Schulen in Trier haben viele Probleme

Während sich das MPG vor Anmeldungen kaum noch retten kann, wird das FSG wohl gerade einmal eine fünfte Klasse für das Schuljahr 2012/13 stellen können. Diese Zahlen verdeutlichen, dass alle Schulen in Trier mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Gerade das FSG kann aber auch als Indikator für ein generelles Problem des Bildungssystems, wie es in den letzten Jahren gefördert worden ist, herangezogen werden.

Am 29. Februar 2012 ist die Anmeldefrist an den Schulen für das kommende Schuljahr abgelaufen und die Zahlen bringen für die Trierer Schulen unterschiedliche Probleme mit sich. Während sich das Max-Planck Gymnasium vor Anmeldungen kaum retten kann, muss das Friedrich-Spee Gymnasium sogar befürchten, nicht einmal eine neue fünfte Klasse maximal besetzen zu können. Am Max-Planck Gymnasium sind 169 Anmeldungen eingegangen. Diese müsse gefiltert werden, denn es stehen maximal 118 freie Plätze zur Verfügung. Damit muss beinahe jedes dritte Kind mit einer Absage des MPGs rechnen. Das FSG, das vor Jahren noch Spitzenreiter in Sachen Schülerzahlen gewesen ist, kommt gerade einmal auf 53 Schüleranmeldungen. Allerdings beinhaltet diese Zahl bereits die Nachfrage nach einem Platz auf der Realschule plus. Somit entfallen höchstens 25 Schüler auf das FSG.
Bei den anderen städtischen Gymnasien in Trier sehen die Zahlen deutlich ausgeglichener aus. Das HGT hat mit 117 Anmeldungen genau den richtigen Rahmen erreicht. Das AVG hat mit 104 bisherigen Anmeldungen durchaus noch Spielraum, ebenso das Friedrich Wilhelm Gymnasium, das bis jetzt 74 Anmeldungen aufweisen kann.

Konzept des FSG scheint nicht tragbar

Die Anmeldezahlen auf dem FSG scheinen zu verdeutlichen, dass das Konzept der Schule nicht tragfähig ist. Vor ein paar Jahren wurde die Abiturzeit von G9 auf G8 zurückgesetzt. Damit sollen vor allem leistungsstarke Schüler gefördert werden. Gleichzeitig musste das FSG, auf Antrag des Landes, einer gemeinsamen Orientierungszeit mit der Realschule Plus zustimmen. Kinder beider Schulen besuchen diese gemeinsame Orientierungszeit bis Klasse 6. Dieses Konzept scheint bei den Eltern nicht gut anzukommen. Anscheinend ist das Konzept der Gesamtschule, denn dieses wird durch die gemeinsame Orientierungszeit repräsentiert, nicht tragfähig und lässt sich zumindest an manchen Schulen in der Realität nicht umsetzen. Dabei soll gerade die Gemeinschaftsschule in den nächsten Jahren durch den Bund gefördert werden.

Konzept der Gesamtschule: Was im Ergebnis nicht gleich ist, ist ungerecht!

Gerade die Anmeldezahlen an dem FSG zeigen recht deutlich, dass die Mischung aus leistungsstarken und leistungsschwachen Kindern nicht zu gelingen scheint. Eltern entscheiden sich bewusst gegen dieses Konzept und dies zu Recht. Die Aufteilung der Schulen in drei unterschiedliche Leistungsklassen sollte gerade dazu dienen, die einzelnen Schüler möglichst leistungsgerecht zu fördern. Nicht weniger verlangen Eltern heute von einer guten Schule. Anscheinend können gemeinsame Orientierungsstufen dieses Vertrauen der Eltern nicht wecken, sodass diese ihre Kinder lieber an herkömmlichen Gymnasien anmelden.
Die Gesamtschule wird letztlich nur zu einer Flucht in die Privatschulen führen.

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