Mit ihrem Nachbarn (24) ging Laura Marie (16) am Freitagabend zum Bahnhof – der letzte Spaziergang im Leben der Schülerin aus Trier. Die beiden gerieten in Streit. Ihr Begleiter zückte ein Messer und rammte es dem Mädchen mehrfach in die Brust. Die Leiche schleifte der Täter zu einem Gebüsch an einem Fußweg, etwa 600 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Einen Tag später kam er zurück, um die Leiche zu verbrennen

Der Täter stellte sich

Die grausige Tat wird so schnell niemand vergessen (Quelle: Bigstock-ID-50168453-by-paul fleet)

Die grausige Tat wird so schnell niemand vergessen (Quelle: Bigstock-ID-50168453-by-paul fleet)

Brandbeschleuniger sollte helfen, die Spuren der grausigen Tat zu verwischen. Ein Fußgänger sah das Feuer und fand den noch brennenden, verstümmelten Körper. Den mutmaßlichen Täter, Nachbar und Bekannter des Opfers, nahm die Polizei am Sonntag fest. Er hat gestanden, das Mädchen im Streit erstochen zu haben.

Die Bevölkerung steht unter Schock

Als Stadt unter Schock stellte sich Trier am Montag nach der Tat dar. Die Volksvertreter im Stadtvorstand gedachten der erstochenen Schülerin mit einem Moment der Stille. „Wir sind tief erschüttert“, sagt Oberbürgermeister Klaus Jensen. „Worte vermögen nicht auszudrücken, wie schrecklich das Geschehene ist.“ Alle Menschen in der Stadt seien schockiert über die Brutalität der Tat. Der Oberbürgermeister will die Familie besuchen, um den Hinterbliebenen die Anteilnahme der Bürger zu übermitteln. Am Fuße eines Bahndamms zwischen Mülltüten, weggeworfenen Getränkedosen und anderem Unrat hatte der Täter am Freitagabend die Leiche liegen gelassen. Ein Fleck aus Ruß zeugt noch heute davon, dass hier ein Mensch brannte. Mit roten Grablichtern, Kerzen, Blumen und kurzen Mitteilungen haben die Trierer die Stelle am Fußweg geschmückt. Dieser Ort ist jetzt das Ziel eines Trauermarsches am Mittwochabend. Voraussichtlich werden mehr als 3.000 Menschen ihre Anteilnahme und Trauer dokumentieren. Im Internet haben Laura Maries Freunde mittlerweile eine Gedenkseite und eine Trauerseite auf Facebook eingerichtet.

Ein Passant fand die brennende Leiche

Ihre Familie hatte Laura Marie im Laufe des Samstags als vermisst gemeldet. Die Leiche des Mädchens brannte noch, als ein Fußgänger sie wenig später fand. Der Schotterweg entlang der Bahngleise, an dem der Täter sein Opfer im Gebüsch abgelegt hatte, ist tagsüber stark frequentiert, allerdings von der Straße nicht einsehbar. Der Fußgänger meldete seinen grausigen Fund der Polizei. Die riegelte den Ort sofort ab, um Spuren zu sichern. Und orderte eine sofortige Obduktion, um die Identität der Brandleiche zu ermitteln. Dass es sich um die als vermisst gemeldete Schülerin handelt, war schnell klar. Binnen weniger Stunden führten die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Täter, mit dem sie am Freitagabend ausgegangen war. Beamte nahmen den 24-Jährigen fest. Der Nachbar des Mädchens räumte bei seiner Vernehmung nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Peter Fritzen bald ein, seine Bekannte im Streit erstochen zu haben. Noch am Montag ließ ihn die Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorführen. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

 

Bildquelle: paul fleet/Bigstock.com

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