Stephan Ackermann fordert Reformen der katholischen Kirche

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat in einem Interview in dieser Woche Reformen der katholischen Kirche indirekt gefordert. Er stellte fest, dass die katholische Kirche auch die Pflicht habe, sich den Umständen der jeweiligen Zeit anzupassen. Vor allem im Bereich der Geschiedenen und der Wiederverheirateten sieht der Trierer Bischof dringenden Nachholbedarf.

Zu alt, zu konservativ, zu verstaubt-das sind nur wenige Äußerungen, die von vielen Menschen in Bezug auf die Katholische Kirche gemacht werden. Seit Jahren sinken die Zahlen der deutschen Bürger in den Kirchengemeinden. Vor allem die Katholische Kirche hat mit verschiedenen Identitätsproblemen zu kämpfen. Viele Menschen können gerade in der Katholischen Kirche keine Entwicklung erkennen. Neue Lebensentwicklungen und Veränderungen der Sozialstruktur in den verschiedenen Ländern werden einfach ignoriert. Der Papst predigt seit Jahrhunderten ein und dasselbe Wort in der Hoffnung, dass sich weder die Menschen, noch das Leben jemals ändert. Die Katholische Kirch geht davon aus, Werte vertreten zu müssen, die in Stein gemeißelt erscheinen. Dabei scheint nur eine Sache sicher zu sein: Die Katholische Kirche hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich „überlebt“. Der Bischof Stephan Ackermann scheint diese Ansicht mittlerweile teilen zu können, denn in dieser Woche gab der Trierer Bischof des Bistums Trier in einem Interview zu, dass die Kirche unbedingt Reformen durchführen muss.

Geschiedene müssen stärker unterstützt werden

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann stellte in dem Interview klar, dass die Katholische Kirche keineswegs unabhängig von der jeweiligen Zeitepoche lebe. Vielmehr müsse auch sie sich auf die modernen Einflüsse einer Gesellschaft einstellen, ohne jedoch anerkannte Werte zu vernachlässigen. Der Bischof aus Trier verwies vor allem auf dem Umgang der Kirche mit Geschiedenen und Wiederverheirateten. Auch wenn die Ehe ein heiliges Institut vor Gott ist, müsse man Geschiedene und Wiederverheiratete in der Katholischen Kirche als Mitglieder integrieren. Wie das aussehen kann, das weiß auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann nach eigenem Bekunden nicht. Dennoch glaubt er, dass man dies im Dialog erarbeiten könne, sofern die Mächte der Kirche reformwillig sind.

Reformpläne seit 2011 „in Arbeit“

Die Katholische Kirch führt seit 2011 einen sogenannten Reformdialog mit Laien. Auch in Bezug auf diesen, der bisher bis 2015 angesetzt ist, fordert der Trierer Bischof Stephan Ackermann konkrete Ergebnisse. Bis jetzt scheinen noch nicht viele konkrete Ergebnisse vorzuliegen.
Auch der Bischof Stephan Ackermann stellte am Ende des Interviews klar, dass es nicht darum gehe, die Katholische Kirche komplett zu modernisieren, auch wenn dies aus Sicht vieler Menschen notwendig wäre. Insgesamt darf man an der Reformbereitschaft der Mächtigen, allen voran von Papst Benedikt XVI., zweifeln.

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