Bistum Trier: Zahlreiche Akten vermutlich vernichtet!

Bistum Trier: Zahlreiche Akten vermutlich vernichtet!

Der Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche nimmt kein Ende. In dieser Woche wurde die Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer beendet. Die Katholische Kirche gab an, dass das Vertrauen zwischen beiden Parteien dauerhaft beschädigt sei. Grund hierfür sind vermutlich die Thesen des Kriminologen, der davon ausgeht, dass die Katholische Kirche Akten bewusst vernichtet hat. Auch im Bistum Trier soll es solche Vorgänge gegeben haben.

Was haben Verfassungsschutz und Katholische Kirche gemeinsam? Richtig, in beiden Einrichtungen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit pikante Akten vernichtet worden. Der Missbrauchsskandal um die Katholische Kirche nimmt kein Ende. Nachdem die Katholische Kirche noch 2011 beteuert hatte, dass sie sich für eine lückenlose Aufklärung der Fälle einsetze, scheint sich dieses Vorhaben nun doch nicht zu bewahrheiten. In dieser Woche beendete die Katholische Kirche die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Grund hierfür war angeblich ein Vertrauensbruch seitens des Instituts. Viel wahrscheinlicher ist aber die Tatsache, dass die Katholische Kirche die Vorwürfe des Leiters, Christian Pfeiffer, nicht mehr weiter hinnehmen wollte. Dieser hatte ausgesagt, dass die Katholische Kirche bewusst viele pikante Akten vernichtet hat. Auf diese Weise sollten die Verbrechen verschleiert werden. Damit steht die Katholische Kirche nun in guter Gesellschaft mit dem deutschen Verfassungsschutz.

Bitum Trier: Auch hier sollen Akten fehlen

Während das Bistum Trier feierlich die Vollständigkeit der Akten verspricht, haben Opfer in den letzten Jahren feststellen müssen, dass Versprechen Katholischer Einrichtungen so viel taugen, wie neue Eröffnungstermine am Berliner Flughafen, die von Klaus Wowereit lächelnd in die Kameras verkündet werden. So bekamen Opfer im Bistum Trier Akten, in denen Seiten fehlten. Diese sahen herausgerissen bzw. herausgeschnitten aus. Auch Thomas Schnitzler, Sprecher der Opferinitiative im Bistum Trier (missbit), hatte Einsicht in diese und weitere Akten: „Es sah aus, als seien Seiten herausgeschnitten worden“, vermutet Schnitzler.

Ein weiteres Opfer, das anonym bleiben möchte, hatte die Akte des Priesters, der es jahrelang missbraucht hatte, inoffiziell, mit Hilfe eines Kirchen-Insiders, eingesehen. Die letzte Eintragung: ein Urteil und der Hinweis, dass der Priester nicht mit Kindern arbeiten dürfe. „Danach nur noch leere Seiten“, sagt der Betroffene.

Damit gerät auch das Bistum Trier immer weiter in Erklärungsnot und spiegelt damit nur die Lage der gesamten Katholischen Kirche wieder. Gerade eine Institution wie die Katholische Kirche, die täglich von Respekt predigt, sollte auch sich selbst mit diesem Maßstab messen.

Stephan Ackermann fordert Reformen der katholischen Kirche

Stephan Ackermann fordert Reformen der katholischen Kirche

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat in einem Interview in dieser Woche Reformen der katholischen Kirche indirekt gefordert. Er stellte fest, dass die katholische Kirche auch die Pflicht habe, sich den Umständen der jeweiligen Zeit anzupassen. Vor allem im Bereich der Geschiedenen und der Wiederverheirateten sieht der Trierer Bischof dringenden Nachholbedarf.

Zu alt, zu konservativ, zu verstaubt-das sind nur wenige Äußerungen, die von vielen Menschen in Bezug auf die Katholische Kirche gemacht werden. Seit Jahren sinken die Zahlen der deutschen Bürger in den Kirchengemeinden. Vor allem die Katholische Kirche hat mit verschiedenen Identitätsproblemen zu kämpfen. Viele Menschen können gerade in der Katholischen Kirche keine Entwicklung erkennen. Neue Lebensentwicklungen und Veränderungen der Sozialstruktur in den verschiedenen Ländern werden einfach ignoriert. Der Papst predigt seit Jahrhunderten ein und dasselbe Wort in der Hoffnung, dass sich weder die Menschen, noch das Leben jemals ändert. Die Katholische Kirch geht davon aus, Werte vertreten zu müssen, die in Stein gemeißelt erscheinen. Dabei scheint nur eine Sache sicher zu sein: Die Katholische Kirche hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich „überlebt“. Der Bischof Stephan Ackermann scheint diese Ansicht mittlerweile teilen zu können, denn in dieser Woche gab der Trierer Bischof des Bistums Trier in einem Interview zu, dass die Kirche unbedingt Reformen durchführen muss.

Geschiedene müssen stärker unterstützt werden

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann stellte in dem Interview klar, dass die Katholische Kirche keineswegs unabhängig von der jeweiligen Zeitepoche lebe. Vielmehr müsse auch sie sich auf die modernen Einflüsse einer Gesellschaft einstellen, ohne jedoch anerkannte Werte zu vernachlässigen. Der Bischof aus Trier verwies vor allem auf dem Umgang der Kirche mit Geschiedenen und Wiederverheirateten. Auch wenn die Ehe ein heiliges Institut vor Gott ist, müsse man Geschiedene und Wiederverheiratete in der Katholischen Kirche als Mitglieder integrieren. Wie das aussehen kann, das weiß auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann nach eigenem Bekunden nicht. Dennoch glaubt er, dass man dies im Dialog erarbeiten könne, sofern die Mächte der Kirche reformwillig sind.

Reformpläne seit 2011 „in Arbeit“

Die Katholische Kirch führt seit 2011 einen sogenannten Reformdialog mit Laien. Auch in Bezug auf diesen, der bisher bis 2015 angesetzt ist, fordert der Trierer Bischof Stephan Ackermann konkrete Ergebnisse. Bis jetzt scheinen noch nicht viele konkrete Ergebnisse vorzuliegen.
Auch der Bischof Stephan Ackermann stellte am Ende des Interviews klar, dass es nicht darum gehe, die Katholische Kirche komplett zu modernisieren, auch wenn dies aus Sicht vieler Menschen notwendig wäre. Insgesamt darf man an der Reformbereitschaft der Mächtigen, allen voran von Papst Benedikt XVI., zweifeln.

Bistum Trier: Abschaltung der Hotline für Missbrauchsopfer 2013

Bistum Trier: Abschaltung der Hotline für Missbrauchsopfer 2013

Das Bistum Trier wird nach neuen Medienangaben aus der Region Trier die Hotline für die Missbrauchsopfer der Katholischen Kirche zum Ende dieses Jahres abschalten. Nach ersten Informationen soll es in den letzten Wochen keine Anrufe mehr gegeben haben. Das Bistum Trier hatte als erste kirchliche Einrichtung eine solche Hotline ins Leben gerufen.

Die Missbrauchsopfer der Katholischen Kirche in Deutschland waren 2010 eines der bestimmenden Themen in den deutschen Medien. Monatelang beherrschte diese Problematik die regionale bzw. überregionale Berichterstattung in der Bundesrepublik. In dem Bistum Trier wurde im Frühjahr 2010 die erste Hotline für Missbrauchsopfer der Katholischen Kirche eingerichtet. Auf diese Weise sollte den Opfern eine Hilfestellung geleistet werden. Nach fast drei Jahren Laufzeit wird das Bistum Trier die Hotline wahrscheinlich Anfang des kommenden Jahres abschalten. Unter anderem führen die Verantwortlichen an, dass es in den letzten Wochen keine Anrufe mehr gegeben habe. Die Hotline im Bistum Trier wurde durch Trauma-Experten der Lebensberatung besetzt. Das Bistum Trier wollte zu diesem Zeitpunkt noch keine genauen Angaben über die Zahl der Anrufe machen. Nach Angaben aus dem Bistum wird man diese Statistiken erst im Januar 2013 veröffentlichen. Allerdings hatte die Deutsche Presse-Agentur im April diesen Jahres mit dem Verweis auf Angaben des Bistum Triers herausgestellt, dass bereits über 8.200 Anrufe über die Hotline geführt wurden. Zudem sollen noch einmal 400 Internetberatungen hinzugekommen sein. Diese Zahl wird sich wohl im Jahr 2012 noch leicht erhöht haben, sodass man von ungefähr 9000 Anrufen ausgehen kann.

Bistum Trier: Stärkere Entwicklung und Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeiten

Bistum Trier: Stärkere Entwicklung und Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeiten

Das Bistum Trier hat in dieser Woche eine neue Einrichtung vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Ehrenamtsentwicklung. Auf diese Weise möchte das Bistum Trier Rahmenbedingungen schaffen, die das Zusammenarbeiten von ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Angestellten erleichtern. Insgesamt soll das ehrenamtliche Arbeiten im Bistum Trier stärker ausgebaut und gefördert werden.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat in dieser Woche bekannt gegeben, dass es in seinem Bistum Trier bald eine neue Ehrenamtsentwicklung geben wird. Auf diese Weise möchte das Bistum der ältesten Stadt Deutschlands das Ehrenamt wieder stärker fördern und entwickeln. Stephan Ackermann stellte in einer Pressemitteilung klar, dass die Kirche ohne ihre ehrenamtliche Helfer nicht existieren könnte. Aus diesem Grund müsse dieser Sektor wieder stärker in den gesellschaftlichen Fokus gerückt werden. Die Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier soll zukünftig Rahmenbedingungen schaffen, die eine bessere Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Hilfskräften möglich macht. Auf diese Weise sollen gerade ehrenamtliche Helfer dazu motiviert werden, sich wieder stärker in das Bistum Trier einzubringen. Sie sollen in Zukunft mehr Freiräume genießen, die sie dann mit Eigeninitiative und dem nötigen Know-How füllen können. Bereits für das kommende Jahr 2013 hat das Bistum Trier geplant, regionale Projekte stärker zu unterstützten. Im Mittelpunkt stehen vor allem Initiativen, die sich um die gesellschaftlichen Probleme und Herausforderungen in Deutschland bemühen. Neben einer gezielten Förderung, plant das Bistum Trier eine Übersicht im kommenden Jahr anzulegen. In dieser Übersicht sollen Verbände, Organisationen und andere Einrichtungen vermerkt werden, die bereits Unterstützungsangebote im Bistum Trier anbieten. Auf diese Weise soll die ehrenamtliche Arbeit dieser Einrichtungen transparenter und öffentlicher werden.

Bistum Trier: SKF im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Bistum Trier: SKF im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) im Bistum Trier setzt sich aktiv gegen sexuellen Missbrauch von Frauen ein. Auf einer Tagung im Bistum Trier fordert der SKF haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter auf, eine „Kultur der Aufmerksamkeit“ zu entwickeln. Die Tagung beschäftigte sich mit dem Thema  „Meine, Deine Grenzen – Unsere Verantwortung!“.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) im Bistum Trier setzte sich auf einer Tagung für einen aufmerksameren Umgang mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs in der Gesellschaft ein. Eine „Kultur der Aufmerksamkeit“ entwickeln, um Gewalt und Missbrauch zu verhindern, dazu forderte die Diözesantagung des Sozialdiensts katholischer Frauen (SKF) im Bistum Trier unter dem Thema „Meine, Deine Grenzen – Unsere Verantwortung!“ haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter auf. Die Tagung im Bistum Trier beschäftigte sich mit verschiedenen Perspektiven im Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Gesellschaft.

Sexueller Missbrauch keine Grenzerscheinung in Deutschland

Der SKF im Bistum Trier stellte die Problematik des sexuellen Missbrauchs in Deutschland erst einmal anhand von Fakten dar. 49 Anzeigen wegen Missbrauchs gehen täglich in Deutschland ein. Insgesamt weist die Kriminalstatistik für 2011 rund 18 000 zur Anzeige gebrachte Straftaten aus. Die Dunkelziffer liege wesentlich höher, sagte Lappehsen-Lengler, so dass von schätzungsweise 50 000 Straftaten auszugehen ist. Der Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Trier erhofft sich bessere therapeutische Systeme für junge Männer und Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Vor allem der Schutz Minderjähriger soll im Bistum Trier und auch in ganz Deutschland verbessert werden. Vor allem die Gesellschaft muss aufmerksamer und energischer mit dem Thema umgehen. Dies fängt, so die Meinung des SKF im Bistum Trier, schon mit den gebrauchten Vokabeln in diesem Zusammenhang an. Fälle des sexuellen Missbrauchs in Deutschland müssten auch so benannt werden. Auch die Entschuldigungsgründe für die Täter müssten ganz klar nach hinten verwiesen werden.

Zahlreiche Workshops veranstaltet

Der Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Trier hat aber nicht nur auf Informationen hingewiesen, sondern am zweiten Tag der Tagung auch zahlreiche Workshops angeboten. Am zweiten Tag der Veranstaltung setzten sich die Teilnehmer in Workshops intensiv mit verschiedenen Aspekten des komplexen Themas auseinander: So wurde der Zusammenhang von Sprache und Gewalt genauso untersucht wie der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche. Andere reflektierten das eigene Verhalten am Arbeitsplatz oder wurden durch Körperübungen für das Thema sensibilisiert.

Bistum Trier: Haushaltsloch deutlich kleiner als gedacht!

Bistum Trier: Haushaltsloch deutlich kleiner als gedacht!

Positive Nachrichten aus dem Bistum in Trier: Das Haushaltsloch ist im vergangenen Jahr deutlich kleiner ausgefallen aus angenommen. Das Bistum Trier hat 2011 keinen Verlust von ungefähr 28 Millionen Euro gemacht, sondern der Haushalt aus dem letzten Jahr weist ein Defizit von 14,7 Millionen Euro auf.

In dieser Woche konnte das Bistum Trier eine erfreuliche Nachricht verkünden. Das Haushaltsloch aus dem Jahr 2011 ist deulich kleiner ausgefallen als man das zunächst angenommen hatte. Das Bistum Trier ist in den letzten Wochen von einem Defizit in Höhe von 28 Millionen Euro ausgegangen. Diese sollten durch die Rücklagen des Bistums gedeckt werden. Nun hat man allerdings verkündet, dass der Haushalt 2011 letztlich „nur“ ein Defizit von 14,7 Millionen Euro aufweist, die durch einen Griff in die Rücklagen des Bistums ausgeglichen werden müssen. Grund zur Freude hat das Bistum Trier dennoch nicht, denn auch ein Defizit von 14,7 Millionen Euro ist nicht gerade erfreulich. Die neuen Bilanzen scheinen aber für die Finanzchefin Kirsten Straus eher peinlich zu sein, da die Abweichung zwischen den Erwartungen und des endgültigen Ergebnisses sehr hoch ist. Ihre Erklärung lautet in etwas wie folgt: Die Kirchensteuereinnahmen lagen mit 256 Millionen Euro um gut vier Millionen Euro über den Planungen. Zusätzlich seien mehr Zuschüsse für Schulen geflossen, die Vermögenserträge waren höher und die Baukosten geringer. Eigentlich sehr erfreulich würde das Bistum nicht derzeit fieberhaft nach Einsparmöglichkeiten suchen.

Bistum Trier hält an Sparungen fest

Trotz der guten Haushaltsnachrichten in dieser Woche wird das Bistum Trier an seinem Vorhaben, in den nächsten Jahren 30 Millionen Euro im Haushalt zu sparen, festhalten. „Es gibt keinen Grund, von den beschlossenen Kostensenkungen abzuweichen“, sagt die Finanzchefin des Bischofs. Im Haushaltsjahr 2011 wurden sogar noch sieben Millionen Euro mehr ausgegeben als geplant. Wenn man diesen Posten auch noch rausrechnet, hätte das Defizit deutlich geringer ausfallen können.

Bistum Trier: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Priester

Bistum Trier: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Priester

Die Staatsanwaltschaft in Trier ermittelt gegen einen Priester des Bistums Trier. Diesem wird Veruntreuung und Unterschlagung vorgeworfen. Der Pfarrer ist unterdessen von seinem Amt zurückgetreten. Nach offiziellen Medienangaben soll der Priester 300.000 Euro unterschlagen haben.

Im Bistum Trier scheint sich der nächste Skandal anzubahnen. Die Staatsanwaltschaft der ältesten Stadt Deutschlands hat gegen einen Priester des Bistums Trier Ermittlungen eingeleitet. Dem Geistlichen wird Unterschlagung und Veruntreuung von kirchlichen Geldern vorgeworfen. Es waren bereits vor rund zwei Wochen Unregelmäßigkeiten bemerkt worden. Daraufhin ist der Priester, der unter anderem in Hetzerath, Rivenich und Sehlem als Pfarrer tätig gewesen ist, von seinem Amt zurückgetreten. Die regionale Presse spricht von einem Vorwurfstatbestand in Höhe von 300.000 Euro, die der Priester des Bistums Trier unterschlagen haben soll.

Bischof Stephan Ackermann in Päpstlichen Rat berufen

Bischof Stephan Ackermann in Päpstlichen Rat berufen

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist in den Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden berufe worden. Das Bistum Trier gab am heutigen Sonntag bekannt, dass der Trierer Bischof von dem Papst in Rom berufen worden sei.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann scheint die Gunst von Papst Benedikt XVI. in Rom zu genießen, denn das oberste Kirchenoberhaupt der katholischen Kirche hat den Trierer Bischof in den päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden, „Justitia et Pax“, berufen. Dies gab das Bistum Trier an diesem Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt. Der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden befasst sich mit den unterschiedlichsten Themen, die in einem gewissen Kontext mit Frieden und Gerechtigkeit stehen. Unter anderem werden wichtige sozialpolitische Angelegenheiten in einem solchen Rat diskutiert. Aber auch Friedensfragen und Menschenrechte stehen immer wieder im Fokus dieser Versammlung. Des Weiteren werden auch Krisenherde auf dieser Erde erläutert und aufgearbeitet. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist bereits Vorsitzender der deutschen Abspaltung des Päpstlichen Rats „Justitia et Pax“.

„Justitia et Pax“

Der Rat „Justitia et Pax“ schreibt auf seiner Webseite Folgendes über sich:

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) ist eine Art „Runder Tisch“ der katholischen Einrichtungen und Organisationen, die im Bereich der internationalen Verantwortung der Kirche in Deutschland tätig sind. Justitia et Pax ist deren gemeinsame Stimme in Gesellschaft und Politik. So sollen die weltweiten Fragen von Gerechtigkeit und Frieden in der Gesellschaft unseres Landes wach gehalten werden.

Justitia et Pax erarbeitet kirchliche Beiträge zur Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik Deutschlands. Mit Parlament, Regierung, Parteien und gesellschaftlichen Kräften wird ein ständiger Dialog in diesen Fragen geführt. Darüber hinaus entwickelt Justitia et Pax Konzepte für die internationale Arbeit der Kirche.


Bistum Trier muss jährlich 40 Millionen Euro einsparen

Harter Sparplan für das Bistum Trier

Auf einer heutigen Pressekonferenz haben Bischof Stephan Ackermann und der bischöfliche Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink ihre Sparpläne für das Bistum Trier vorgestellt. Dieses muss in den kommenden Jahren jährlich 40 Millionen Euro einsparen. Neben Kürzungen für die Erwachsenenverbände, werden auch verschiedene Dekanate zusammengelegt. Des Weiteren werden vereinzelt Stellen abgebaut werden müssen.

Es hat sich seit Jahren angedeutet: Das Bistum Trier muss in Zukunft 40 Millionen Euro jährlich einsparen. Die Bilanzen der letzten Jahren waren durchgängig negativ ausgefallen. Lediglich durch das Zurückgreifen auf Spareinlagen in Millionenhöhe hatten für einen ausgeglichenen Haushalt im Bistum Trier gesorgt. Selbstverständlich kann die Führung der Kirchengemeinde nicht dauerhaft die Spareinlagen in dieser Art und Weise aufbrauchen. Demnach sind Sparmaßnahmen unabdingbar. Bereits im Oktober 2010 wurde im Bistum Trier der Beschluss gefassen, jährlich 40 Millionen Euro dauerhaft einsapren zu wollen. Dies erfordert natürlich reichhaltige Umstrukturierungen. Wie diese in Zukunft aussehen werden, offenbarten heute der Bischof Stephan Ackermann und der bischöfliche Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink auf einer Pressekonferenz.

Die Katholische Akademie wird geschlossen

Zum Jahresende soll die Katholische Akademie geschlossen werden. Sie passe nach den Angaben von Stephan Ackermann nicht mehr in das Ausbildungskonzept des Bistum Triers. Das Robert-Schuman-Haus soll aber bestehen bleiben. Neben der Schließung der Katholischen Akademie sollen auch mehrere Dekanate zusammengelegt werden. Bereits in diesem Jahr sollen die Dekanate Gerolstein-Hillesheim und Daun und Karden-Markatal und Cochem-Zell fusioniert werden. Im nächsten Jahr folgt dann die Zusammenführung der Dekanate Saarbrücken und Sulzbach. Auf diese Weise sollen Verwaltungsgebühren eingespart werden.
Neben diesen Änderungen sollen auch einige Stellen im Bistum Trier abgebaut werden. Laut offiziellen Angaben sollen drei Stellen im Hochschulpastoral und eine Stelle in der Bücherei gestrichen werden. Dies ließe sich nicht vermeiden. Darüber hinaus kann es zu weiteren Stellenstreichungen im Kindergartenbetrieb und bei der Zeitschrift „Paulinus“ kommen. Dies sei aber im Moment nocht nicht geklärt.

Außerdem soll im Bischöflichen Generalvikariat eine neue Abteilung „Jugend“ gegründet werden. Durch diese Zentralisierung erhofft man sich eine bessere Kostennutzung im Bereich der Jugend im Bistum Trier.
Ein weiterer Eckpfeiler des neuen Sparprogramms soll die ehrenamtliche Arbeit darstellen. Diese müsse stärker gefördert werden, denn gerade durch ehrenamtliche Arbeit werde das Bistum Trier zukunftsfähig.

Das Land Rheinland-Pfalz erhöht die Zuschüsse

Neben den Ausgaben werden auch die Einnahmen optimiert werden. Das Land Rheinland-Pfalz hat angekündigt, dass man die Zuschüsse für das Bistum Trier erhöhen werde. Demnach wird das Land dem Bistum Trier in Zukunft 400.000 Euro mehr Geld bei der Ausbildung an der Theologischen Fakultät Trier zur Verfügung stellen.
All diese aufgeführten Maßnahmen sollen letztendlich zu einem Einsparergebnis von 40 Millionen Euro führen. Bereits Ende 2016 sollen ungefähr 30 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Bis jetzt noch offen sind die Einsparungen in Bezug auf den Kindergartenbetrieb und die Zeitschrift „Paulinus“.

Das Bistum Trier muss ab 2013 deutlich sparen

Das Bistum Trier muss in den kommenden Jahren sparen

Seit nunmehr vier Jahren in Folge können die Einnahmen die Ausgaben des Bistum Triers nicht decken. Die Folge sind Rückgriffe auf gebildete Rücklagen, damit sich das Bistum nicht verschuldet. Auch in diesem Jahr, das durch die Heilig-Rock-Wallfahrt besonders teuer werden wird, muss das Bistum Trier Geld aus den Sparrücklagen herausziehen. Ab dem kommenden Jahr soll deutlich gespart werden.

Das Bistum Trier schafft es nun schon seit einigen Jahren nicht mehr, die anfallenden Ausgaben mit den Einnahmen zu decken. Immer wieder greift man auf Spareinlagen zurück, damit sich die kirchliche Organisation nicht verschulden muss. Allerdings ist der Topf der gesparten finanziellen Mittel nicht unerschöpflich. Aus diesem Grund werden in den nächsten Jahren deutliche Sparmaßnahmen von Nöten sein. In diesem Jahr wird man auf jeden Fall noch mal auf das eingesparte Geld zurückgreifen. Immerhin steht mit der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 das Großereignis in der Region Trier an. Gerade für dieses Event möchte sich das Bistum Trier bestens vorbereiten, damit sich die erwarteten 500.000 Pilger an einer schönen Gemeinde erfreuen können. Zu diesem Zweck sollen allein Sachwerte in Höhe von 3,5 Millionen Euro erworben werden. Dennoch ist sich die Leitung des Bistum Triers darüber bewusst, dass man nicht in aller Herrgottsruhe immer wieder einen negativen Haushalt bewirtschaften kann. Aus diesem Grund soll es ab dem Jahr 2013 zu spürbaren Einsparungen kommen. Wie drastisch diese ausfallen sollen, ist noch nicht bekannt. Eines ist aber jetzt schon absehbar: Die Kirchengemeinden werden einen deutlichen Beitrag dazu leisten müssen, wieder einen ausgeglichenen Haushalt 2013 herzustellen. Der Generalvikar des Bistum Triers kündigte bereits an, dass die Einsparungen durchaus schmerzhaft sein können.
Vor allem die Personalkosten mit ungefähr 216 Millionen Euro jährlich sind für die finanzielle Belastung ausschlaggebend. Hinzu kommt, dass die höchste Einnahmequelle, die Kirchensteuer, langsam zurückgeht. Dies hat vor allem zwei Ursachen. Auf der einen Seite der demografische Wandel und auf der anderen Seite der Rückgang der Gläubigerzahlen. In den nächsten Jahren rechnet man im Bistum Trier mit weiteren Einbußen auf der Einnahmeseite.
Wie sich die Einsparungen ab dem Jahr 2013 bemerkbar machen werden, bleibt abzuwarten. Immerhin gehört das Bistum Trier zu einem der größten Dienstleister in der Region.
Trotz aller vielleicht trüben Aussichten, gilt es in diesem Jahr erst einmal die Heilig-Rock-Wallfahrt zu genießen.