Trier – die Energiekommune

Im November 2013 wurde die älteste Stadt Deutschlands durch die AEE (Agentur für Erneuerbare Energien) mit dem Titel „Energiekommune des Monats“ asugezeichnet. Oberbürgermeister Klaus Jensen freute sich sehr über die Auszeichnung, erläuterte aber zugleich, dass die fortschrittliche Orientierung zu erneuerbaren Energien der Stadt Trier sowohl aus der Bevölkerung wie auch aus der Politik kommt. Die Energieinitiative der Stadt wird durch einen ausgesprochen aktiven Solarverein, eine engagierte Agenda-21-Gruppe und die Stadtwerke, welche sich der Energiewende verschrieben haben, gefördert. (mehr …)

Kreiswerke in der Großregion Trier kümmern sich um erneuerbare Energien

Kreiswerke in der Großregion Trier kümmern sich um erneuerbare Energien

Der Kreistag Trier-Saarburg hat in dieser Woche beschlossen, dass in der Großregion Trier neue Kreiswerke gegründet werden, die sich um erneuerbare Energien kümmern sollen. Für die Gründung wurde durch das Gremium ein Stammkapital von 200.000 Euro über den Nachtragshaushalt bereitgestellt.

Erneuerbare Energien werden in der deutschen Gesellschaft immer wichtiger. Nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte müssen sich langsam aber sicher auf diese energetische Grundlage einrichten. Die fossilen Energieträger werden über kurz oder lang nicht mehr zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund muss es eine der obersten Prioritäten in Deutschland sein, erneuerbare Energien weiterzuentwickeln und diese für die Menschen bezahlbar zu machen. Der Kreistag Trier-Saarburg hat in dieser Woche eine Sitzung zu diesem Thema abgehalten. Dabei wurde beschlossen, sogenannte Kreiswerke in Trier und der Umgebung zu gründen. Diese sollen sich in Zukunft um das Thema erneuerbare Energien kümmern. Die Kreiswerke, die mit einem Stammkapital von 200.000 Euro ausgestattet werden sollen, werden Anlagen zur Energieversorgung betreiben. Zu diesen Anlagen zählen unter anderem Windräder und Photovoltaikanlagen. Außerdem solllen die neuen Kreiswerke mit den Verbandsgemeinden, Gemeinden oder Privatunternehmen zusammenarbeiten, um Standorte für Windräder auszuloten und entsprechende Projekte umzusetzen. Landrat Günther Schartz spricht zudem von zufriedenstellenden Ergebnissen aus Gesprächen mit den Stadtwerken Trier und der Trierer Stadtverwaltung. Bereits in wenigen Monaten könnte eine neue Gesellschaft öffentlichen Rechts gegründet werden, die die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Trier, dem Kreis Trier-Saarburg und der Stadtwerken besser ermöglicht. Auf diese Weise könnte die Energiewende in der Großregion Trier effizienter voran getrieben werden.

Gemeinsam gegen Cattenom!

Menschen demonstrieren für die Schließung Cattenoms

Seit Jahren kritisieren Bürger, Experten und Politiker das Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich. Immer wieder ereignen sich neue Zwischen- und Störfälle. Dennoch hat sich die französische Regierung bis heute nicht bereit erklärt, Cattenom zu schließen. Trierer demonstrieren jetzt für ihr Recht und gehen auf die Straße!

An der deutsch-französischen Grenze steht das Atomkraftwerk Cattenom. Seit Jahren sorgt der Atommeiler bei der Bevölkerung auf beiden Seiten für reichlich Unruhe. Immer wieder müssen Reaktoren aufgrund von technischen Problemen abgeschaltet werden, damit sich keine nuklearen Katastrophen ereignen. Auch nach dem schlimmen Unfall im Atomkraftwerk Fukushima in Japan hat sich in Cattenom nichts geändert. Mittlerweile liegen Test von nationalen und internationalen Experten vor, die immer wieder bescheinigen, dass das Atomkraftwerk Cattenom unsicher ist. Zuletzt bilanzierte der Stresstest, der durch die Europäische Union durchgeführt wurde, ein solch vernichtendes Urteil. Immer wieder wird das Krisenmanagement im Atomkraftwerk Cattenom bemängelt. An anderer Stelle weisen Experten darauf hin, dass das Kraftwerk weder vor Erdbeben, noch vor Überschwemmungen geschützt ist. Trotz all dieser verheerenden Urteile scheint die französische Regierung in Paris nicht bereit zu sein, endlich Cattenom „vom Netz zu nehmen“. Die Politiker in der Großregion Trier, die sich seit Jahren für die Abschaltung aussprechen, warten vergebens auf eine Reaktion aus Frankreich. Dort scheint man sich in Ignoranz zu üben.

Trierer demonstrieren für Schließung Cattenoms

Den Menschen in Trier und Umgebung reicht es langsam. Sie haben in dieser Woche in Metz für die Schließung des Atomkraftwerks Cattenom demonstriert. Insgesamt fanden sich 800 Menschen aus Trier in Metz ein. Gleichzeitig sprachen sich die Demonstranten auch für die Schließung des Endlagers Bure aus. Während der Demonstration stellten sich die Teilnehmer immer wieder tot, wenn eine Glocke das Signal dazu gab. Außerdem forderten die Menschen immer wieder die Abschaltung Cattenoms in eigenen Phrasen, die sie lauthals verkündeten.