Jeder Mensch liebt sie: die Pizza. Mit diesem kreisrunden, minimal tellergroßen Hefefladen, der fantasievoll und gehaltvoll belegt ist und vorzugsweise im Steinofen gebacken wird, wird automatisch Italien als ursprüngliches Herkunftsland verbunden. Aber kommt die Pizza, die im Volksmund vielfach auch als „Mafiatorte“ bezeichnet wird, tatsächlich aus Italien oder wurde sie ganz woanders erfunden?

Wer ist nun der Erfinder der Pizza?

In der Antike, rund um 800 v. Chr., waren die Griechen beziehungsweise Etrusker diejenigen, die erstmalig einen Teigfladen herstellten und diesen auf einem Stein am offenen Feuer gebacken haben. Der ursprüngliche Fladen bestand lediglich aus Mehl, Wasser sowie Salz und war als Teller gedacht. Einige Zeit später kamen die Etrusker auf die Idee, den gebackenen Fladen mit den verschiedensten Lebensmitteln zu belegen. Fortan diente die „Pita“, wie die Fladen bezeichnet wurden, als eine essbare Variation des Tellers. Von dem Begriff „Pita“ hat sich dann im Laufe der Zeit der Name „Pizza“ abgeleitet.

Die Griechen entwickelten die ursprüngliche Pita weiter

Die Griechen hatten die Idee, den essbare

Pizza ist immer ein leckeres Essen.

Pizza ist immer ein leckeres Essen.

n Teller bereits vor dem Backen mit den unterschiedlichsten Lebensmitteln zu belegen, sodass die erste Pizza entstand, die nun als Hauptgericht genossen wurde. Sie waren es auch, die im Rahmen einer Kolonialisierung den Teigfladen nach Süditalien brachten. Die Römer übernahmen die belegte Variation, jedoch galt der Fladen eher als eine Speise der verarmten Bauern. Dennoch ist ihnen die wohl deutlichste Veränderung zu verdanken: Im Jahr 1522 wurde sie mit den ersten Tomaten belegt, die aus Südamerika importiert wurden.

Die Pizza Margherita

Noch heute ist die Pizza Margherita, wie sie auch bei Lieferheld angeboten wird, die ursprünglichste Variation. In Neapel wurde die Tradition des belegten und gebackenen Teigfladens mit besonders viel Herzblut geführt, im 17. Jahrhundert backten kleine Backstuben, die sich in den Armenvierteln befanden, die verschiedensten Pizzen. Im Jahr 1889 lieferte Raffaele Esposito, Eigentümer der berühmten, neapolitanischen Gasstätte Pietro, die erste Pizza an den Hof des Königs Umberto und Königin Margherita. Ihr schmeckte die einfache Variation, die mit Tomaten, Mozzarella sowie frischem Basilikum belegt war, am besten. Und so war ein Name für das einfache Gericht gefunden, das jedoch noch immer die beliebteste Pizza der Welt zu zählen ist.

Die italienische Tradition lebt weiter

Neapel ist nach wie vor als die Hauptstadt der Pizza zu bezeichnen. Dies wird auch in der einfachen, aber berühmten Pizzeria „Da Michele“ in der Via Cesare Sersale deutlich. Hier gibt es lediglich zwei Variationen, die täglich den Weg in den Magen der Einheimischen und vor allem der Touristen finden. Aber das „Da Michele“ zählt gleichzeitig zur weltbesten Pizzeria, bei der es üblich ist, eine Nummer zu ziehen, um einen Sitzplatz zu bekommen.

Zur Zeit keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine eMailadresse wird nicht veröffentlicht.