Steigende Strompreise 2012 in Deutschland

Im kommenden Jahr müssen sich die Menschen in Deutschland darauf einstellen, dass die Strompreise sehr stark steigen werden. Im Jahr 2013 müssen zunächst einmal 5,3 Cent pro Kilowattstunde für die Ökostromförderung bezahlt werden. Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht viel erscheint, kommen zu diesen Kosten noch die Netzentgelte hinzu, die ebenfalls steigen werden. Es drohen böse Überraschungen.

Der Strom in Deutschland wird im kommenden Jahr für die Haushalte deutlich teurer werden. Schuld daran ist unter anderem die Ökostrom-Umlage, die von derzeit 3,59 Cent je Kilowattstunde auf 5,27 Cent je Kilowattstunde angehoben werden wird. Für den durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden könnte laut Vergleichsportal toptarif.de die Umlage mit Mehrwertsteuer damit von 149,61 Euro auf 219,50 Euro steigen. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von 6500 Kilowattstunden werden 407,63 Euro statt derzeit 277,84 Euro im Jahr fällig. In diesem Fall steigen die Strompreise alleine aufgrund der Ökostrom-Umlage um ungefähr 130 Euro.

Die Ökostrom-Umlage

Die Ökostrom-Umlage ist in Deutschland längst nicht unumstritten, denn letztendlich bezahlen die Verbraucher die Investitionen mit, die eigentlich die Energiekonzerne selbst zu tragen haben. Mit der Ökostrom-Umlage werden feste Vergütungssätze für Betreiber von Wind- und Solarparks, Biogasanlagen und Wasserkraftwerken bezahlt. Allerdings wurden in den letzten Jahren immer mehr solcher Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland aufgestellt. Aus diesem Grund reicht die bisherige Ökostrom-Umlage nicht aus und muss daher 2013 erhöht werden. Die Erhöhung fällt um satte 50 Prozent aus. Die Kunden des Stromnetzes zahlen an dieser Stelle wohl die Rechnung für die überstürzte Energiewende, die die Bundesregierung aufgrund eines Unglücks in Japan kurzerhand beschlossen hat und die danach als „alternativlos“ bezeichnet werden musste. Anhand der vielen Überschwemmungen und Erdbeben, die Deutschland in den letzten Jahren heimgesucht haben, sicherlich ein nachvollziehbarer Schritt.

Große Unternehmen sind von der Umlage befreit

Die Erhöhung der Ökostrom-Umlage trifft indessen große Unternehmen nicht, denn solche sind von diesen Kosten befreit. Selbstverständlich findet sich auch hier ein einleuchtende und „alternativlose“ Begründung, die von der Bundesregierung nur zu gerne publiziert wird. Man kann den großen Konzernen und Unternehmen in Deutschland die Ökostrom-Unlage nicht zumuten, weil sie sonst nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Stattdessen lässt man lieber die Endverbraucher für alle bezahlen. Sie stehen schließlich nicht im Wettbewerb mit Familien aus China, Indien oder sonstigen Ländern. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass die Strompreise in Rheinland-Pfalz in den letzten sieben Jahren laut dem Statistischen Landesamt um fast 50 Prozent gestiegen sind. Zum Glück gibt es nach oben keine Grenzen.

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