Gemeinsam gegen Cattenom!

Menschen demonstrieren für die Schließung Cattenoms

Seit Jahren kritisieren Bürger, Experten und Politiker das Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich. Immer wieder ereignen sich neue Zwischen- und Störfälle. Dennoch hat sich die französische Regierung bis heute nicht bereit erklärt, Cattenom zu schließen. Trierer demonstrieren jetzt für ihr Recht und gehen auf die Straße!

An der deutsch-französischen Grenze steht das Atomkraftwerk Cattenom. Seit Jahren sorgt der Atommeiler bei der Bevölkerung auf beiden Seiten für reichlich Unruhe. Immer wieder müssen Reaktoren aufgrund von technischen Problemen abgeschaltet werden, damit sich keine nuklearen Katastrophen ereignen. Auch nach dem schlimmen Unfall im Atomkraftwerk Fukushima in Japan hat sich in Cattenom nichts geändert. Mittlerweile liegen Test von nationalen und internationalen Experten vor, die immer wieder bescheinigen, dass das Atomkraftwerk Cattenom unsicher ist. Zuletzt bilanzierte der Stresstest, der durch die Europäische Union durchgeführt wurde, ein solch vernichtendes Urteil. Immer wieder wird das Krisenmanagement im Atomkraftwerk Cattenom bemängelt. An anderer Stelle weisen Experten darauf hin, dass das Kraftwerk weder vor Erdbeben, noch vor Überschwemmungen geschützt ist. Trotz all dieser verheerenden Urteile scheint die französische Regierung in Paris nicht bereit zu sein, endlich Cattenom „vom Netz zu nehmen“. Die Politiker in der Großregion Trier, die sich seit Jahren für die Abschaltung aussprechen, warten vergebens auf eine Reaktion aus Frankreich. Dort scheint man sich in Ignoranz zu üben.

Trierer demonstrieren für Schließung Cattenoms

Den Menschen in Trier und Umgebung reicht es langsam. Sie haben in dieser Woche in Metz für die Schließung des Atomkraftwerks Cattenom demonstriert. Insgesamt fanden sich 800 Menschen aus Trier in Metz ein. Gleichzeitig sprachen sich die Demonstranten auch für die Schließung des Endlagers Bure aus. Während der Demonstration stellten sich die Teilnehmer immer wieder tot, wenn eine Glocke das Signal dazu gab. Außerdem forderten die Menschen immer wieder die Abschaltung Cattenoms in eigenen Phrasen, die sie lauthals verkündeten.

 

Atomkraftwerk Cattenom: Demo am 13. Oktober 2012

Demo gegen Cattenom am 13. Oktober 2012

Das internationale Aktionsbündnis gegen Cattenom & Sortons du Nucléaire Moselle und das Anti-Atom-Netz Trier rufen gemeinsam zu einer Demonstration „Stop Cattenom – Stop Bure“ auf. Am 13. Oktober 2012 sollen sich möglichst viele Demonstranten in Metz einfinden, um ein deutliches Zeichen für die Schließung des Atomkraftwerks Cattenom zu setzen. Zuletzt hat der Atommeiler im Stresstest der Europäischen Union sehr schlecht abgeschnitten.

Das internationale Aktionsbündnis gegen Cattenom & Sortons du Nucléaire Moselle und das Anti-Atom-Netz Trier haben gemeinsam zu einer Demonstration gegen das Atomkraftwerk Cattenom in Frankreich und gegen das Endlagerprojekt Bure aufgerufen. Die Demonstration soll am 13. Oktober 2012 in Metz stattfinden. Die Demonstranten möchten am liebsten die Stilllegung des Atomkraftwerks Cattenom in Frankreich erreichen. Der französische Atommeiler hat in der Vergangenheit immer wieder mit zahlreichen Störfällen auf ich aufmerksam gemacht. Zuletzt erschien Cattenom wieder in der regionalen Presse, weil der Stresstest der Europäischen Union sehr schlecht ausgefallen ist (wir haben berichtet). Sowohl internationale, als auch nationale Experten haben festgestellt, dass das Atomkraftwerk nicht genügend gegen Überschwemmungen und Erdbeben geschützt ist. Auch das Management in Notfallsituationen ist laut dem Stresstest nur mangelhaft. Diese Testergebnisse haben die Kritiker von Cattenom weiter in ihrer Meinung bestärkt.

Demonstration im Oktober 2012 in Metz

Mit der Demonstration am 13. Oktober 2012 möchten die Organisatoren ein deutliches Zeichen für die Stilllegung von Cattenom setzen. Aus diesem Grund bietet das Anti-Strom-Netz Trier Mitfahrgelegenheiten ab Trier an für alle Menschen, die sonst keine Möglichkeit haben, Teil dieser Demonstration zu sein. Die internationalen Anti-Atomkraft-Demo in Metz beginnt um 14 Uhr an der Place de la République. Redner aus allen angrenzenden Ländern sowie aus Japan werden zu den Demons-tranten sprechen.

Interessenten können sich bis Freitag, 12. Oktober, 12 Uhr, für die Mitfahrt ab Trier anmelden, Mitfahrgelegenheiten können über folgende E-Mail-Adresse gesucht und angeboten werden:
atomausstieg@yahoo.de, auch telefonisch unter der Rufummer 0651/9941017. Treffpunkt ist am 13. Oktober um 12 Uhr am Bahnhof in Trier.

Cattenom: Stresstest der EU fällt sehr schlecht aus

EU-Stresstest: Cattenom ist gefährlich

Die Europäische Union hat 134 Atomkraftwerke in verschiedenen europäischen Ländern einem Stresstest unterworfen, um deren Sicherheit zu überprüfen. Das französische Atomkraftwerk Cattenom, dass seit Jahren nur mit Störfällen und abgeschalteten Reaktoren auf sich aufmerksam macht, ist besonders schlecht durch diesen Stresstest gekommen. Politiker und Atomkraftgegner fordern erneut die Stilllegung.

Das französische Atomkraftwerk Cattenom hat bei einem Stresstest der Europäischen Union besonders schlecht abgeschnitten. Insgesamt hat die Europäische Union 134 Atomkraftwerke im europäischen Raum untersucht. Allerdings kommt das Ergebnis für die meisten Politiker und Experten nicht überraschend, denn seit Jahren ereignet sich ein Störfall nach dem anderen im französischen Atomkraftwerk Cattenom. Dennoch wehrt sich die französische Regierung entschieden gegen eine Abschaltung des Atomkraftwerks. Allgemein scheinen die Reaktoren in Frankreich allesamt eher in schlechtem Zustand zu sein. Insgesamt wurden 58 französische Reaktoren in Frankreich von der Europäischen Union untersucht.

Cattenom nicht vor Erdbeben und Überschwemmungen geschützt

Sowohl die internationalen, als auch die nationalen Experten, die das französische Atomkraftwerk Cattenom überprüft haben, fanden nach einem unveröffentlichten Bericht heraus, dass Cattenom weder vor Erdbeben und Überschwemmungen geschützt ist. Auch die Sicherheitsmaßnahmen, die in Notsituationen eingreifen sollen, sind den Experten zufolge nicht ausreichend. Die Politiker in Rheinland-Pfalz und im Saarland fordern nun umso stärker, dass die französische Regierung das Atomkraftwerk Cattenom abschalten und stilllegen soll.

Die Europäische Union hat indessen bekannt gegeben, dass die verschiedenen Energiekonzerne wohl zwischen zehn und 25 Milliarden Euro investieren müssen, um die 134 überprüften Reaktoren sicher zu machen. Jedoch gibt es bereits erste Kritiker, die diese Zahlen nicht für realistisch halten. Immerhin hat man in Deutschland schon mit zehn Milliarden Euro gerechnet, um die deutschen Atommeiler in einen akzeptablen Zustand zu bringen. Die deutschen Atomkraftwerke zählen in aller Regel noch zu den besseren.

Probealarm am 27. und 28. Juni 2012 im Atomkraftwerk Cattenom

Probealarm im Atomkraftwerk Cattenom

Das Atomkraftwerk Cattenom an der deutsch französischen Grenze macht immer wieder durch Zwischenfälle auf sich aufmerksam. Bis jetzt sind dadurch noch keine größeren Schäden entstanden. Dennoch werden die Stimmen für eine Abschaltung des Atomkraftwerks Cattenom immer zahlreicher. Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, wird es in der kommenden Woche einen simulierten Störfall geben.

Das Atomkraftwerk Cattenom sorgt seit Jahren für Aufregung in der Großregion. Immer wieder macht das französische Atomkraftwerk mit Störfällen auf sich aufmerksam. Selten können alle vier Reaktoren ordnungsgemäß Strom erzeugen. Bis jetzt wehrt sich vor allem die französische Atomaufsichtsbehörde dagegen, Cattenom endlich vom Netz zu nehmen. Der Druck der Menschen aus der Region wird immer größer. Immerhin hätte eine Katastrophe in Cattenom auch schwerwiegende Folgen für die Bewohner in Trier, Luxembourg oder im Saarland. Aus diesem Grund ist das Atomkraftwerk kein rein französisches Problem. Zum Glück sind bis jetzt trotz all dieser Störfälle noch keine bleibenden schwerwiegenden Folgen entstanden.
In der kommenden Woche wird es einen Übungsalarm im Atomkraftwerk Cattenom geben, um einen Ernstfall zu simulieren. Auf diese Weise soll ein mögliches Szenario für die Rettungskräfte durchgespielt werden.

Saarländisches Innenministerium hat die Führung

Das besondere an einem Übungsfall in Bezug auf Cattenom ist, dass mehrere Staaten an einer Rettungsaktion beteiligt sind. Aus diesem Grund ist die Koordination der einzelnen Gruppen noch bedeutsamer. Die Übungen am 27. Und 28. Juni 2012 werden allerdings erst einmal nur auf politisch-administrativer Ebene stattfinden. Einsatzkräfte werden nicht konkret ausrücken. Allerdings werden die verschieden Krisenstäbe zusammenkommen. Auf diese Weise soll die Kommunikation zwischen allen Beteiligten verbessert werden. Es werden sich neben dem Saarland auch noch Rheinland-Pfalz, Luxembourg, Belgien und Frankreich an dieser Übung beteiligen. Teilnehmen werden auf rheinland-pfälzischer Seite unter anderem das Innenministerium, das Wirtschaftsministerium mit seiner Fachberatung für Strahlenschutz sowie die Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Im Saarland sind das Innen-, das Gesundheits- und das Umweltministerium sowie die Führungs- und Lagezentrale des Landespolizeipräsidiums mit dabei.

m April 2011 war auf einem regionalen Sondergipfel vereinbart worden, dass es bis 2013 insgesamt drei Übungen geben soll. Die weiteren Übungen sind im Dezember unter der Leitung von Luxemburg sowie im Frühjahr 2013 unter der Führung Frankreichs vorgesehen.

Strafanzeige gegen die Betreiber des Atomkraftwerks Cattenom

Atomkraftwerk Cattenom: Strafanzeige gegen EDF

Das Atomkraftwerk Cattenom macht seit Jahren mit zahlreichen Störfällen auf sich aufmerksam. Der Druck der Öffentlichkeit, die eine Abschaltung fordern, wird immer größer. Angeblich hat eine Gruppierung in Frankreich nun Strafanzeige gegen den Betreiber EDF eingereicht. Der Energiekonzern soll etliche Mängel am Atomkraftwerk Cattenom vertuscht haben. Die Staatsanwaltschaft in Thionville ermittelt angeblich gegen die Betreiber des Atomkraftwerks Cattenom.

Das Atomkraftwerk Cattenom hat in den letzten Jahren für sehr viel schlechte Presse gesorgt. Immer wieder wurden in der nahen Vergangenheit Stör- bzw. Zwischenfälle in dem französischen Atomkraftwerk registriert und es gehört erher zu den seltenen Momenten, dass alle Reaktoren vollkommen einsatzfähig sind. Nun hat angeblich eine Gruppierung in Frankreich Strafanzeige gegen die Betreiber des Atomkraftwerks eingereicht. Das französische Netzwerk Sortir du Nucléaire (Raus aus der Kernkraft) soll nach Berichten regionaler Medien bei der Staatsanwaltschaft in Thionville Anzeige erstattet haben. Angeblich soll der französische Energiekonzern EDF, der zugleich auch der Betreiber des Atomkraftwerks Cattenom ist, einen technischen Fehler in dem Kernkraftwerk vertuscht haben.

Zwei Ventile fehlen im Atomkraftwerk Cattenom

In jedem der vier Reaktorblöcke befinden sich Wasserbecken, in denen die abgebrannten Brennstäbe im Anschluss abgekühlt werden können. Diese Becken werden ständig durch Rohrleitungen mit Wasser versorgt. Um im Fall einer eventuellen falschen Bedienung des Systems einen Sog zu vermeiden, müssen diese Leitungen mit bestimmten Ventilen ausgestattet sein. Am 18. Januar wurde bei einer Kontrolle des Atomkraftwerks Cattenom festgestellt, dass bei den Zu- und Ablaufrohren jeweils ein Ventil fehlt. Aus diesem Grund kann im Falle eines Notfalls kein Druckausgleich in dem Abkühlbecken stattfinden. Angeblich fehlen diese beiden Ventile bereits seit der Inbetriebnahme der Reaktoren Cattenoms. Im schlimmsten Fall hätte dies auch zu einer ähnlichen Wasserstoffexplosion führen können wie im japanischen Atomkraftwerk Fukushima.
Das Netzwerk Sortir du Nucléaire behauptet nun, dieser technische Fehler sei vom AKW-Betreiber aber schon im Jahr 2011 entdeckt worden sein. Sollte das Netzwerk damit Recht haben, hätte sich der Betreiber strafbar gemacht. Laut französischem Recht müssen Zwischenfälle und Unregelmäßigkeiten an die zuständige Behörde gemeldet werden. Dies muss unmittelbar nach der Entdeckung solcher Vorfälle geschiehen. Aus diesem Grund vermutet Sortir du Nucléaire, dass EDF die Panne vertuschen wollte.

Kommunale Politiker der CDU kritisieren die Bundesregierung

Bundesregierung unter Druck

Verschiedene kommunale Politiker der CDU fordern von der Bundesregierung einen stärkeren Einsatz in der Debatte um die Abschaltung Cattenoms. Angela Merkel soll sich verstärkt gegen die französische Regierung wenden.

CDU-Mitglieder aus der Großregion Trier fordern von der Bundesregierung mehr Einsatz für die Abschaltung des Atomkraftwerks Cattenom. Seit Jahren macht Cattenom nur durch seine Zwischenfälle auf sich aufmerksam. Selten sind die Tage, an denen alle Reaktoren einwandfrei arbeiten. Cattenom ist aber längst kein französisches Problem, denn eine nukleare Katastrophe würde auch die Nachbarländer stark treffen. Vor allem das Saarland und Rheinland-Pfalz wären in Deutschland sehr betroffen. Aus diesem Grund haben sich viele Parlamentarier aus verschiedenen Ländern zusammengeschlossen, um für die Abschaltung Cattenoms zu plädieren. Bis jetzt schaltet die französische Regierung allerdings auf stur und geht in keinster Weise auf die Forderungen ein.
Vor allem CDU-Abgeordnete fühlen sich von der deutschen Bundesregierung im Stich gelassen. Sie kritisieren, dass Angela Merkel zu wenig Druck auf die französische Regierung ausübe. Anscheinend ist das Interesse der Kanzlerin für Cattenom sehr begrenzt. Unterdessen äußerte sich Jürgen Becker, Staatssekretär im Umweltministerium, zu dem generellen Thema „Atomkraftwerk“. Die Bundesregierung sei stets bestrebt, die Sicherheit in allen Atomkraftwerken zu fördern. Zu diesen gehören auch Atomkraftwerke außerhalb Deutschlands, die aber eine potenzielle Gefahr darstellen können. Allerdings hat auch der Staatssekretär Cattenom nicht speziell erwähnt.

Parlamentarier in der Großregion fordern die Abschaltung von Cattenom

Interregionale Parlamentarier fordern Abschaltung Cattenoms

Parlamentarier aus Deutschland, Luxembourg, Frankreich und Belgien haben sich zum interregionalen Parlamentarierrat zusammengeschlossen. Sie fordern von der französische Regierung die Abschaltung des Atomkraftwerks Cattenom, da dieses den modernen Sicherheitsanforderungen nicht genügt.

Parlamentarier aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxembourg haben sich zum interregionalen Parlamentarierrat zusammengeschlossen. Sie fordern von der französischen Regierung das Atomkraftwerk Cattenom endlich vom Netz zu nehmen und still zu legen. Cattenom sei seit Jahren ein Risikofaktor für die Region und könne nicht länger geduldet werden. Seit Jahren laufen die Reaktoren in Cattenom nicht normal. Immer wieder gibt es Störfälle und Zwischenfälle. Auch der Stresstest, der anlässlich der Atomkatastrophe von Fukushima durchgeführt worden ist, hat ergeben, dass in Cattenom vor allem das Krisenmanagement lückenhaft und damit mangelhaft ist. Kommunikationswege sind schlecht und im Ernstfall scheint eine Eindämmung der Gefahr nur schleppend möglich zu sein. Trotz all dieser bekannten Mängel hat die französische Regierung bis jetzt keine Anstalten gemacht einzugreifen. Stattdessen darf das Atomkraftwerk Cattenom weiter Monat für Monat mit  neuen Störfallen für Aufregung in regionalen Medien sorgen. Wie lange diese Zwischenfälle noch ohne ernste Folgen bleiben werden, kann niemand richtig einschätzen.

Interregionale Parlamentarier setzen sich für Abschaltung ein

Ein Zusammenschluss von Parlamentariern aus Rheinland-Pfalz, Saarbrücken, Luxembourg, Lothringen und Wallonien möchte nun die französische Regierung dazu bewegen, endlich die Abschaltung Cattenoms zu veranlassen. Diese Abgeordneten haben sich zum interregionalen Parlamentarierrat zusammengeschlossen und sich in Perl getroffen. Zu diesem Treffen war auch der Direktor des Atomkraftwerks Cattenom und Vertreter der französischen Atomaufsichtsbehörde eingeladen. Diese sind aber nicht erschienen. Warum einem Dialog aus dem Weg gegangen wird, ist nicht ersichtlich.
Die Abschaltung soll laut den Parlamentariern auf einem Sondergipfel beschlossen werden. Ob es zu so einem Gipfel kommen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin kann letztlich nur die französische Regierung faktische Macht auf Cattenom auswirken.

Erneuter Störfall in Cattenom – Reaktor 2 wurde abgeschaltet

Reaktor 2 in Cattenom abgeschaltet

Wieder einmal ist es in dem Atomkraftwerk Cattenom zu einem Störfall gekommen. Am heutigen Dienstagmorgen musste der Reaktor 2 abgeschaltet werden. Das Atomkraftwerk Cattenom macht seit Jahren durch solche Zwischenfälle auf sich aufmerksam. Dementsprechend wird der Druck auf die französische Regierung immer größer, das Atomkraftwerk endlich endgültig vom Netz zu nehmen.

Seit Jahren macht das Atomkraftwerk Cattenom durch Zwischenfälle aller Art auf sich aufmerksam. Es kommt eigentlich so gut wie niemals vor, dass alle Reaktoren unproblematisch arbeiten und Strom erzeugen können. Auch am heutigen Dienstagmorgen musste der Reaktor 2 abgeschaltet werden. Grund hierfür war eine technische Panne an einem Stromgenerator, die aber keinen Einfluss auf die Umwelt oder das Personal genommen haben soll. Wie es zu diesem technischen Problem gekommen sein kann, ist bis zur Stunde noch nicht ermittelt worden.
Seit Jahren hat das Atomkraftwerk Cattenom mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen. Bis jetzt ging keine wirkliche Gefahr von dem Kernkraftwerk aus. Allerdings steigert natürlich jeder Zwischenfall die potenzielle Gefahr, die von Cattenom droht. Die Bewohner in unmittelbarer Nähe haben längst das Vertrauen in das Atomkraftwerk verloren und verlangen seit Jahren die Abschaltung. Bis jetzt wehrt sich die französische Regierung gegen diese Forderung. Auch die Stresstests, die in Cattenom durchgeführt worden waren, sind nicht gerade überzeugend gewesen. Vor allem mangelndes Krisenmanagement wurde von Experten bemängelt.
Für die Zukunft bleibt weiterhin zu hoffen, dass die Zwischenfälle in Zukunft, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eintreten werden, weiterhin ohne dramatische Folgen bleiben werden.

Alle Jahre wieder gibt es Störfälle in Cattenom

Erneuter Zwischenfall im Atomkraftwerk Cattenom

Wieder einmal ist es in dem französischen Atomkraftwerk Cattenom zu einem nicht planmäßigen Zwischenfall gekommen. Ein Ventil im sekundären Bereich der Anlage hatte sich automatisch geschlossen. EDF, Betreiber von Cattenom, gab an, dass niemals eine Gefährdung für die Umwelt oder die Sicherheit bestand.

Das französische Atomkraftwerk Cattenom hat es einmal mehr mit einem Zwischenfall in die Schlagzeilen der regionalen Presse geschafft. Am Donnerstag schaltete sich ein Sicherheitsventil, das aber nicht im Bereich der nuklearen Anlage tätig sein soll, automatisch ab. Die Folge war, dass sich Reaktor vier ebenfalls herunterfuhr und letztlich abschaltete. Warum sich das Ventil im sekundären Bereich des Atomkraftwerks Cattenom geschlossen hat, wird derweil untersucht. Um für einen Druckausgleich zu sorgen, war über weitere Ventile planmäßig heißer Dampf abgelassen worden. Dieses Zischen war auch außerhalb von Cattenom laut und deutlich zu hören. Der Betreiber EDF ließ augenblicklich verkünden, dass es zu keiner Zeit Gefährdungen für Sicherheit oder Umwelt gegeben hätte. Darüber hinaus werde man in nächster Zeit das Problem untersuchen und analysieren.
Das Atomkraftwerk macht immer wieder mit solchen Zwischenfällen auf sich aufmerksam. Man muss dem Betreiber eingestehen, dass es sich meistens um eher harmlose Dinge handelt. Allerdings ist die Häufigkeit der Vorfälle sehr bedenklich. In Cattenom verkehrt im Grunde kein Jahr, in dem es nicht zu solchen Vorfällen kommt. Vor allem die Nachbarländer Luxembourg und Deutschland machen sich immer wieder sorgen, denn eine nukleare Katastrophe in Cattenom würde auch die direkten Nachbarn betreffen. Erst zum Ende des letzten Jahres hin, hatte sich ein Gremium mit der Sicherheit in dem französischen Atomkraftwerk beschäftigt. Das Fazit ist damals mehr oder weniger vernichtend ausgefallen. Es wurden viele Mängel festgestellt, die sich vor allem an einem dürftigen Krisenmanagement festmachen ließen. Aus diesem Grund werden wohl viele Menschen auf den Bericht der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN warten. Dieser soll Anfang dieses Jahres veröffentlicht werden. Dort wird dann vermutlich schwarz auf weiß stehen, wie es mit Cattenom weitergehen wird. Eines ist sicher; die Menschen in der Region Trier würden aller Voraussicht nach, eine Abschaltung in großer Mehrheit begrüßen.

Cattenom- eine beängstigende Statistik

Zum Schluss sei noch auf eine Statistik hingewiesen, die die Situation im französischen Atomkraftwerk Cattenom auf den Punkt bringt. Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1986 gab es bereits mehr als 700 meldepflichtige Zwischenfälle. Das sind weit über 20 Störfälle im Jahr.

Cattenom- Bürger aus Trier und Umland haben Angst

Frankreich spielt mit Menschenleben- Trier ist gefährdet

Störfall über Störfall ereignet sich in dem Atomkraftwerk Cattenom, das in der näheren Umgebung zu Trier liegt. Reaktor 2, der erst Freitag wieder hochgefahren wurde, nachdem man diesen monatelang untersucht hatte, schaltete sich ab, weil die Wasserversorgung nicht mehr funktionierte. Es gab Probleme mit der Dampferzeugung, die letztlich dafür verantwortlich ist, dass Strom in Cattenom erzeugt werden kann. Seit Jahren macht Cattenom nur noch durch Störfälle auf sich aufmerksam. Es gab bereits Demonstrationen von deutschen Bürgern, die auf die französische Seite wechselten und für eine Abschaltung plädierten. Diese erfolgt aber einfach nicht. Selbst ein Bericht der Atomaufsicht in Frankreich hat ergeben, dass das Atomkraftwerk Cattenom höcht gefährlich ist. Auch in Trier geraten die Menschen mehr und mehr in Rage, denn sie sind mit Hilflosigkeit und Verzweiflung konfrontiert. Menschen aus Trier und Umgebung haben keinen direkten politischen Einfluss, da das Atomkraftwerk Cattenom auf französischem Boden steht. Es unterliegt damit der französischen Politik, die bis jetzt noch nicht entscheidend hat eingreifen können. Den Menschen aus Trier und Umgebung können im besten Fall hoffen, dass Proteste und Kundgebungen in Frankreich Gehör finden.

 

EDF- keine Wertschätzung des menschlichen Lebens?

Besonders hitzig agieren die Menschen mittlerweile gegen den Cattenom Betreiber EDF. Diese französische Gesellschaft scheint vor nichts zurückzuschrecken. Dort stellt man den Profit über die Wertschätzung von Menschenleben. Wenn in Cattenom eine nukleare Katastrophe geschieht, betrifft diese weite Teile Westdeutschlands, auch Trier und Umgebung. Gerade nachn Fukushima sollten die Betreiber erkannt haben, welche Folgen ein nuklearer Supergau hat. Es ist einfach unverantwortlich, dass Cattenom weiter betrieben wird. Hätte EDF nur einen Funken Anstatt, würde man sich dazu entschließen, die Menschen zu schützen und das Atomkraftwerk Cattenom endlich abschalten.
Aber auch die Bürger im Saarland und in Trier müssen weiter Druck aufbauen. Keiner kann sich zurücklehnen und sich hinter der Maske verstecken, dass Cattenom ein französisches Problem sei. Wenn was passiert, steckt auch Deutschland und ganz besonders Trier mit in der Krise.
Ein letzter Appell geht an die Politik. Es sollte endlich gehandelt werden, damit die Gefahr beseitigt wird. Nach Fukushima wurde gesagt, dass man das Unglück scheinbar nicht verhindern konnte. In Cattenom kann man es!