Gegner des Anti-Piraterie-Abkommens zogen am Samstag durch die Trierer Innenstadt.

In vielen deutschen Städten wird derzeit gegen das Anti-Piraterie-Abkommen „ACTA“ (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) demonstriert. Für Samstag waren in über 50 Städten der Bundesrepublik Demonstrationen angekündigt worden, darunter auch in Trier.

Per Flyer und über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter waren die Leute aufgerufen worden, sich an der Stop ACTA Demonstration zu beteiligen.

Um 14 Uhr versammelten sich die Demonstranten auf dem Porta Nigra Vorplatz. Von dort zogen sie dann durch die Trierer Innenstadt, über den Hauptmarkt, zum Kornmarkt und von dort wieder zurück zum Hauptmarkt. Knapp 800 Personen hatten sich über Facebook zu der Veranstaltung „Stop ACTA Trier – Gemeinsam mit ganz Europa für Informationsfreiheit!“  angemeldet, geschätzte 300 nahmen an der Demo teil. Mit kreativen Transparenten und lauten „Stop acta“ Rufen bewegte sich der Zug durch die Trierer Innenstadt. Einige Demonstranten trugen eine Guy Fawkes- Maske, das Symbol der Netzaktivisten und Hacker-Gruppe „Anonymous“.

Mit den deutschlandweiten Demonstrationen möchte man die Unterzeichnung des ACTA Abkommens verhindern, das vorrangig Produk- und Markenpiraterie verhindern soll. Die Problematik sehen die Gegner des Abkommens jedoch in den Auswirkungen des Vertrags und in einer möglichen Einschränkung der Meinungsfreiheit im Internet.

Als Vorbild für die deutschen Demonstrationen gilt Polen, wo schon seit mehreren Wochen gegen das ACTA Abkommen demonstriert wird. Hier hatten die Demonstranten mit der Stop ACTA Bewegung Erfolg: Premier Ronald Tusk hatte die Ratifizierung von ACTA verweigert.

In Deutschland möchte man dem Vertrag vorerst nicht zustimmen. Die Demonstranten wollen dennoch weiter auf die Problematik aufmerksam machen, damit das Interesse an der Diskussion geweckt wird und nicht nachher doch heimlich ratifiziert wird.

 

 

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