Stadt Trier beschlagnahmt 442 Schusswaffen nach Kontrollen

Der Amoklauf in den Vereinigten Staaten von Amerika hat den Fokus wieder auf die Waffengesetze in den vereinzelten Nationalstaaten dieser Welt gelenkt. Deutschland hat seit der Verschärfung des Waffengesetzes aus dem Jahr 2009 eines der schärfsten Gesetze auf der Erde. Dennoch bleiben immer wieder Zweifel an der Sicherheit. In Trier hat die Stadt in den letzten beiden Jahren 422 Schusswaffen beschlagnahmt.

Schusswaffen gehören auch in Deutschland zum festen Bestandteil vieler Haushalte. Obwohl oder gerade weil ein erhöhtes Gefahrpotenzial von Schusswaffen ausgeht, sammeln viele Menschen auch in Trier Gewehre, Pistolen und andersartige Waffen in der eigenen Wohnung. Zu welch schlimmen Folgen dies führen kann, mussten zuletzt die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika erfahren als ein junger Mensch in einer Schule 27 Menschen tötete und damit eine ganze Gemeinde in Trauer versetzte. Man sollte nicht voreilig den Vergleich zwischen Amerika und Deutschland ziehen, aber auch die deutsche Vergangenheit hat gezeigt, dass es immer wieder zu Amokläufen kommen kann. Auch aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Schusswaffen, die im Bundesgebiet im Umlauf sind zu überblicken. Aber wo hoch ist die Sicherheit wirklich? Letztendlich können Datenerhebungen und Gesetze nicht verhindern, dass Menschen, die töten möchten, auch an diese Waffen herankommen.

Stadt Trier mit zahlreichen Kontrollen in den letzten Jahren

Die Stadt Trier hat in den letzten Jahren insgesamt 422 Schusswaffen aus Trierer Haushalten beschlagnahmt. Seit 2009 ist es der Stadt erlaubt verdachtsunabhängige Kontrollen in Trier durchzuführen. Auf diese Weise können die Behörden kontrollieren, wer die Waffen ordnungsgemäß verschlossen hat. Die Stadt Trier hat zahlreiche Schusswaffen, die eingesammelt wurden, vernichtet oder an Dritte verkauft. Außerdem muss sich die Stadt Trier um ein bundesweites Waffenregister bemühen, das den Behörden den Zugriff erlauben kann. Auf diese Weise kann sich vor allem die Polizei über die Verbreitung von Schusswaffen in einem Gebiet erkundigen. Ob das wirklich für erhöhte Sicherheit darf bezweifelt werden.

Totalverbot ein Ausweg?

Die Politik wehrt sich indessen vehement gegen ein Totalverbot von Schusswaffen in Deutschland. Fraglich ist auch, ob ein solches Totalverbot helfen würde. Eigentlich kann man im Sammeln von Waffen keinen wirklichen Nutzen sehen und die Gefahr, die von Schusswaffen ausgeht, ist bewiesenermaßen hoch. Aber ein Totalverbot wird trotzdem niemals kommen, denn dieses ist politisch nicht durchsetzbar. Auf der einen Seite hängt ein ganzer Wirtschaftszweig von dem Waffenhandel ab, auf der anderen Seite werden die waffenbegeisterten Bürger dieses Landes ein solches Verbot niemals hinnehmen. So gern viele Menschen ein Totalverbot von Waffen sehen möchten, so unrealistisch bleibt dieses aber. Insofern bleibt nur zu hoffen, dass sich Unglücksfälle wie in den USA weiterhin in ertragbaren Grenzen halten, obwohl diese Grenzen für Angehörige der Opfer längst überschritten sind.

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