Porta Nigra wurde an chinesische Investoren verkauft

Die erfolgsorientierten Investoren, die in immer größerer Zahl aus China zu uns kommen, interessieren sich nicht nur für den Kauf der großen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Auch die touristischen Attraktionen stellen für sie ein wichtiges Thema dar. Zum Teil sollen komplette historische Bauwerke übernommen werden. Dazu gehört auch die Porta Nigra in Trier.
Durch die Übernahme des historischen Bauwerks möchten die chinesischen Investoren stärker Fuß fassen und sich in das alltägliche Leben in Deutschland eingliedern.

Einige Projektplaner sprachen phasenweise sogar davon, das alte Stadttor Stein für Stein abzubauen und nach China zu transportieren.

Dies war aber offensichtlich nur ein kurzlebiges Gerücht. Die weitsichtigen Planer betrachten die Porta Nigra als interessante Einnahmequelle und möchten es weiterhin als UNESCO-Kulturgut in Trier bestehen lassen. Das in Deutschland am besten erhaltene Stadttor aus römischer Zeit ist eine wichtige Sehenswürdigkeit, die zahlreiche Touristen in die Stadt lockt.
Über den Preis, der für die Porta Nigra ausgehandelt wurde, gibt es bisher mur Mutmaßungen. Die Zahl 7,8 Millionen Euro wurde von einer noch unbestätigten Quelle genannt. Mit dem Geld will die Stadt Trier ihr soziales und sportliches Engagement stärken und gleichzeitig neu in die anderen touristischen Einrichtungen investieren.

Porta Nigra bald auch in anderen Städten?

Porta Nigra bald auch in anderen Städten?

 

Die Zukunft der Porta Nigra

Die zahlreichen Investments der Chinesen werden in Deutschland oft kritisch betrachtet. Ebenso wie bei den Unternehmen, die übernommen werden, stellt sich auch hier die Frage danach, wie es weitergehen soll. Laut Aussagen der Stadt soll die Porta Nigra selbst nicht verändert werden, abgesehen von einigen notwendigen Renovierungsarbeiten. Diese werden selbstverständlich nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt, was in enger Absprache mit der Stadtverwaltung geschieht.
Um die immer stärker werdende Verbindung zwischen deutschem Kulturgut und chinesischen Finanziers zu betonen, soll um die Porta Nigra herum ein Themenpark entstehen. Zu diesem Zweck wird der gesamte Bereich zwischen Nordallee, Simeonstraße, Margaretengässchen und Simeonstiftplatz umgebaut, berichtet ein Sprecher. Das bedeutet, dass auch das Stadtmuseum umziehen wird.

Einige renommierte Architektenbüros befassen sich bereits mit diesem Thema und überlegen, welche Baumaßnahmen in die Schritte geleitet werden müssten, um ein historisches Ambiente zu schaffen. So gewinnt die Porta Nigra an Präsenz und lädt dazu ein, die neuen Freizeiteinrichtungen zu nutzen. Mittelalterlich anmutende Gebäude und ein Markt würden eine historische Kulisse schaffen, die deutlich mehr Atmosphäre böte als die jetzige Umgebung der Porta Nigra.

Die Beweggründe

In Trier und auch in anderen deutschen Städten mit langer Geschichte zeigen die Chinesen ein großes Interesse an den kulturhistorischen Gebäuden. Sie wünschen sich offensichtlich eine bessere Präsentation dieser Kulturgüter, und sie haben auch die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten für eine solche Neuplanung. Die strategischen Motive werden zudem von der ängstlichen Zurückhaltung beeinflusst, die in Deutschland herrscht.

In der Öffentlichkeit zeigen sich viele deutsche Einwohner skeptisch gegenüber den chinesischen Investitionen. Der Schutz von historischen Bauwerken liegt den Chinesen jedoch ebenso am Herzen wie den Deutschen. In diesem gemeinsamen Interesse lassen sich die momentan noch vorhandenen politischen Differenzen im Laufe der Zeit sicherlich ausräumen. Die beiden Nationen können viel voneinander lernen und sich auf diese Weise für eine verbesserte Kommunikation einsetzen.
In diesem Sinne wäre der Kauf der Porta Nigra durch chinesische Investoren ein deutliches Signal für die Globalisierung und für die zukünftige Einigkeit zwischen den beiden so kulturbewussten Staaten. Wer weiß, vielleicht wachsen Europa und Asien durch solche Projekte in naher Zukunft immer mehr zusammen. Die offene Haltung gegenüber neuen Verbindungen bringt letztendlich alle weiter und führt zu einem nachhaltigen Erfolg, nicht nur finanziell betrachtet, sondern auch in sozialpolitischer Hinsicht.

„Eine Porta als Geschenk an die USA“

Ein Passus im Vertrag machte jeoch auch uns am 1. April etwas stutzig: Eine Vermarktung von in China hergestellten Reproduktionen der „Pochta“ sollen an weitere Länder der Erde verkauft werden. Katar hat bereits Interese angemeldet und möchte sich zur bevorstehenden WM auch gerne eine Reproduktion des alten Stadttors vor die Stadien bauen lassen.

„Eine Porta als Geschenk an die USA“ so Frank-Walter Steinmeier, Außenminister von Deutschland, im Interview mit dem Deutschlandfunk heute morgen „wäre eine nette Geste. Schließlich ist die Kultur in den Staaten noch so jung und könnte von der ältesten Stadt Deutschlands enorm profitieren!“

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