Einrichtungen liegen ebenfalls in maroden Gebäuden. Diese sollen 2013 abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. In dieser Zeit soll die marode Kindertagesstätte, in der sich im Moment das Haus für Kinder befindet, als Übergangslösung genutzt werden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass der Kindergarten bis dahin in einer neuen Unterkunft untergebracht worden ist.

Natürlich sind auch viele Familien von der Entscheidung abhängig, denn sie müssen sich im Falle der Schließung frühzeitig nach einer neuen Kindertagesstätte umsehen. Dabei zeichnet sich das Haus für Kinder gerade durch seine zentrale Lage in der Trierer Innenstadt aus.

Stadt Trier möchte Haus für Kinder erhalten

Stadt Trier möchte Haus für Kinder erhalten

Das Haus für Kinder, eine Kindertagesstätte, soll erhalten bleiben. Nachdem sich die Stadt Trier zunächst nicht eindeutig zu diesem Thema geäußert hat, herrscht nun Klarheit. Es soll einen Übergangsort geben bis eine endgültige Lösung gefunden werden kann.

Das Haus für Kinder ist eine Kindertagesstätte in der Trierer Innenstadt. Leider ist das Gebäude sehr stark veraltert und kann nicht mehr länger als Standort für das Haus für Kinder fungieren. Eine Sanierung ist aus Kostengründen nicht mehr möglich, da das Gebäude zu marode geworden ist. Betrieben wird das Haus für Kinder von dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). Träger der Einrichtung ist die Stadt Trier.
Der SKF forderte zuletzt von der Stadt Trier eine klare Aussage zum Verbleib der Kindertagesstätte. Als man keine eindeutige Antwort erhielt, entschloss man sich dazu, das Haus für Kinder zu schließen. Die Einrichtung sei in dem jetzigen Gebäude nicht mehr tragbar (wir haben berichtet). Auf diesen Entschluss hin, hat sich die Stadt Trier nun fest für einen Erhalt des Haus für Kinder ausgesprochen. Die Bürgermeisterin Angelika Birk gab an, dass die Stadt zu keinen Zeitpunkt mit einer Schließung der Kindertagesstätte geliebäugelt habe.

Die Lösung für das Haus für Kinder

Der Sozialdienst Katholischer Frauen betreibt neben der Kindertagesstätte auch noch zwei weitere soziale Einrichtungen, die auch in nicht mehr sanierbaren Häusern liegen. Diese beiden Einrichtungen kümmern sich unter anderem um Frauen, die in persönliche Not geraten sind.
Die Bürgermeisterin Triers hat sich mit der Geschäftsführerin des SKF zusammengesetzt, um über den Verbleib aller drei Einrichtungen zu diskutieren. Demnach sollen alle sozialen Einrichtungen und auch die Kindertagesstätte erhalten bleiben. Folgende Regelungen haben die beiden getroffen:
a)    Der SKF wird die Kindertagesstätte noch bis zum 31. Juli 2013 in dem Gebäude in der Krahnenstraße weiterführen. Bis zu diesem Zeitpunkt macht es sich die Stadt Trier zur Aufgabe, einen Alternativstandort zu finden, der die Vorzüge des jetzigen Ortes voll übernehmen kann. Auch das neue Gebäude soll in der Innenstadt liegen.
b)    Der SKF macht es sich zum Ziel, für die anderen sozialen Einrichtungen, die auch in maroden Gebäuden liegen, eigenständig Neubauten in der Krahnenstraße zu errichten.

Angelika Birk stellte in dem Gespräch mit der Geschäftsführerin des SKF noch einmal klar, dass die Stadt Trier weiterhin großen Bedarf an den Tätigkeiten des SKF habe. Alle sozialen Einrichtungen müssen erhalten bleiben.

Haus für Kinder wird geschlossen

Haus für Kinder in der Trierer Innenstadt wird geschlossen

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) hat beschlossen, dass das Haus für Kinder in der Krahnenstraße geschlossen wird, denn das Gebäude ist so marode, dass es nicht mehr als Kindertagesstätte fungieren kann. Der Sozialträger ist von der Stadt Trier enttäuscht. Diese scheint nicht bereit zu sein, sich um das Problem der Kita kümmern zu wollen.

Das Haus für Kinder in der Krahnenstraße ist augenscheinlich marode. Dieser Eindruck drängt sich jedem Begutachter direkt auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Hausaußenfassade oder das Hausinnere begutachtet. Überall wird sichtbar, dass das Gebäude längst nicht mehr für eine Kita geeignet sein kann. Der Putz blättert langsam aber sich ab, durch die Fenster zieht es und eine ertragbare Zimmertemperatur können die Erzieherinnen nur gewährleisten, wenn sie die Heizungen voll aufdrehen. Dennoch scheint die Stadt Trier nicht bereit zu sein, über das Haus für Kinder zu entscheiden und damit den Sozialträger, den Sozialdienst Katholischer Frauen, zu entlasten. Immerhin erfüllt dieser Verein eine der Aufgaben der Stadt Trier, die für ausreichend Kitaplätze sorgen muss.
Nun hat der Sozialdienst Katholischer Frauen die Schließung beschlossen, um auf diesem Wege mehr Druck auf die Stadt Trier und auf die Sozialdezernentin Angelika Birk zu entwickeln. Mit diesem Beschluss stehen nun fünfzig Betreuungsplätze und fünfzehn Arbeitsplätze auf dem Spiel. Dabei sind die Menschen gerade auf Betreuungsplätze in der Trierer Innenstadt angewiesen. Das Haus für Kinder nimmt Kinder vom Säuglingsalter bis hin zu neun Jahren.
Der Sozialdienst Katholischer Frauen hofft, dass die Stadt Trier einen Weg finden wird, ein neues Gebäude für die Kita bereitzustellen. Eine Sanierung des Gebäudes in der Krahnenstraße kann ausgeschlossen werden, da diese zu teuer werden wird.
Schließlich sind die Fenster winddurchlässig und die Dächer wurden schon mehrfach ausgebessert.

Angelika Birk reagiert auf Schreiben des SKF

Der Sozialdienst Katholischer Frauen hat sich nun ganz direkt an die Sozialdezernentin der Stadt Trier, Angelika Birk, gewandt und verlangt von ihr eine Stellungnahme zur Zukunft der Kita. Außerdem brachte der SKF gegenüber Birk vor, dass es an Unterstützung mangelt. Die Sozialdezernentin erwiderte, dass das Haus für Kinder schon seit langer Zeit auf der to-do-Liste der Stadtverwaltung steht. Allerdings sei die schlechte finanzielle Lage der Stadt Trier das große Problem. Neben der Kita in der Krahnenstraße sind weitere Neubauten von Kindertagesstätten geplant.
Währenddessen wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, um die Stadt Trier auf die Notwendigkeit geeigneter Betreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Für den kommenden Montag sind Gespräche zwischen dem Sozialdienst Katholischer Frauen und der Sozialdezernentin geplant. Ob bei diesen Dialogen der große Wurf gelingen kann, wird man abwarten müssen. Gerade zum Wohle der Kinder wäre dies zu wünschen.