Trier und die Römer - Beim Römerfest wird der Urväter Triers gedacht

Viele Urlauber zieht es im Urlaub nach Italien, genauer gesagt in die Hauptstadt Rom. Die Anziehung erfolgt vor allem durch die vielen Ruinen und Relikte des damaligen Reiches. Dabei wird oft vergessen, wie sehr das römische Zeitalter auch in Deutschland seine Spuren hinterlassen hat. Vor allem in Süd- und Mitteldeutschland finden sich noch viele Spuren des einstigen Weltreiches. Ein sehr gutes Beispiel dafür findet sich in Trier. Sie war eine der wichtigsten Städte an der römischen Nordgrenze und die Einwohner feiern es noch heute mit einem einzigartigen Fest, das die damaligen Zeiten in Erinnerung rufen soll: Das Römerfest.

 

Warum gerade ein Römerfest in Trier?

Trier war im römischen Reiche eine der wichtigsten Städte im Norden des Reiches. Unter dem Namen Augusta Treverorum wurde sie auf den Grundsteinen einer alten römischen Festung gegründet und hat bereits sehr schnell als ein Standort für das Militär und als eine Metropole im Reich an Bedeutung gewonnen. Durch die Nähe zu den germanischen Stämmen und die Stellung als eine der Grenzfestungen, die später auch beim Limes wichtig geworden sind, war Trier bis zum Ende des römischen Reiches von einer hohen Bedeutung für die Senatoren und die Cäsaren in Rom.

In einigen Abschnitten der langen und bewegten Geschichte des Weltreiches war Trier sogar der Sitz der Regierung. Zudem wurden in der Stadt diverse Bauwerke errichtet, die noch heute zu sehen sind. Viele der historischen Spuren haben die Übernahme durch die Franken und die Weltkriege überlebt. Es bietet sich also an, dass ein Fest, das vor allem an die Zeit der Römer erinnern soll, auch in einer solchen Stadt stattfindet.

Natürlich hat Rom nicht nur in der Vergangenheit eine gewisse Bedeutung durch die Römer erlangt. Trier ist nicht nur stolz auf seine lange Geschichte im römischen Reich, auch für den Tourismus haben sich die vielen Bauwerke zu einem Anziehungspunkt für Menschen in ganz Deutschland entwickelt. Alleine die Porta Nigra, das Wahrzeichen der Stadt, ist eine beständige Erinnerung an die damaligen Zeiten. Auch die Thermen, die zum Zentrum des Festes und der Festwochen werden, sind natürlich ein gutes Beispiel für die römische Baukunst der damaligen Jahre. Bei dieser Aufzählung dürfen natürlich auch nicht Römerbrücke und das Amphitheater vergessen werden. An jeder Ecke der Stadt wird es auch bei diesen Feierlichkeiten Erinnerungen an die damalige Zeit und an das kulturelle Erbe der Stadt geben.

Wo und wann finden die Römerspiele in Trier statt?

Die Festspiele sind ein wichtiger Teil der Veranstaltungen in der Stadt. An diesem Wochenende in Juli, genauer gesagt am 23. und 24. Juli 2016, verwandelt sich die Stadt für zwei Tage zurück in das wichtige Zentrum im römischen Reich. Dazu gehört nicht nur das Römerfest an sich, sondern auch eine Vielzahl an Ausstellungen in den Museen der Stadt. So lässt sich der Besuch bei dem Römerfest sehr gut mit einem Besuch im römischen Museum verbinden:

Die Eintrittskarten an diesem Wochenende gelten für beide Veranstaltungen. Bereits für 3,50 Euro für einen Erwachsenen oder für 8 Euro bei einer Familienkarte ist so der Besuch bei mehreren Veranstaltungen möglich.

Natürlich ist auch die Örtlichkeit der Festspiele gut gewählt. Die Kaiserthermen, die einst ein wichtiger Teil des Palastes in der Stadt Trier waren, sind der Austragungsort der Spiele. Sie sind mitten im Zentrum der Stadt gelegen und bieten daher auch den Besuchern aus der Ferne eine schnelle und einfache Anreise. Am ehesten empfiehlt es sich, einen Parkplatz etwas außerhalb der Stadtmitte zu suchen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Eine detailierte Beschreibung der möglichen Anfahrt lässt sich auf den Webseiten der Kaiserthermen herunterladen.

Was erwartet die Besucher beim Römerfest in Trier?

Portrait der Agrippina minor, 49-54 n. Chr., © Ny Carlsberg Glyptotek, Copenhagen, Ole Haupt.

Portrait der Agrippina minor, 49-54 n. Chr., © Ny Carlsberg Glyptotek, Copenhagen, Ole Haupt.

Es gibt natürlich einige gute Gründe abseits der historischen Gemäuer, um sich mit einem möglichen Besuch auf dem Römerfest zu beschäftigen. Und nicht nur Einwohner von Trier werden Spaß bei den Einblick in diesen interessanten Teil der Geschichte von Deutschland haben. Die Antike wird nur selten gewürdigt – anders bei dem Fest in Trier, das diesen Zeitraum in den Fokus nimmt.

Es empfiehlt sich zudem eine Anreise vor dem Wochenende. So gibt es die Möglichkeit, dass an einem Tag das Fest besucht wird und ein anderer Tag für den Besuch in den vielen Museen genutzt wird. Nirgendwo sonst außerhalb von Rom, wird wohl in dieser Form über das römische Reich in Verbindung mit Deutschland informiert.

Der Fokus der Feste liegt natürlich auf der Geschichte der Römer in Trier. Es wird Umzüge und Paraden in den damaligen Trachten und Rüstungen geben. Soldaten werden durch die Stadt ziehen und sich im Anschluss in den Kaiserthermen einfinden, um hier das eine oder andere Stück aufzuführen und die Besucher zu unterhalten. Natürlich wird es auch für die Kinder ein entsprechendes Programm geben. Bei Bogenschießen und Kinderskorpio wird nicht nur die körperliche Ertüchtigung gefördert, sondern natürlich auch mit Spaß und Spiel der Eindruck der damaligen Zeit an die Kleinsten vermittelt. Zudem noch einige interessante Eckpunkte des Programms in Trier:

  • Vorführungen und Ausstellungen über das Leben in Rom und am kaiserlichen Hof.
  • Stände und Handwerker, die in römischer Tracht Speisen der damaligen Zeit und ihre Kunst anbieten.
  • Soldaten und Reiter, die die damaligen Schlachten nachspielen.

Das Römerfest in Trier ist also für Alt und Jung eine tolle Gelegenheit, für einige Stunden in dieses vollkommen unbekannte Leben einzudringen. Die Schausteller, Handwerker und Organisatoren machen das Wochenende zu einem einmaligen Erlebnis für Besucher aus ganz Deutschland und aus dem Ausland. Eine tolle Abwechslung und bei sommerlichen Wetter mit Sicherheit eine tolle Option für einen Ausflug mit der Familie.

Bildquelle: bigstock-ID-69668557-by-romancephotos

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