Diskussionen um die Römerbrücke in Trier

Die Römerbrücke in Trier gehört mit zu den ältesten Brücken in ganz Europa und ist ganz nebenbei die älteste in der Bundesrepublik Deutschland. Dennoch scheint die Römerbrücke in Trier wenig in Szene gesetzt zu werden. Täglich fahren hunderte von Autos über das alte Bauwerk der Römer.
Um einen Weg zu finden, die Römerbrücke und die sie umgebende Umgebung wieder attraktiver in das Stadtbild zu integrieren, hat in den vergangen Tagen ein Workshop in den Viehmarktthermen stattgefunden, zu dem die Bürger Triers eingeladen waren. Insgesamt kamen 20 Menschen, die sich in Kleingruppen zusammensetzten und die Ideen für die Verbesserung der Römerbrücke Trier sammelten.
Obwohl die Teilnehmer des Workshops in kleinen Gruppen arbeiteten, kamen sehr ähnliche Ergebnisse zustande.
Zunächst einmal wurden eher praktische Vorschläge gegeben. So soll es größere Treppen geben, die von der Römerbrücke an das Moselufer führen. Gleichzeitig sollen die Radwege und Bürgersteige erweitert bzw. vergrößert werden. Zudem soll eine bessere Anbindung an die Innenstadt Trier geschaffen werden.
Darüber hinaus wurden auch zahlreiche Vorschläge gemacht, die dazu dienen könnten, das Bauwerk wieder besser in den Vordergrund zu schieben. Ein guter Vorschlag, der dazu noch umsetzbar erscheint, ist das Installieren einer Beleuchtung, die in der Nacht angeschaltet wird. Auf diese Weise könnte die Römerbrücke Trier mit verhältnismäßig kleinem Aufwand in einem ganz anderen Licht erscheinen. Andere Vorschläge gingen eher in die Richtung, eine neue Aussichtsplattform zu bauen, die es den Touristen ermöglicht, die Römerbrücke genauestens zu begutachten. Wieder andere Ideen sehen Chancen in der Umgestaltung des Moselufers. So sollen neue Cafés entstehen, in denen die Menschen gemütlich sitzen und verweilen können. Gleichzeitig könnte man in Absprache mit der Kunstakademie, kleinere Ausstellungen am Moselufer abhalten.

Verkehr ist Hauptproblem der Römerbrücke Trier

All diese guten Ideen lasse aber nicht darüber hinweg täuschen, dass das Hauptproblem der Römerbrücke Trier das große Verkehrsaufkommen ist. Dies ist ausschlaggebend für das geringe Interesse der Touristen, die natürlich nicht bestrebt sind, auf einer der Verkehrsadern in Trier zu stehen.
Dieses Problem lässt sich allerdings auch nicht einfach lösen. Immer mal wieder taucht der Begriff des Moseltunnels auf. Hierbei handelt es sich um die grobe Vorstellung, die Mosel zu untergraben, damit die Autos unter der Erde verschwinden. Dies würde natürlich ganz neue Räume erschließen, die dann kulturell genutzt werden könnten. Allerdings ist dieses Projekt eher in den Bereich der Utopie einzuordnen. Es fehlt nicht nur an der Sicherheit, dass der Tunnel überhaupt aus physikalischen Gesichtspunkten baubar ist, sondern auch an den finanziellen Mitteln. Eine andere Idee, um die Römerbrücke Trier von ein wenig Verkehr zu entlasten, sieht vor, dass die Kaiser-Wilhelm-Brücke auf sechs Spuren ausgebaut wird. Aber auch dies ist nicht ohne Weiteres realisierbar.
Eines scheint zu diesem Zeitpunkt festzustehen: eine Römerbrücke ohne Verkehr in Trier scheint nicht umsetzbar. Aber dennoch sollte man versuchen, an den anderen Vorschlägen festzuhalten, denn diese scheinen unter dem Gesichtspunkt der Kosten-Nutzen-Abwägung geeignet, die Römerbrücke in Trier für Touristen zu verschönern.

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