Polizeibeamte mit Herz in Trier

Einen eher ungewöhnlichen Tag erlebten die Polizeibeamten, die am Dienstag in Korlingen eine Radarfalle aufgebaut hatten. Eigentlich wollten sie Temposünder fassen und auf diese Weise für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Obwohl in der Regel alle Autofahrer glücklich sind, wenn sie nicht an der Kontrollstelle der Polizei wegen erhöhter Geschwindigkeit anhalten müssen, suchte ein Mann ganz bewusst den Kontakt zu den Polizeibeamten. Zwar war der Autofahrer nur unwesentlich zu schnell, hielt aber dennoch an der Kontrollstation und sprach die Kollegen direkt an. Er erklärte, dass er seine schwangere Frau auf der Stelle in den Kreissaal eines Krankenhauses in Trier bringen müsse, denn sie stehe unmittelbar vor der Entbindung. Der Mann erklärte weiterhin, dass er wesentlich schneller das Krankenhaus erreichen könnte, wenn er Polizeigeleit hätte. Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie dies hörten. Zur Freude des Autofahrers ließen sie sich nicht zweimal bitten und führten die Frau mit Blaulicht und Martinshorn ins Krankenhaus nach Trier. Die Geburt verlief reibungslos und Mutter und Tochter waren nach der Geburt wohlauf. Das Team von Trier.com gratuliert sowohl den neuen Eltern, als auch den Polizeibeamten, die wahres Herz bewiesen haben. Sie haben mit ihrem ebenso spontanen wie couragierten Handeln dem Motto „Die Polizei, dein Freund und Helfer!“ alle Ehre gemacht.
Dennoch sei allen Menschen noch ans Herz gelegt, dass man in solchen Fällen überlegen sollte, ob man nicht einen Krankenwagen zur Hilfe ruft. Immerhin kann man nicht immer mit Radarkontrollen und so netten Polizeibeamten auf dem Weg ins Krankenhaus rechnen. Außerdem, so wird zumindest vermutet, ist die Polizei nicht in der Lage, alle werdenden Eltern mit Polizeigeleit zu betreuen.

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