Die Stadtwerke Trier unterstützt Kinder in Afrika

Die Stadtwerke Trier (SWT) hat der Don Bosco Organisation einen alten, nicht mehr gebrauchten Bus zur Verfügung gestellt. Ziel der Aktion ist, afrikanischen Straßenkindern in Sierra Leone zu helfen. Der Bus dient als Klassenzimmer und ambulantes medizinisches Betreuungscenter für Kinder, die auf der Straßen leben.

Die Stadtwerke Trier hat bewiesen, dass auch Busse, die nicht mehr in der Stadt Trier gebraucht werden, sinnvoll eingesetzt werden können. So gab die SWT einen ausrangierten Bus nach Sierra Leone in Afrika, um den dort auf der Straße lebenden Kindern wenigstens in einem kleinen Rahmen zu helfen. Der Bus soll dort als Klassenzimmer oder als ambulante Therapiestation dienen. Damit das Fahrzeug längerfristig genutzt werden kann, erklärte sich die Stadtwerke Trier bereit, auch benötigte Ersatzteile nach Afrika zu schicken. Dies soll für eine gewisse Nachhaltigkeit des Projektes sorgen. Der Bus musste kurz vor dem Winter aussortiert werden, weil er durch das viele Salz in den Wintermonaten aller Voraussicht nach zu sehr gerostet wäre. Aus diesem Grund entschied man sich zu diesem Schritt und schickte den ehemaligen Stadtbus in ein neues Abenteuer. In Sierra Leone wird er meistens von ungefähr 15 Sozialarbeitern, einem Arzt und mehrere Krankenschwestern begleitet.
Aber nicht nur der Einsatz in Sierra Leone ist ein wahres Abenteuer, sondern bereits die Anreise war mit einigen Schwierigkeiten verknüpft. Zunächst wurde der Bus in Richtung Spanien gebracht, denn von dort sollte er mit dem Schiff in die Hauptstadt von Sierra Leone, Freetown, gebracht werden. Die Verschiffung dauerte fast einen kompletten Monat. Anschließend stand der Bus fast einen weiteren Monat im Hafen von Freetown, denn dort ist das einzige Mittel, mit dem man was erreichen kann, Geld. Um die nötigen Papiere zu erhalten, musste man einige Menschen bestechen.

Die Straßenkinder in Sierra Leone

Sierra Leone schafft es nicht sehr häufig in die Weltpresse, obwohl das Land zu den ärmsten der Welt gehört. 80 Prozent der Kinder können nicht zur Schule gehen. Viele leben mit ihrem Familien auf der Straße. Dies führt dazu, dass ein Menschenleben oft nicht mehr zählt, als das einen Tieres. Der Kinderhandel ist in Freetown weit verbreitet. All diese Gründe machen es unabdinglich, dass den Kindern geholfen wird. Der Bus aus Trier ist eine solche Aktion, die für viel Freude sorgt. Jeden Tag kommen an die 100 Straßenkinder an den Bus, der mit einem kleinen Klassenzimmer, einer Essstation und einer kleinen Ambulanz ausgestattet ist. Dennoch ist es die Fürsorge, die den Kindern vor allem zu Gute kommt. In Ländern wie Sierra Leone sind sie es nicht gewöhnt, dass sich Menschen aufopfernd um sie kümmern. Leider kennen sie viel zu häufig nur die Mittel der Gewalt.
Kleine Projekte, wie dieser der Stadtwerke Trier, können in Ländern wie Sierra Leone viel bewegen. Es geht nicht immer gleich darum eine ganze Welt zu verbessern. Vielmehr muss man Schritt für Schritt für ein wenig Verbesserung kämpfen.

 

 

 

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