Entscheidung über Trierer Grillverbot wird im März fallen

Entscheidung über Grillverbot in Trier steht an

Noch im März soll es eine Entscheidung über das Grillverbot auf Grünflächen in Trier geben. Alles scheint möglich zu sein. Während die CDU das Grillen wieder generell erlauben möchte und nur einen festen Grillplatz im Palastgarten einrichten möchte, steht auch die Forderung nach 16 festen Grillplätzen in Trier im Raum.

Noch in diesem Monat soll in Trier die Entscheidung über das Grillen auf Grünflächen und in Parkanlagen fallen. Im Moment herrscht in Trier laut der neuen Grünflächen- und Spielplatzsatzung ein generelles Grillverbot. Allerdings soll diese Satzung, die erst im vergangenen Jahr erlassen worden war, wieder überarbeitet werden. Im Raum stehen zwei ernsthafte Regelungen. Entweder werden bis zu 16 feste Grillplätze in ganz Trier eingerichtet und das generelle Grillverbot bleibt bestehen oder das Grillen wird wieder erlaubt und nur im Palastgarten wird es einen festen Grillplatz geben. Immerhin war gerade der Palastgarten der Auslöser für die Debatte über das Grillverbot in Trier, weil gerade dort die täglichen Grillveranstaltungen für viel Müll gesorgt haben.

Feste Grillplätze sind laut Stadtverwaltung zu teuer

Die fest eingerichteten Grillplätze wären zwar eine gute Möglichkeit, das Grillverhalten besser zu kontrollieren, könnten der Stadt aber teuer zu stehen kommen. So berechnet ein Gutachten, dass jährlich fast 100.000 Euro für die Reinigung und den Erhalt der Grillplätze fällig wären. Dies ist aber für die leeren Kassen Triers zu viel Geld. Aus diesem Grund ist es im Moment wahrscheinlicher, dass man das generelle Grillverbot wieder aufheben wird.
Allerdings werden auch Zweifel an der Berechnungsweise dieses Wertes laut. Dennoch hat die Baudezernentin Kaes-Torchiani ihre Berechnungen verteidigt. Sie gab an, dass es keinen Sinn mache, bei der Kostenaufstellung zu täuschen.

Die Grillplätze müssen erst einmal alle angelegt werden. Alleine hierfür werden vermutlich knapp 2000 Euro pro Grillplatz fällig werden. Immerhin müssen fast überall erst einmal knapp sechs Quadratmeter neu gepflastert werden. Hinzu kommen jährliche Reinigungskosten. Unter der Woche müssen die Grillplätze mindestens alle zwei Tage gesäubert werden. An Wochenenden muss das Reinigungsintervall deutlicher verkleinert werden. Geschieht dies nicht, wird der sich sammelnde Müll Mader und Ratten anziehen. Außerdem könnte es zu üblen Gerüchen kommen. All diese Reinigungsarbeiten, die auch an Feiertagen und in Urlaubszeiten durchgeführt werden müssen, kosten viel Geld. Legt man eine pauschale Arbeitszeit von 30 Minuten pro Grillplatz zu Grunde, kommt man alleine bei 16 Grillplätzen auf acht Stunden Arbeit. Hinzu kommen lange Anfahrtswege.
Aus diesen Gründen wird sich die Stadtverwaltung wohl letztlich für die Aufhebung des generellen Grillverbots aussprechen.