Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra war früher das Nordtor der römischen Stadt Augusta Treverorum. Somit war die Porta Nigra in die 6,4 km lange Stadtmauer fest integriert und hatte sowohl Festungscharakter als auch Repräsentationsfunktion. Der Name „Porta Nigra“, der übersetzt „schwarzes Tor“ heißt, wurde erst im Mittelalter verwendet. Der Grund hierfür liegt in der Verfärbung des ursprünglich weißen Sandsteins. Dieser wurde in den Jahren immer dunkler, sodass die gesamte Porta über die Jahre die schwarze Farbe erhielt.

Die Anfänge der Porta Nigra in Trier

In ihrer Ausgangsform hatte die Porta Nigra zwei gleichhohe Türme, von denen leider nur noch der Westturm erhalten ist. Das schwarze Tor hat zwei bogenförmige Tore, die von außen mit einem Fallgitter gesichert werden konnten. Zusätzlich brachte man innen Holztore an, die eine weitere Schutzfunktion ergaben. Die Porta Nigra wurde aus Sandstein erbaut, der mörtellos aufeinander gesetzt wurde. Dies erforderte eine genaue Anpassung der verschiedenen Steine. Nebeneinanderliegende Sandsteine wurden mit eisernen Klammern verbunden, um der Porta Nigra einen festen und soliden Baustil zu geben. Diese Eisenklammern wurden später im Mittelalter von Menschen herausgehauen, um das wertvolle Metall der Porta Nigra auf andere Weise zu benutzen.

Die Tatsache, dass im unteren Bereich keine Fenster angebracht waren, unterstütze den Festungscharakter der Porta Nigra. Dieses Tor wurde ganz eindeutig zur Abwehr äußerer Feinde konzipiert. Noch während der Fertigstellung des schwarzen Tores, konnte es seine Abwehrfunktion unter Beweis stellen.

Aufgrund einer gallischen Belagerung war es nicht möglich, alle Sandsteine zu glätten. Auf diese Weise löst das Nordtor bei fast allen Besuchern das Gefühl aus, dass es nie richtig fertiggestellt wurde. Die Säulen und Gesimse sind auf den groben Stein angebracht worden. Diese beiden Elemente unterstützen den Eindruck, dass die Porta Nigra nicht nur Abwehrfunktion, sondern auch Repräsentationsfunktion hatte. Das schwarze Tor sollte auch die Macht und die damit verbundene Pracht des römischen Reiches widerspiegeln.

Porta Nigra Trier- Weltkulturerbe

Porta Nigra Trier- Weltkulturerbe

Facts zur Porta Nigra in Trier

Nun folgen ein paar Daten zur Porta Nigra. Diese ist 36m breit und ihre Tiefe beträgt 25,5m. Die beiden Türme des schwarzen Tores, von denen nur noch einer erhalten ist, sind bzw. waren 29.3m hoch. Das Tor wurde im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut. Dieses Datum konnte man mithilfe der gallischen Belagerung rekonstruieren.

Die Besucher der Porta Nigra haben großes Glück, dass sie ihr geliebtes schwarzes Tor in dieser Weise heute begutachten können. Während die anderen Stadttore Triers, Porta Media, Porta Inclyta und Porta Alba, allesamt als Steinbrüche benutzt wurden, blieb die Porta Nigra unangetastet, weil sie zur Doppelkirche umgebaut worden war.

Simeon lebte in der Porta Nigra in Trier

Seit dem Jahre 1028 lebte Simeon in den Mauern der Porta. Nach seinem Tod wurde das römische Gebäude ihm zu Ehren zu einer Doppelkirche umgebaut. Diese neue Kirche war dreischiffig und die beiden Abwehrtürme wurden zu Glockentürmen. Der Eingang zur ehemaligen Porta Nigra wurde zugeschüttet und es entstand eine Treppe, die ins erste Geschoss führte, das somit zum neuen Eingang der Kirche wurde. Auf Feldseite des ehemaligen Stadttors, entstand ein Friedhof. Über die Jahre wurden etliche Kapellen an den ehemaligen Römerbau angefügt.

Die Porta Nigra wird wieder Stadttor

Die Zurücksetzung der Kirche zum Stadttor, fand es erst im Jahre 1804 ihren Anfang. Napoleon befahl die Kirche wieder in den ursprünglichen römischen Zustand zurückzusetzen. Dies ist sicherlich mit Napoleons großer Leidenschaft für das römische Imperium zu begründen. ZU dieser Zeit geschah es auch, dass eine Wendeltreppe in die Porta Nigra eingefügt wurde, die sich durch den Westturm schlängelt und auch noch den heutigen Besuchern ermöglicht, die Porta Nigra zu besichtigen. Alles in allem ist die Porta Nigra sicherlich eines der imposantesten Gebäude in Deutschland und kann als Markenzeichen der Stadt Trier aufgefasst werden. Demnach ist ein Besuch im dem Weltkulturerbe bestimmt ein gutes Ziel, wenn man sich einmal in der ältesten Stadt Deutschlands aufhält.

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