Trierer Arbeitsmarkt: Studie lässt Klaus Jensen „schwärmen“!

Trierer Arbeitsmarkt: Studie lässt Klaus Jensen „schwärmen“!

Kurz vor Weihnachten hat sich der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen mit einer Studie zum Trierer Arbeitsmarkt selbst beschenkt: In der letzten öffentlichen Sitzung stellte der OB in Trier die aktuellen Zahlen einer Studie zum Trierer Arbeitsmarkt vor. In dieser wurde der Trierer Arbeitsmarkt in einem Zeitraum von 2008 bis 2011 beobachtet. Erstmals werden die Stadtbezirke genau berücksichtigt.

Es herrscht faktisch Vollbeschäftigung in Trier, zumindest wenn man dem Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen und einer neuen Studie, die von dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik erarbeitet worden ist. In einem Zeitraum von 2008 bis 2011 hat die Behörde den Trierer Arbeitsmarkt genau unter die Lupe genommen. Erstmals hatte das Amt für Stadtentwicklung und Statistik auch die einzelnen Stadtbezirke unterschieden, um auf diese Weise mehr Rückschlüsse über die Arbeitslosen ziehen zu können. Oberbürgermeister Klaus Jensen stellte die Ergebnisse der Studie in dieser Woche erstmals der Öffentlichkeit vor. Insgesamt steht der Trierer Arbeitsmarkt sehr gut da.

Faktische Vollbeschäftigung in Trier

Der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen hat ausgeführt, dass die Studie der Stadt Trier von einer faktischen Vollbeschäftigung spricht. Demnach weist die Stadt Trier eine der besten Arbeitslosenquote der Bundesrepublik Deutschland auf. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf die Arbeitslosenzahlen in Trier. Eines wird nämlich durch die Studie auch sichtbar: Während es Gruppen gibt, die nur kurz arbeitslos sind, gibt es auch Menschen, die aus ihrer Arbeitslosigkeit nicht mehr herausfinden und dies sollte einer Gesellschaft, die durchlässig für alles und jeden sein möchte, zu denken geben. So hat die Studie in Trier bewiesen, dass die Quote der Langzeitarbeitslosen über die Jahre genauso stabil geblieben ist, wie die Arbeitslosenquote für Ausländer oder Arbeitslose über 55 Jahre. Es scheint sich also in Trier eine Schicht aus Arbeitslosen kontinuierlich herauszubilden, die nicht mehr aus dem System „ohne Arbeit“ herauskommen.

Auseinanderdriften der Gesellschaft in Bezug auf den Arbeitsmarkt

Auch auf dem Trierer Arbeitsmarkt zeigt sich das Phänomen einer auseinanderdriftenden Gesellschaft. Während gut ausgebildete Arbeitskräfte in Trier grundsätzlich keine Angst vor der Arbeitslosigkeit haben müssen, gibt es auch Menschen, die keine Aussichten auf ein Leben mit Arbeit zu haben scheinen. Dies ist umso misslicher, da auch in Trier immer noch offene Stellen zu vergeben wären.
Es scheint sich also auch in Trier eine sozial benachteiligte Schicht herauszubilden, aus der man ohne staatliche Hilfe nicht mehr herauszukommen scheint.

Die Aufgaben der Politik

Auch wenn der Trierer Arbeitsmarkt nach der Studie sehr gut aufgestellt scheint, werden einige wichtige Aufgaben an die Stadt Trier durch eben diese Ergebnisse formuliert. Die einzelnen Stadtbezirke zeigen erhebliche Unterschiede in Bezug auf die Arbeitslosenquote der Bevölkerung. So sind in Trier-West beinahe durchschnittlich über die Jahre über zehn Prozent der Menschen arbeitslos. In anderen Bezirken liegt dieser Wert gerade einmal bei zwei oder deutlich weniger Prozent. Hier muss vor allem die Stadtentwicklung einen Schritt nach vorne machen. Aber auch die anhaltende Problematik auf dem Luxemburger Arbeitsmarkt könnte Trier in naher Zukunft treffen. Derzeit gibt es eine Jugendarbeitslosigkeit in Luxemburg von 20 Prozent. Außerdem hat die Studie ergeben, dass viele Fachkräfte aus der Region Trier abwandern, da sie keine ausreichende berufliche Zukunft für sich sehen. Die Studie des Amts für Stadtentwicklung und Statistik hat folglich nicht nur Positives, sondern auch viele alte neue Probleme verbalisiert.

Arbeitsmarkt Trier: Fachkräftemangel droht

Arbeitsmarkt Trier: Fachkräftemangel droht

In dieser Woche hat die Stadtverwaltung Trier zum ersten Mal die Arbeitslosenquoten für die einzelnen Stadtbezirke in Trier veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede im Stadtbild. Allerdings droht, unabhängig von den Ortsbezirken, ein Fachkräftemangel in Trier. Der Deutschlandtrend scheint sich hier auch auf die Stadt Trier zu übertragen.

In dieser Woche hat die Stadtverwaltung Trier neue Informationen zum Arbeitsmarkt in der Stadt an der Mosel freigegeben. Zum ersten Mal wurde für jedenen einzelnen Ortsbezirk eine eigene Arbeitslosenquote aufgestellt. Das Ergebnis hält im Grunde kaum Überraschungen bereit, wenn man sich im Stadtbild Trier etwas auskennt. Während in Eitelsbach nur 1,2 Prozent der Menschen ohne Arbeit sind, beträgt dieser Wert unter anderem in Trier-West beinahe zehn Prozent. Die Trierer, die auf Jobsuche sind, möchten am liebsten im Einzelhandel tätig werden. Die meisten Arbeitslosen in Trier nennen den Beruf „Verkäuferin“ als Wunschziel der Beschäftigung. Im Jahr 2011 gaben pro Monat durchschnittlich 373 Mal arbeitslose Frauen und Männer diesen Wunschberuf bei der Arbeitsagentur an. Im Monatsdurchschnitt waren im vorigen Jahr 2910 Trierer arbeitslos, was einer Quote von 5,5 Prozent entspricht. An zweiter Stelle hat sich der Berufswunsch Reinigungskraft etabliert. Das Angebot des Arbeitsmarkts kann hier nicht mithalten. Zwar ist auch hier der Beruf der Verkäuferin am häufigsten nachgefragt, aber an zweiter Stelle kommt die Kategorie „Tourismus-, Hotel- und Gasstättenberufe“.

Umweltschutz und Mathematik werden kaum nachgefragt

Schlusslichter bei Nachfrage und Angebot: Berufe im Umweltschutz, im Bereich Mathematik, Biologie, Chemie und Physik, Architektur sowie Geistes- und Wirtschaftswissenschaften. Die neuen Informationen, die am Donnerstag im Steuerungsausschuss Trier vorgestellt worden sind, sollen den kommunalen Politikern dabei helfen, die Wirtschaftspolitik in Trier besser anpassen zu können. Hierfür dient auch die ortsbezogene Erhebung der Arbeitslosenzahlen. In vielen Branchen droht vor allem der Fachkräftemangel, dem dringend etwas entgegen gehalten werden muss.