Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Trier 2012 stabil gewesen

Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Trier 2012 stabil gewesen

Die Agentur für Arbeit in Trier ist mit dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr sehr zufrieden gewesen. Das Jahr 2012 sei für die Großregion sehr stabil gewesen. Auch wenn die Unternehmen in diesem Jahr nach Prognose der Agentur für Arbeit in Trier verhaltener agieren werden, ist man bei der Arbeitsagentur dennoch optimistisch, die Arbeitslosenzahlen auf einem ertragbaren Niveau in Trier zu halten.

Die Agentur für Arbeit in Trier hat in dieser Woche erste Zahlen zum Jahr 2012 veröffentlicht und gleichzeitig den regionalen Arbeitsmarkt analysiert. Die Analyse hat ergeben, dass die wirtschaftliche Situation in Trier stabil ist. Auch der Arbeitsmarkt verhalte sich im Großen und Ganzen stabil. Im Frühjar 2012 waren ungefähr 160.000 Menschen in der Region Trier beschäftigt. Auf das ganze Jahr 2012 berechnet, haben sich ungefähr 10.500 Menschen in der Region arbeitslos gemeldet. Damit lag die mittlere Arbeitslosenquote bei 3,9 Prozent. Bei der Agentur für Arbeit in Trier führt man vor allem die wirtschaftlich stabile Lage an. Sie habe zu einem soliden Arbeitsmarkt beigetragen. Hinzu käme, dass die Unternehmen in der Region sehr gut wirtschaften. Aus der Agentur für Arbeit in Trier heißt es, dass die Unternehmen in Trier ihre Fachkräfte halten können und darüber hinaus in der Lage sind, neue Nachwuchskräfte an Land zu ziehen.

Viel Dynamik auf dem Trierer Arbeitsmarkt

Losgelöst von den absoluten Zahlen des Trierer Arbeitsmarkt, hat die Agentur für Arbeit auch in diesem Jahr wieder einige Dynamik bei den Arbeitslosenzahlen registriert. Über das gesamte Jahr 2012 hinweg haben sich ungefähr 37200 Menschen arbeitslos gemeldet. 36400 Trierer Bürger haben im Laufe des letzten Jahres eine neue Arbeitsstelle gefunden und angenommen.

Für das laufende Jahr 2013 hat die Agentur für Arbeit in Trier eine leicht optimistische Prognose aufgestellt. Es werde weiterhin stabil bleiben auf dem Trierer Arbeitsmarkt, auch wenn die Firmen und Unternehmen der Region wohl verhaltener agieren werden. Im Frühjahr des Jahres 2012 waren 156.780 Menschen sozialversicherungspflichtig. Damit konnte das Rekordhoch aus dem Jahr 2011 leicht übertroffen werden. Auch 2013 soll dieser Wert in Trier nicht viel geringer ausfallen.

Arbeitslose sollen zu Erziehern in Kindergärten umgeschult werden

Umschulung für Arbeitslose zu Erziehern

Die Bundesagentur für Arbeit in Trier plant, Arbeitslose in Zukunft zu Erziehern in Kindergärten umzuschulen. Hierfür soll qualifizierten Arbeitslosen angeboten werden, eine entsprechende Ausbildung in diese Richtung zu machen. Allerdings ist das Projekt nicht überall unumstritten.

Die Bundesagentur für Arbeit in Deutschland sucht anscheinend händeringend nach neuen Möglichkeiten, Langszeitarbeitslose wieder auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Zunächst plante man, Langzeitarbeitslose in Pflegeheimen einzusetzen. Nun hat man diesen Gedanken allem Anschein wieder verworfen und diskutiert stattdessen die Umschulung der Arbeitslosen zu Erziehern in Kindergärten. Auch in der Region Trier sollen Langzeitarbeitslose auf diese Weise wieder eine Arbeit finden. Hartz-IV-Empfänger mit Realschschulabschluss sollen in Kindergärten eingesetzt werden. 800.000 solcher Langzeitarbeitslosen gibt es in Deutschland, 1300 in der Region. Doch natürlich seien nicht alle trotz des Schulabschlusses für den Beruf des Erziehers geeignet, sagt Thomas Mares von der Trierer Arbeitsagentur. Die Agentur prüft daher, wie viele der insgesamt 10.000 Arbeitslosen, darunter auch solche, die erst seit kurzem keinen Job mehr haben, in der Region für Umschulungen infrage kommen. Diese sollen gezielt angesprochen werden. Für eine Ausbildung wurden laut Mares in den Erzieherklassen der Berufsschulen in Trier und Prüm bereits zusätzliche Plätze geschaffen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht allerdings die Pläne der Arbeitsagentur für Arbeit eher kritisch. Vertreter der Gewerkschaft haben schon angekündigt, dass man sich auf jeden Fall an der regulären Ausbildung der Erzieher in Kindergärten orientieren muss. Es wurde weiterhin davor gewarnt, Erzieher mit schlechter Ausbildung zum Einsatz zu bringen. Gerade Kinder im herkömmlichen „Kindergarten-Alter“ sind besonders anfällig für schlechte Einflüsse. Aus diesem Grund müssen die Erzieher eine grundsolide Ausbildung und die richtigen Fähigkeiten aufweisen.

Gewerkschaft bezweifelt Kandidaten für Berufsbild

Die Gewerkschaft zweifelt ferner an den möglichen Kandidaten, die bereit und geeignet sind, eine Umschulung zum Erzieher in den Kindergärten zu machen. Auch das Bistum Trier, das in der ältesten Stadt Deutschlands einige Kindergärten finanziert und am Leben hält, warnte vor schnellen Entschlüssen. Die rheinland-pfälzische Familienministerin Irene Alt (Grüne) begrüßt den Vorstoß der Arbeitsagentur. Unterschiedliche berufliche Hintergründe könnten bereichernd sein für Kitas, sagte Alt gegenüber regionalen Medien.