Rettungskräfte und Polizisten ziehen ein durchwachsenes Fazit

Nach den Ausschreitungen am vergangenen Weiberdonnerstag rechneten viele Rettungskräfte und Polizisten mit ähnlichen Szenarien am gestrigen Rosenmontag. Zwar verlief der schrillste Tag des Jahres nicht unbedingt ereignislos, dennoch zogen Rettungskräfte und Polizisten kein dramatisches Fazit.

Der vergangene Weiberdonnerstag war vielen Rettungskräften und Polizisten noch gut in Erinnerung. An diesem Tag war es vor allem auf dem Hauptmarkt in Trier zu vielen Ausschreitungen und Auseinandersetzungen gekommen. Auch die in der Innenstadt gelegenen Krankenhäuser waren teilweise vollkommen überfüllt, weil immer wieder junge betrunkene Menschen versorgt werden mussten. Vor diesem Hintergrund stellten sich die Rettungskräfte und Polizisten auch am gestrigen Rosenmontag auf einen Großeinsatz ein. Allerdings blieb dieser zum größten Teil ungebraucht. Zwar gab es die üblichen Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, die es immer an den Karnevalstagen gibt. Dennoch überschritten diese kein durchschnittliches Maß an Gewalt.
Zwischenzeitlich mussten aber auch an Rosenmontag immer wieder betrunkene Bürger behandelt oder in die Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Zahl der Patienten lag aber deutlich unter der von Weiberdonnerstag. Auch schien das so genannte „Komasaufen“ kein allzu großes Problem zu sein. Das Personal in den Krankenhäusern berichtete eher von Narren, die sich beim Trinken ganz einfach überschätzt haben.
Die Polizei musste hier und da eingreifen, hatte aber im Großen und Ganzen einen eher ruhigen Rosenmontag 2012. Vor allem Körperverletzungsdelikte wurden auf den verschiedenen Dienststellen registriert. Bei einer Person stellten Polizeibeamte einen Verstoß gegen das Waffengesetz fest. Die anderen Einsätze fallen wohl in die Kategorie „Karnevalserscheinungen“.
Derweil steht weiter offen mit welchen Folgen die Karnevalsgesellschaft in Trier für das nächste Jahr in Bezug auf den erschreckenden Weiberdonnerstag rechnen muss. Eines scheint schon beschlossene Sache zu sein: Politik, Polizei und andere Organisationen scheinen bereit zu sein, die Veranstaltung anders zu organisieren. Wie dieser Umschwung aussehen soll und ob er konsequent durchgesetzt werden wird, bleibt abzuwarten.

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