Trierer Grüneberg: Bundeswehr investiert beinahe 60 Millionen Euro!

Trierer Grüneberg: Bundeswehr investiert beinahe 60 Millionen Euro!

Die deutsche Bundeswehr wird in Zukunft beinahe 60 Millionen Euro auf dem Grüneberg in Trier investieren. Dies gab der Verteidigungsminister Thomas de Maizière in dieser Woche bekannt. Insgesamt sollen 56,5 Millionen Euro in die Wehrtechnische Dienststelle auf den Grüneberg fließen. Allein zehn Millionen soll ein neues Klimatestzentrum kosten, 15 Millionen sind für ein neues Prüfstandsystem geplant.

Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière wird in den nächsten Jahrn 56,5 Millionen Euro in die Wehrtechnische Dienstelle (WTD) der Bundeswehr auf dem Trierer Grüneberg investieren. Dies wurde in dieser Woche bekannt gegeben. Derzeit wird die Anlage auf dem Grüneberg in Trier zum Testen aller Fahrzeuge der Bundeswehr benutzt. Die Wehrtechnische Dienststelle der Bundeswehr untersucht in Trier alle Landfahrzeuge vom herkömmlichen Jeep bis hin zum Panzer. Neben der technischen Überprüfung der Systeme und der einzelnen Komponenten, wird auch die Einsatztauglichkeit der einzelnen Fahrzeuge in Trier überprüft.

Neues Klimazentrum in Trier

Der Standort der Bundeswehr auf dem Grüneberg in Trier soll in Zukunft vor allem durch ein deutschlandweit einzigartiges Klimazentrum erweitert werden. Hierfür möchte der Verteidigungsminister über zehn Millionen Euro in Trier investieren. Die neue Anlage, die voraussichtlich 2015 in Betrieb genommen werden soll, ermöglicht den Ingenieuren, die Fahrzeuge der Bundeswehr bei Extremtemperaturen von minus 50 bis plus 70 Grad zu testen. Hierfür wird die Wehrtechnische Dienststelle in Trier viele  Arbeitskräfte der Wehrtechnischen Dienststelle in Koblenz übernehmen. Auch diese wurde von Thomas de Maizière bestätigt. Der Wechsel von Koblenz nach Trier werde zum 1. Januar 2013 erfolgen, kündigt der Verteidigungsminister in einem Schreiben an Bernhard Kaster an. Die WTD 51 in Koblenz werde zwar aufgelöst, der Standort selbst bleibe aber dann als Bestandteil der neu strukturierten WTD 41 erhalten. In der WTD 41 werde die Zahl der Arbeitskräfte von derzeit 350 auf 400 steigen. Weitere 100 Angestellte der Bundeswehr werden zunächst in Koblenz verweilen.

Weitere Investitionen in Millionenhöhe in Trier

Neben dem Klimazentrum sind auch weitere Investitionen auf dem Grüneberg in Trier geplant. Eine Halle mit einem neuen Prüfstandsystem soll zwischen 2013 und 2016 entstehen und sogar 15 Millionen Euro kosten.
Die Aufzählung enthält weitere Investitionen in Millionenhöhe. Für eine Modernisierung der Werkstätten sind zehn Millionen Euro geplant, ein neues Labor für Brennstoffzellentechnik wird drei Millionen Euro kosten. Alle bis zum Jahr 2016 geplanten und angekündigten Sanierungen, Modernisierungen und Neubauten ergeben eine Investitionssumme von 56,5 Millionen Euro.

 

Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel

Fliegerhorst Büchel: Lagerort für US-Atomwaffen

In der Eifel werden auf dem Fliegerhorst Büchel weiterhin bis zu 20 US-Atomwaffen gelagert. Die Opposition warf der schwarz-gelben Bundesregierung um Angela Merkel vor, nicht genügend Druck auszuüben, damit die Waffen endgültig aus der Bundesrepublik Deutschland herausgeschafft werden.

Nicht weit weg von Trier sollen in der Eifel noch immer 10 bis 20 US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel lagern. Angeblich hatte sich die Regierung in Berlin schon vor Jahren für einen Abtransport eingesetzt. Nun wirft die politische Opposition der schwarz-gelben Regierung in der Bundeshauptstadt vor, dass diese sich nicht ernsthaft genug bemühe, die Atomwaffen vom Fliegerhorst Büchel abtransportieren zu lassen. Angeblich, so heißt es in einer Berliner Zeitung, habe die Bundesregierung in Berlin beschlossen, dass das amerikanische Militär weiterhin Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel lagern darf. Nach Expertenschätzung lagern im Fliegerhorst Büchel in der Eifel noch 10 bis 20 US-Atomsprengköpfe, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Tornado-Kampfflieger bereit hält.

Kostenpunkt unklar

In der Politik wird vor allem bemängelt, dass es nicht ersichtlich sei, welche Kosten den Bund aufgrund der Lagerung der US-Atomwaffen treffen. Politiker von der Partei die Grünen befürchten sogar, dass die Bundesregierung in Zukunft wieder eine neue atomare Aufrüstung auf Standorten wie dem Fliegerhorst Büchel betreibt. So äußerte sich zumindest der Vorsitzende der Partei, Jürgen Trittin. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wies das zurück. Es sei absolut klar, dass er das Ziel des Abzugs der verbliebenen Nuklearwaffen aus Deutschland entschieden weiterverfolge. «Es mit Abrüstung ernst zu nehmen, heißt dicke Bretter zu bohren. Das tun wir – mit wachsendem Erfolg», sagte Westerwelle.

Ob die Waffen tatsächlich für einen Milliardenbetrag modernisiert werden sollen, blieb unklar. Die Tornados bleiben jedenfalls erst einmal weiter im Dienst. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird die Bundeswehr auch über das Jahr 2025 hinaus 85 dieser Kampfjets behalten.

 

Thomas de Maiziere in Trier: Bundeswehr soll gestärkt werden

Stärkung der Bundeswehr in Trier

Am gestrigen Dienstag hat Trier hohen Besuch aus Berlin empfangen. Zu Gast war der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, der vor allem das Panzertestzentrum unter die Lupe genommen hat. In Zukunft soll dieses weiter ausgebaut werden. Auf diese Weise plant Maiziere, dem Testgelände eine höhere Verantwortung zu übertragen.

In Trier sind nicht oft Berliner Spitzenpolitiker zu Gast. Am gestrigen Dienstag war es mal wieder Zeit für einen solchen Besuch: Der Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat den weiten Weg aus Berlin auf sich genommen, um sich in Trier das Panzertestzentrum anzuschauen. Während Trier in den Planungen der Bundeswehr zuletzt eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat, soll sich dies in Zukunft ändern. Der deutsche Verteidigungsminister hat angekündigt, dass die Bundeswehr in Trier in den nächsten Jahren stärker als bisher gefördert werden soll. Hierzu sollen neue Millionen den Weg in die älteste Stadt Deutschlands finden. Die Wehrtechnische Dienststelle 41 soll mit mehr Aufgaben betraut werden. Zudem sollen hierfür mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Hinzu kommt noch ein neues Testgelände, das für einen zweistelligen Millionenbereich errichtet werden soll.

Die Wehrtechnische Dienststelle 41 in Trier

Die Wehrtechnische Dienststelle (WTD)  in Trier trägt die Nummer 41, sitzt auf dem Grüneberg in Kürenz und testet die Landfahrzeuge der Bundeswehr, ihre Systeme und Komponenten.
Die Experten der WTD analysieren und optimieren Mobilität und Funktionalität von Kraftfahrzeugen und Panzern vor und während ihres Einsatzes. Täglich rollen die riesigen Maschinen über die großen Testbahnen in Kürenz. Manche werden von Robotern gesteuert, weil ein menschlicher Fahrer die Belastungen nur maximal zwei Stunden lang aushalten würde.

„Die Wehrtechnische Dienststelle 41 in Trier ist ein Standort mit Zukunft, der von einer hervorragenden Infrastruktur profitiert“, betont Thomas de Maizière.

Ausbau der WTD 41 Trier

Die WTD in Trier wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. De Maizière sagte zu diesem Thema Folgendes: „Die Anzahl der Beschäftigten am Standort Trier wird von 350 auf 430 steigen.“ Die zurzeit aktiven Mitarbeiter der WTD 41 – Handwerker, Techniker und Ingenieure – sind ausschließlich Zivilisten. Mit der Übernahme der Koblenzer Aufgaben werden auch wieder Soldaten auf dem Testgelände in Kürenz eingesetzt.
„Die Rückmeldungen aus dem Einsatz sind wesentliche Elemente, die wir mit Planung und Nutzung der Großfahrzeuge noch enger zusammenführen wollen“, begründet der Verteidigungsminister diese Personalplanung.

Neben Landfahrzeugen, sollen in Zukunft auch Wasserfahrzeuge auf der Mosel getestet werden. Man muss als Trierer zwar nicht befürchten, dass bald große Kriegsschiffe auf der Mosel treiben. Dennoch wird die WTD 41 in Zukunft kleiner Luftkissenboote oder andersartige Fahrzeuge auf der Mosel für einen Einsatz überprüfen.

Die Bundeswehr stärkt die WTD 41 in Trier nicht nur mit neuen Aufgaben, sonder auch mit Investitionen in Millionenhöhe. De Maizière kündigte ein deutschlandweit einmaliges Klimatestzentrum an, in dem Fahrzeuge bei Extremtemperaturen getestet werden können. Die Bandbreite reicht dabei von minus 50 Grad bis zu plus 70 Grad.