Ungefähr fünf Stunden dauerte die Anhörung am Freitagabend vor dem DFB-Kontrollausschuss in Frankfurt. Ein Ergebnis gab es bisher nicht.

Die Anhörung am Freitagnachmittag vor dem DFB-Kontrollausschuss in Frankfurt bezog sich auf den Vorwurf des Spielers von Eintracht Trier, Jeremy Karikari, gegen die beiden Spieler der Sportfreunde Lotte Martin Hess und Christian Schlösser, während der Regionalligapartie am 10.12.2011 im Trierer Moselstadion rassistisch beleidigt worden zu sein.

Aus Trier reisten zu dieser Anhörung die Spieler des SV Eintracht Trier, Jeremy Karikari, Ahmet Kulabas, Thomas Drescher, Oliver Stang und Alon Abelski in Begleitung von Eintracht Geschäftstellenleiter Dirk Jacobs und den beiden Trierer Anwälten Justizrat Roderich Schmitz und Rechtsanwalt Günther Maximini aus der Kanzlei König an.

Aus Lotte kamen Manfred Wilke und der Betreuer Detlef Lauter, sowie die Spieler Hess, Schlösser, Henning Grieneisen, Sebastian Zinke und Guglielmo Maddente.

Laut Karikari sollen von Seiten der Lotter Spieler, speziell von den beiden Spielern Hess und Schlösser üble rassistische Beschimpfungen gegenüber des Trierer Spielers gefallen sein. Dies bestätigten auch die  Trierer Mitspieler glaubhaft, welche das Tatgeschehen aus unmittelbarer Nähe mitbekommen haben. Von Seiten Lottes beklagt man dagegen, dass Karikari den Spieler Martin Hess längere Zeit nach Spielende geschlagen haben soll.

In der 5-stündigen Verhandlung wurden alle Beteiligten einzeln im Tagungsraum „Helmut Schön“ in der DFB-Zentrale angehört. Der Schiedsrichter Michael Weiner, welcher die Partie geleitet hatte, war nicht zugegen, wurde jedoch während der Anhörung aus seinem Sonderbericht zum Spiel zitiert. Da die Anhörung scheinbar zu keinem klaren Ergebnis führte, möchte der Kontrollausschuss nun Videoaufnahmen des Spiels auswerten und hofft, so neue Erkenntnisse zu dem Vorfall gewinnen zu können, und die Zeugenaussagen mit dem Videomaterial abzugleichen.

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