Sensationeller Fund: Römisches Gräberfeld in Trier entdeckt

Bei den Ausgrabungsarbeiten für die Erweiterung der Schleuse ist ein Römisches Gräberfeld in Trier entdeckt worden.

Eigentlich soll an der Stelle Nahe der Mosel ein Altarmsee zur Erweiterung der Schleuse angelegt werden, doch was nun bei den Grabungen zum Vorschein kam dürfte die Herzen der Archäologen höher schlagen lassen: Rund 130 Gräber mitsamt Beigaben wurden auf dem römischen Gräberfeld in Trier gefunden. Das freigelegte Gräberfeld soll über einen Zeitraum von 300-400 Jahren und zwar von ca. 30 v.Chr. bis 350 n.Chr. genutzt worden sein, was eine besonders lange Zeit für eine solche Gräberstätte ist.

Am Mittwoch wurde erstmals ein rund 2 Tonnen schwerer Sarkophag geöffnet. Neben dem Skelett seien dort auch Reste von Glasgefäßen gefunden worden. An den gefundenden Glasresten lasse sich die Entwicklung der Bevölkerung erkennen, die von Zeit zu Zeit immer römischer wurde. Legte man anfangs noch handegformte Schüsseln und keltische Eisenschwerter bei, waren es später römische Amphoren, Öllämpchen und Gefäße. Bescheidene Glasgefäße deuten dagegen auf die Spätzeit hin. Fraglich ist jedoch noch die Herkunft der Leute, die auf dem Gräberfeld noch teilweise vor Gründung der Stadt Trier (16 v. Chr.) begraben wurden. Man vermutet, dass sie von einem nahegelegenen Gehöft stammen.

Bereits vor einigen Jahren waren auf dem Gebiet vereinzelte Scherben aus römischer Zeit gefunden worden. In Vorbereitung auf die Ausgrabungen des Altarmsees war die Fläche bereits im Jahr 2012 archäologisch untersucht worden. Dass man nun jedoch ein solch großes und rätselhaftes römisches Gräberfeld in Trier freilegt, damit hat niemand gerechnet. Die archäologischen Arbeiten sollen noch bis November andauern und dann im nächsten Jahr fortgeführt werden.