US-Streitkräfte verlassen Baumholder

Baumholder: US-Soldaten sind abgezogen

An diesem Dienstag sind 5.500 US-Soldaten aus der bisher größten deutschen Garnisonsstadt Baumholder ausgezogen. Die amerikanischen Soldaten wurden mit einer feierlichen Zeremonie in Baumholder verabschiedet. Die Streitkräfte werden anderen Stützpunkten in Europa zugeteilt. Baumholder wird in Zukunft nur noch 2.500 Soldaten beherbergen.

An diesem Dienstag haben 5.500 amerikaische Soldaten die Garnisonsstadt Baumholder im Kreis Birkenfeld verlassen. Bisher hatte es sich bei Baumholder in der Nähe von Trier um die größte Garnisonsstadt in Deutschland gehandelt. Dies wird sich nun ändern, denn die Unterkünfte werden zukünftig nur noch 2.500 Soldaten aus den USA beherbergen. Es wird sich bei dieser neuen Einheit um eine Logistikabteilung der amerikanischen Streitkräfte handeln. Die Kampfeinheit wird aufgelöst, die Soldaten werden anderen Verbänden zugeteilt, wie ein Sprecher der US-Garnison sagte. Hintergrund der Verlegung der amerikanischen Truppen sind die Sparmaßnahmen der US-Regierung um Präsident Obama. Viele amerikanische Stützpunkte in Europa sollen entweder aufgegeben oder zusammengelegt werden. Auf diese Weise erhofft man sich in Amerika Einsparungen in Millionenhöhe. Mit Familien und Zivilisten lebten bisher rund 13 000 Amerikaner in und um Baumholder, rund 600 Bundesbürger arbeiteten auf der Airbase. Insgesamt ziehen die USA zwei schwere Infanteriebrigaden aus Deutschland ab, betroffen ist auch die 172. Brigade mit Teileinheiten in Grafenwöhr und Schweinfurt.

 

Das amerikanische Militär zieht langsam ab

Die Amerikaner ziehen langsam aus der Großregion ab

Im Zuge der neuen Sparpläne des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika werden auch Soldaten aus Deutschland abgezogen. Vor allem die Großregion wird mit Umstrukturierungen zu rechnen haben.

Sowohl in Spangdahlem, als auch in Baumholder werden in der nächsten Zeit amerikanische Truppen abgezogen werden und den Weg entweder nach Hause oder auf einen anderen Stützpunkt antreten. Hintergrund dieser Entscheidung sind die Sparpläne aus Washington. Der Verteidigungsminister Robert Gates möchte in den nächsten Jahren deutlich weniger Geld für das amerikanische Militär ausgeben. Ob diese Entwicklung langfristig Erfolg haben wird, werden wohl erst die Wahlen im nächsten Jahr entscheiden können. Dort wird sich Barack Obama aller Voraussicht nach einem extrem konservativen Gegner gegenüberstehen. Diese sind in der Regel durchaus für das amerikanische Militär empfänglich, dass immerhin gerade im 20. Jahrhundert das Aushängeschild der einstigen Supermacht gewesen ist.

In Spangdahlem wird die A-10- Staffel abgezogen werden. Dieser Flugzeugtyp wird für Bombenangriffe benutzt. Zuletzt sorgte im Jahr 2011 ein Absturz einer solchen Maschine für kräftige Diskussionen in Deutschland. Die insgesamt 18 Maschinen, die die Staffel ausmachen, sollen bereits im nächsten Jahr vollständig aus Spangdahlem abgezogen sein. Darüber hinaus werden ebenfalls über 500 Soldaten das Lager verlassen und in einen anderen Stützpunkt verlegt werden. Neben der A-10-Staffel ist auch noch eine F-16-Kampfstaffel in Spangdahlem stationiert. Diese soll nach Angaben des amerikanischen Verteidigungsministeriums aber erst einmal in Deutschland bleiben.

Eher noch als die A-10-Staffel sollen die rund 4000 Soldaten, die derzeit in Baumholder stationiert sind, das Land verlassen. Bereits im Sommer soll die Anlage geräumt werden.
Die amerikanischen Militärstützpunkte sorgen in der Region vor allem für Arbeitsplätze. So sind in Spangdahlem 800 Zivilangestellte beschäftigt. In Baumholder haben die Soldaten mit ihren Familien vor allem den Immobilienmarkt gestützt. Der Abzug vieler amerikanischer Truppen trifft deshalb auch nicht wenige Unternehmen, die von den Soldaten profitiert haben.