Bewohner der Ostallee drohen mit Klage vor Gericht

Anwohner in der Ostallee drohen mit Klage vor Gericht

Die Aral-Tankstelle in der Ostallee erhitzt weiterhin die Gemüter. Nachdem die „blaue Lagune“ im Jahr 2011 zu einem der wichtigsten politischen Themen in Trier geworden ist, droht auch noch in den kommenden Jahren die eine oder andere Diskussion. Anwohner in der Ostallee drohen nun offen mit einer Klage vor Gericht, wenn der Pachtvertrag, der nach 2012 gelten soll nicht erhebliche Auflagen beinhaltet.

Im vergangenen Jahr war die Aral-Tankstelle in der Ostallee in Trier das politische Thema, das die Bürger in der Region bewegt hat. Zweifelslos war die „blaue Lagune“ 2011 das „Trierer Stuttgart 21“. Diskutiert wurde unter anderem über eine Verlängerung des Pachtvertrages über das Jahr 2012 hinaus. Die Meinungen waren vielfältig und vor allem eigene Interessen bewegten die vielen unterschiedlichen Parteien. Dabei schien die Sache schon im Jahre 2009 entschieden worden zu sein. In einer damals nichtöffentlich gemachten Entscheidung hatte sich die Ausschusssitzung gegen eine Verlängerung des Pachtvertrages ausgesprochen. Erst im letzten Jahre wurde die Diskussion auf ein Neues belebt, als die Öffentlichkeit von der Schließung der Aral-Tankstelle erfuhr. Auch der Betreiber machte mobil und es gründete sich sehr schnell eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die Tankstelle in der Ostallee zu erhalten. Da diese immer größeren Zuspruch durch die Bürger in Trier erfuhr, konnte es sich der Stadtrat nicht leisten, den eigentlich gefassten Entschluss in die Tat umzusetzen. Anscheinend fürchtete man plötzlich den Verlust von Wählerstimmen und sah sich gezwungen, die eigenen Fahnen schnell wieder in den „Wind zu hängen“. Böse Zungen behaupten, dass das eben gerade „Politik“ ist.

Anwohner drohen mit Klage vor Gericht

Wer allerdings dachte, dass das Thema nun vom politischen Tisch sei, der hat sich geirrt. Zwar wird die Stadt Trier mit dem Konzern Deutsche BP über einen neuen Pachtvertag für die Ostallee verhandeln, aber derweil sammelt sich in Gestalt der Anwohner, die in unmittelbarer Nähe zur Tankstelle wohnen, eine neue Gruppe „kritischer Stimmen“. Sie fühlen sich durch die Aral-Tankstelle in der Ostallee sehr belästigt. Sowohl Lärm, als auch Schmutz müssen die Hauseigentümer erdulden. Außerdem können sie es nicht verstehen, dass die Politiker ihre Meinung in diesem Ausmaße geändert haben. Auch sie fühlen sich in gewisser Weise von der Stadt Trier betrogen. Keineswegs wollen die Anwohner der Ostallee eine Pachtverlängerung ohne Gegenmaßnahmen hinnehmen. Sie drohen offen mit dem Einreichen einer Klage vor Gericht. Dafür haben sie sich bereits mit einem Präzedenzfall auseinandergesetzt.
Vor allem der Alkoholverkauf wird von den Anwohnern stark kritisiert. Oft werde man durch betrunkene Menschen genervt und belästigt. Selbst an Weihnachten habe es solche Vorfälle an der Aral-Tankstelle in der Ostallee gegeben. Im Gespräch könnte nun eine Auflage sein, die im Pachtvertrag vermerkt werden würde. Demnach soll es der Tankstelle in Trier dann nicht mehr möglich sein, in der Nacht alkoholische Getränke zu verkaufen. Einige Anwohner fordern ebenfalls eine komplette Schließung der Aral-Tankstelle in der Nacht.
Wie sich das Thema weiter entwickeln wird, ist noch unklar.

Aral Tankstelle gewinnt!

Aral Tankstelle Ostallee, der Radweg ist vom Tisch

(glg)Am Samstagabend, beim TV-Forum zur Zukunft der Aral-Tankstelle an der Ostallee haben rund 100 Bürger vor Ort mit Vertretern der Stadtratsfraktionen, dem Tankstellenpächter und einem Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) diskutiert. Die Stadt will den Pachtvertrag der Tankstelle, die seit 57 Jahren an dieser Stelle ist, Ende 2012 auslaufen lassen, dagegen hat sich breiter Widerstand im Internet formiert, 4300 Menschen sind Mitglied der Facebook-Gruppe „Gegen die Schließung der Aral-Tankstelle Ostallee“
Schnell erkennt man, dass die Idee des Radwegs keinem der anwesenden Stadtratsmitglieder von CDU, SPD, FDP, FWG und Grünen als Lösung vorschwebt, auch ADFC-Vertreter Fabian Bauer sagt: „Einen Radweg können wir uns hier schwer vorstellen.“
Ein anderer Aspekt sorgte für hitzige Debatten es wurde die nächtliche Lärmbelästigung durch betrunkene Jugendliche diskutiert. Als mögliche Lösungen des Problems; ein Verkaufsverbot für Alkohol nach 22 Uhr und/oder Mitarbeiter des Ordnungsamts auf Streife zu schicken.
Hier schwappten die Emotionen teilweise über, jede Position hatte Ihre Anhänger.
Lothar Schmitz, der Pächter betonte, dass der Hauptumsatz nicht durch Alkohol gemacht wird. Die Kundschaft reiche vom Penner bis zum Millionär.
Außer dem Ortsvorsteher und Grünen-Stadtratsmitglied Dominik Heinrich, der die „Aufwertung des Alleenrings als Ganzes“ anstrebt, waren sich die Vertreter der anderen Parteien einig darüber, dass das Thema im Dezernatsausschuss IV am 27. Oktober erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden muss. Wie es dann mit der Tankstelle weitergeht werden wir dann nach der nichtöffentlichen Sitzung erfahren.