Trier diskutiert weiter über den Erhalt der Skaterhalle in Euren

Seitdem bekannt gegeben wurde, dass die Stadt Trier plant, die alter Skaterhalle in Trier-Euren abzureißen, um dort eine neue Wohnlandschaft zu errichten, wird auf politischer Ebene diskutiert, in welchem Maße für Ersatz gesorgt werden muss. Nicht wenige vertreten die Meinung, Abstand von dem Bauvorhaben zugunsten der Skaterhalle und den damit verbundenen Jugendlichen zu nehmen. Allerdings kämen auf die Stadt Trier enorme Kosten zu.

In der vergangenen Woche wurde bekannt gegeben, dass die Skaterhalle in der Aachener Straße in Trier-Euren abgerissen werden soll, damit die Stadt dort eine neue Wohnlandschaft errichten kann. Seit dieser Beschluss den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat, diskutieren sowohl die Skater selbst, als auch etliche kommunale Politiker über den Verbleib der Halle.
Die Skaterhalle befindet sich in einem alten Supermarktgebäude in der Aachener Straße in Trier-Euren. Im Jahr 2009 wurde dieses Gelände der Skaterszene zur Verfügung gestellt, die sich den alten Supermarkt in völliger Selbstständigkeit herrichtete. Es entstand das Projekt X.
Allerdings war von Anfang an klar, dass die Skaterhalle nur so lange Bestand haben kann, bis die Stadt Trier einen Investor findet, um den alten Supermarkt abzureißen und das Areal neu zu bebauen. Dieser Umstand ist nun nach zwei Jahren eingetreten. Der Bebauungsplan 74 sieht vor, dass in der Aachener Straße neue Wohnungen erschlossen werden. Dennoch sind einige kommunale Politiker wohl über das erbrachte Engagement der Jugendlichen beeindruckt und fordern deshalb, dass sich Dezernentin Simone Kaes-Torchiani entweder für den Erhalt der Skaterhalle oder für eine Alternativlösung ausspricht. Beide Wege würden die Stadt Trier erheblich viel Geld kosten. Sollte die Halle nicht abgerissen werden, so ist eine formale Nutzungsänderung notwendig. Dies bedeutet, dass sich Feuerwehr, Statik und Bautechnik mit der Skaterhalle auseinandersetzen müssen. Der alte Supermarkt müsste auf seine dauerhafte Tauglichkeit und seine Sicherheit untersucht werden. Außerdem wäre wohl die ein oder andere Ausbesserungsmaßnahme wichtig und geboten. Natürlich heißt das nicht, dass die Skaterhalle im Moment gefährlich ist.
Auch eine Alternativlösung würde die Stadt Trier eine Menge Geld kosten. Es ist nicht einfach überhaupt eine neue angemessene Halle zu finden. Diese müsste wieder aufwendig hergerichtet werden. Schließlich müsste die Stadt vermutlich eine nicht unerhebliche Summe an Mietkosten stemmen.
Die Grünen haben noch einen anderen Blick auf das Problem geworfen. Sie sehen in der Skaterhalle vor allem einen wichtigen Beitrag zur sozialen Förderung der Jugendlichen. Aus diesem Grund richteten sie einen Antrag an die Dezernentin für Jugend und Soziales, Bürgermeisterin Angelika Birk. Sie müsse versuchen mit den Jugendlichen aus der Skaterszene ein tragbares Konzept zu entwickeln. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Streit letztlich entwickeln wird. Die Skaterhalle in der Aachener Straße könnte 2012 den Platz der Tankstelle in der Ostallee aus dem letzten Jahr einnehmen.

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