Skatehalle soll einem Wohngebiet weichen

Seit 2009 wird der ehemalige Supermarkt in Trier-West als Skatehalle für Jugendliche und Sportbegeisterte benutzt. Nun schein das Projekt vor dem Aus zu stehen, denn  die Stadt Trier plant dort anscheinend ein Wohngebiet. Ausweichmöglichkeiten werden zwar gesucht, stehen aber leider noch nicht in Aussicht.

Im Sommer 2009 wurde das sogenannte Projekt X ins Leben gerufen. Auf Initiative des Jugendhilfevereins Palais und der freien Skaterszene ermöglicht die Stadtverwaltung das Errichten einer Skatehalle für alle Interessierten. Ein ehemaliger Supermarkt in Trier-West wird daraufhin in Eigenregie zu einem Paradies für Skateboarder, Inline-Skater und BMX-Fahrer umgebaut. Es entsteht ein Parcours, der bis heut von den Teilnehmer stark benutzt wird. Inzwischen, so schätzt man in der Stadtverwaltung Trier, nutzen 80 bis 100 Jugendliche und junge Erwachsene am Wochenende die Möglichkeit, in dem alten Supermarkt ihren Interessen nachzugehen. Obwohl das Projekt X in den letzten zwei Jahren schon zweimal vor dem Aus gestanden hat, konnte es immer wieder neu revitalisiert werden. Nun plant die Stadt Trier das Gebäude abzureißen, damit dort neue Wohnraumfläche entstehen kann.
Zwar hat man den Skatern versprochen, sich um eine Alternative zu kümmern. Dies scheint aber nur halbherzig zu geschehen, sodass sich viele der Menschen, die die Skatehalle bisher genutzt haben, Sorgen um eine Alternativhalle machen. Aus diesem Grund fanden sich gestern ungefähr 100 zu meist junge Leute im Trierer Rathaus zusammen, um für ihren Sport zu demonstrieren. Grund für die kleine Demonstration war die Sitzung des Dezernatausschusses II, der unter der Leitung von Bürgermeisterin Angelika Birk über das Thema diskutierte.
Die Sozialdezernentin Birk stellte klar, dass man den Jugendlichen immer gesagt habe, sie könnten die Halle nur so lange nutzen, bis diese nicht innerhalb eines neuen Projektes umstrukturiert werden soll. Gleichzeitig sagte sie, dass dies im Jahr 2012 auf jeden Fall nicht mehr geschehen werde. Zudem bemühe man sich bei der Stadt Trier eine Alternativlösung zu finden. Dies sei zwar rechtlich nicht notwendig, müsse aber politisch geboten sein.
Die kleine Demonstration hatte Plakate dabei, mit denen sie, im Zuschauerraum stehend, immer wieder auf sich aufmerksam machten.
Die Sitzung des Ausschusses ergab letztlich nicht viel Erwähnenswertes. Einzig der Umstand, dass die einzelnen Fraktionen sich nicht einig sind und die Diskussion gestern schon hitzig geführt wurde, lässt wohl den Schluss zu, dass die Skatehalle in Trier-West die nächste große Baustelle, neben der Tankstelle in der Ostallee, werden könnte.

Die Stadt Trier sollte sich allerdings bewusst sein, dass die Skatehalle in Trier nicht nur dem reinen Spaßzweck dient, sondern auch dafür sorgt, dass junge Menschen in ihrem Hobby aufgehen können und sich soziale Kontakte unter den Jugendlichen bilden.

 

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