Die Porta Nigra in Trier soll saniert werden

Die Porta Nigra in Trier soll über Jahre hinweg umfangreich saniert werden. Dies wurde auf einer Sitzung des Baudezernatsausschusses am Donnerstag beschlossen. Die Sanierungsarbeiten sollen 2015 beginnen. Aller Voraussicht nach werden sie fünf Jahre dauern. In dieser Zeit wird die Porta Nigra hinter einem Gerüst versteckt sein.

Die Porta Nigra zählt zu den wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Trier. Jährlich leistet sie einen großen Beitrag dazu, dass viele tausend Touristen den Weg in die älteste Stadt Deutschlands finden. Fragt man Menschen in anderen Teilen Deutschlands nach Trier, verweisen diese meist auf das „Schwarze Tor“. Allerdings ist auch ein solch stolzes Gebäude wie die Porta Nigra nicht vor dem Verfall durch die Zeit bewahrt, sodass sich der bauliche Zustand der Sehenswürdigkeit in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert hat. Aus diesem Grund wurde am Donnerstag auf einer Sitzung des Baudezernatsausschusses beschlossen, dass die Porta Nigra umfangreich saniert werden soll. Diese Sanierung wird aller Voraussicht nach so umfangreich sein, dass sie sich über Jahre hinweg erstrecken wird. Sollte es dazu kommen, dann wird die Porta Nigra in der Zeit der Sanierung nur hinter Gerüsten zu sehen sein. Dies kommt zumindest in dieser Zeit einer Verstümmelung des Wahrzeichens Triers gleich.

Sanierungsarbeiten sind unausweichlich

Trotz der Nachteile, die die Sanierungsarbeiten mit sich bringen, ist dieser Schritt nicht zu vermeiden. Die Porta Nigra weist einen schlechten baulichen Zustand auf. Bereits vor sechs Jahren waren kleine Brocken aus der Fassade gebrocken. Schon damals waren schwerwiegende Schäden ersichtlich. Diese wurden dann erneut durch ein Gutachten aus dem Jahre 2007 bestätigt. Dieses Gutachten wurde damals durch das Denkmalpflege-Landesamt erstellt. Dieses stellt deutlich klar, dass vor allem Gesimse mit Brüchen und Risse durchzogen sind.
Noch ist aber überhaupt nicht sicher, in welchem Umfang die Sanierungsarbeiten stattfinden können. Es stehen noch keine Gelder im Haushalt des Landes Rheinland-Pfalz bereit, mit denen die Arbeiten finanziert werden könnten. Eines ist sicher: Die Sanierungsarbeiten an der Porta Nigra ini Trier werden wieder mehrere Millionen Euro verschlingen. Um einen Überblick über anfallende Kosten zu erlangen, werden im kommenden Jahr verschiedene Experten die Porta Nigra begutachten. Sie sollen feststellen, welche Sanierungsarbeiten unbedingt durchgeführt werden sollen. Zudem sollen sie endgültig über den baulichen Zustand der Porta Nigra informieren.
Die Sanierungsarbeiten sollen, soweit sie denn durchgeführt werden, in fünf Etappen abgeschlossen werden. Zunächst sollen das Torhaus und das Dach ausgebessert werden. Im Anschluss folgen Westturm, Ostturm und Apsis. Den Abschluss bildet das Innere der Porta Nigra. Dort sollen vor allem die vielen einmaligen Reliefs saniert werden.

Bei den Sanierungsarbeiten der Porta Nigra in Trier sollen auch die Deutschland-Rallye und der Naturschutz nicht unbeachtet bleiben. Die Deutschland-Rallye nutzt die Porta Nigra jährlich als Kulisse zum Show-Start der Rallye in Deutschland. In Bezug auf den Naturschutz sollen die Zwergfledermäuse, die sich in der Porta Nigra angesiedelt haben, geschützt werden.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Pläne zur Sanierung der Porta Nigra entwickeln werden.

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