Nürburgring: Insolvenzverfahren ist eröffnet!

Am Nürburgring beginnt in dieser Woche eine neue Phase in der Neustrukturierung der Rennstrecke in der Eifel. Das Insolvenzverfahren wurde am heutigen Freitag eröffnet. Allerdings steht es noch immer nicht fest, wann sich die Sanierungsexperten und die ehemaligen Pächter einigen werden.Vielleicht bietet das Insolvenzverfahren die Möglichkeit, einen Neustart am Nürburgring zu gestalten.

An diesem Freitag hat das Insolvenzverfahren am Nürburgring auch formell begonnen. Es sei jetzt auch förmlich eröffnet, teilte der Direktor des Amtsgerichts Bad Neuenahr-Ahrweiler, Jürgen Powolny, am Freitag mit. Bisher gab es nur ein vorläufiges Verfahren. Bereits im Sommer hatte die Rennstrecke in der Eifel bekannt gegeben, dass ein Insolvenzverfahren aller Voraussicht nach unvermeidlich sein wird. Danach war der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) unter Druck geraten. Eine dreistellige Millionensumme an Steuergeld könnte wegen des als überdimensioniert geltenden Ring-Ausbaus verloren sein. Mittlerweile hat der Landesvater in Rheinland-Pfalz seinen Rücktritt als Ministerpräsident angekündigt.

Insolvenz in Eigenverwaltung

Bei der Insolvenz des Nürburgrings handelt es sich um eine Insolvenz in Eigenverwaltung. In diesem Fall bestellt das zuständige Gericht keinen Insolvenzverwalter, sondern einen Sachwalter. Unter dessen Aufsicht darf der Schuldner die Insolvenzmasse verwalten und über sie verfügen. Ziel ist die Neuvermarktung der Rennstrecke. Demnach bleibt der Nürburgring weiterhin für seine betriebswirtschaftliche Zukunft eigenverantwortlich. Als Sachwalter fungiert der Koblenzer Rechtsanwalt Jens Lieser, er war es zunächst vorläufig. Sanierungsgeschäftsführer ist der Trierer Jurist Thomas Schmidt. Derzeit verhandeln beide mit den ehemaligen Pächtern der Rennstrecke. Auch wenn man bisher keine Einigung erzielen konnte, könnte diese dennoch kurz bevorstehen.

Die Besitzgesellschaft Nürburgring GmbH hatte im Sommer Insolvenz angemeldet. Regierungschef Beck entschuldigte sich im August in einer Sondersitzung im Mainzer Landtag für Fehler. Seine frühere SPD-Alleinregierung hatte die Rennstrecke in der strukturschwachen Eifel seit 2007 für 330 Millionen Euro ausgebaut.

 

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