Land Rheinland-Pfalz bricht Verhandlungen ab

Das Land Rheinland-Pfalz hat die Verhandlungen mit den privaten Pächtern des Nürburgrings abgebrochen. Damit wird es wohl nicht mehr zu einer außergerichtlichen Einigung kommen. In Zukunft werden wohl die deutschen Gerichte über den Rechtsstreit am Nürburgring entscheiden. Ein Gerichtsverfahren wird wohl mindestens eineinhalb Jahre dauern.

Das Land Rheinland-Pfalz und die privaten Pächter Jörg Lindner und Kai Richter haben es nicht geschafft, sich außergerichtlich über die ausstehenden Pachtzahlungen am Nürburgring zu einigen. Das Land Rheinland-Pfalz hat die Verhandlungen abgebrochen und die gesamte Sachlage an die deutschen Gerichte weitergegeben. Ein Rechtsverfahren scheint unausweichlich und wird sich wohl über Jahre hinziehen. Die landeseigene Nürburgring GmbH, die im Besitz der Immobilien an der Rennstrecke ist, hat bereits vor einiger Zeit eine Räumungsklage am Koblenzer Gericht eingereicht. Diese lag in der letzten Zeit still und wird nun wahrscheinlich wieder aktiv werden. Die Räumungsklage ist gegen die private Nürburgring Automotive GmbH gerichtet. Diese hat allerdings schon angekündigt, dass sie sich gerichtlich wehren wird. Die Gebühr beträgt 220.000 Euro. Weitere Anwaltskosten in Höhe von 135.000 Euro sind auch schon angefallen. Sollte es wirklich zu einem Gerichtsverfahren kommen, werden diese Kosten aber noch weiter ansteigen.
Jörg Lindner und Kai Richter haben bereits angekündigt, dass sie das Land Rheinland-Pfalz auf Schadensersatz verklagen werden.

Der Auslöser der Streitigkeiten am Nürburgring

Die Streitigkeiten zwischen dem Land und den privaten Pächtern waren aufgrund fehlender Pachtzahlungen eskaliert. Lindner und Richter schulden dem Land Rheinland-Pfalz anscheinend noch Pachtzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe. Außerdem bringt das Land vor, dass die beiden nach eigener Darstellung in der Lage gewesen wären, diese Zahlungen fristgerecht zu leisten.
Neben dem Zivilverfahren, muss sich das Land Rheinland-Pfalz auch noch mit der Europäischen Union auseinandersetzen. Diese prüft, ob an den Nürburgring möglicherweise verbotene Subventionen geflossen sind. Angeblich spricht die Europäische Union von einer halben Milliarden Euro. Sollte sie die Rechtswidrigkeit feststellen, müsste der Nürburgring die Subventionen alle zurückzahlen.

 

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