Hohe Brandschutzkosten für die Stadt Trier

Während das Land Rheinland-Pfalz immer mehr auf die Schuldenbremse tritt, steigen die Ausgaben für die Stadt Trier dadurch deutlich an. Vor allem die Umbaumaßnahmen in Bezug auf die Brandschutzverordnungen an Trierer Schulen werden in Zukunft wohl nicht mehr in dem bisherigen Rahmen bezuschusst werden. Dieses Problem stellt sich nun erstmals bei den geplanten Umbaumaßnahmen an dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier.

Das Land Rheinland-Pfalz hat angekündigt, in Zukunft die eigenen Ausgaben deutlich reduzieren zu müssen. Vor allem die Zuschüsse an die unterschiedlichen Städte sollen deutlich gekürzt werden. Dies betrifft auch die Stadt Trier. Vor allem Umbaumaßnahmen an Trierer Schulen sollen nicht mehr derart stark bezuschusst werden wie das noch in den letzten Jahren üblich gewesen ist. Viele Schulen werden unter diesen Kürzungen leiden, denn bei vielen Trierer Schulen sind Sanierungsarbeiten unvermeidlich. Oberbürgermeister Klaus Jensen hat inzwischen zugegeben, dass die Kosten für die Stadt Trier alleine nicht zu bewerkstelligen sind. In Trier ist man auf die Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz angewiesen.

Umbaumaßnahmen am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier

Aktuell stehen vor allem Umbauarbeiten am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier an. Dort müssen aufgrund brandschutzrechtlicher Gründe einige Umbauten durchgeführt werden. In den kommenden Sommerferien soll am FWG Trier eine neue Fluchtreppe, Brandschutzdecken und Schotten installiert werden. Diese Arbeiten werden wohl Kosten in Höhe von 694.000 Euro verursachen. Bis jetzt hat das Land Rheinland-Pfalz in solchen Fällen 65 Prozent der Kosten bezuschusst. Dies gilt aber jetzt als ungewiss. Sollte das Land diese Unterstützung versagen, müsste die Stadt Trier, die selbst sehr hoch verschuldet ist, diese Kosten alleine tragen. Mittlerweile hat die Landesregierung den Schwellenwert für Zuschüsse von 125.000 Euro auf 200.000 Euro erhöht.
Neben den Schulen sind vor allem auch Kindertagesstätten betroffen. Weil diese immer mehr Kinder aufnehmen sollen, die zudem immer jünger werden, gelten auch hier besondere Brandschutzbedingungen.
Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ADD, die für die finanzielle Aufsicht in Trier zuständig ist, hält sich in diesen Fragen bis lang bedeckt. Angeblich sollen die Zuschüsse für 2012 bereits abgenommen und voll genehmigt sein. Einzig die finanzielle Unterstützung ab dem Jahr 2013 steht noch unter einem großen Fragezeichen.

Auch das Theater Trier muss umfangreich umgebaut werden. Die Feuerwehr in Trier hat die Brandschutzvorkehrungen deutlich kritisiert und hat Verbesserungen auf diesem Gebiet gefordert. Allerdings fällt das Theater Trier unter die Kategorie „freiwillige Angebote der Stadt Trier“. Aus diesem Grund wird das Land Rheinland-Pfalz hier wohl keine finanzielle Hilfeleistung mehr erbringen. Die Umbaumaßnahmen am Theater Trier könnten bis zu zwei Millionen Euro kosten. Wenn die Stadt Trier diese Summe nicht stemmen kann, droht auch im schlechtesten Fall die Schließung.

Zur Zeit keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine eMailadresse wird nicht veröffentlicht.