Bob in Trier kann jeder sein

Bob in Trier kann jeder sein

Vor gut drei Jahren hat die Polizei in Trier die Aktion „Bob“ ins Leben gerufen. Diese richtet sich vor allem an junge Menschen, die abends gerne mit Freunden unterwegs sind und dabei auch alkoholische Getränke konsumieren. Bob soll junge Fahrer an einem Abend davon abhalten, später alkoholisiert mit dem Auto zufahren. Die Kampagne heißt: „Bob-Nüchtern ist cool“.

Als Bob vor drei Jahren in Trier eingeführt worden ist, hätten wohl die wenigsten erwartet, dass das Konzept der Polizei Trier einen solchen Erfolg verursachen könnte. „Bob-Nüchtern ist cooler“ ist eine Kampagne, die die Verkehrssicherheit erhöhen soll. Vor allem junge Fahrer sind von dieser Idee der Polizei Trier angesprochen. Das Konzept ist einfach: Junge Fahrer, die an einem Abend mit dem Auto unterwegs sind, sind in diesem Moment „Bobs“. Sie können sich als solche mit verschiedenen Erkennungszeichen in unterschiedlichen Kneipen ausweisen. Auf diese Weise erhalten sie zum Teil Vergünstigungen auf alkoholfreie Getränke. Die Kampagne Bob, die von der Polizei Trier positiv bewertet wird, soll jungen Leuten helfen, der Versuchung, Alkohol zu konsumieren, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, zu widerstehen. Polizeipräsident Lothar Schömann: „Letztendlich wollen wir Verunglückte nicht schwerverletzt oder tot von der Straße auflesen und ihren Angehörigen die schlimme Nachricht überbringen. Bob ist ein Freund von uns geworden, ein Helfer unserer Arbeit“.

Wissenschaftliche Untersuchung bestätigt Erfolg von Bob in Trier

Eine wissenschaftliche Untersuchung durch das Landesinstitut für Präventives Handels (LPH) des Saarlandes hat nun erstmals ergeben, dass das Projekt Bob in Trier unter den jungen Menschen und Jugendlichen sehr gut ankommt. Insgesamt kannten beinahe 75 Prozent aller befragten jungen Menschen Bob. Außerdem wurde die Kampagne von den meisten Schülern positiv bewertet. Die Polizei Trier hat hier anscheinend sehr gute Arbeit geleistet. Befragt wurden 878 junge Menschen im Durchschnittsalter von 17 Jahren. 83,4 Prozent von ihnen sagen, dass Alkohol trinken und Auto fahren für sie überhaupt nicht in Frage komme. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Gratisgetränke, die die Jugendlichen dank Bob in Trierer Kneipen erhalten, eher nebensächlich sind. Viele junge Leute gaben stattdessen an, davon übezeugt zu sein, dass man nicht unter Alkoholeinfluss Auto fahren darf.

Über das positive Ergebnis der sozialwissenschaftlichen Untersuchung freut sich Polizeipräsident Schömann. Er will sich darauf aber nicht ausruhen. „Die Aktion ist noch jung, und sie macht nur Sinn, wenn sie nachhaltig betrieben wird“, meint er. Bob wird wohl auch in der Zukunft noch eine wichtige Rolle in Trier spielen.