Nürburgring: Land und private Pächter mit Einigung?

Das Land Rheinland-Pfalz hat gegen die privaten Pächter des Nürburgrings Anklage eingereicht, weil diese nicht ihren Pachtzahlungen nachgekommen sind, obwohl sie diese hätten leisten können. Nachdem in den letzten Wochen alles nach einem langen Prozess ausgesehen hat, könnte nun das Land Rheinland-Pfalz die Wende einleiten.

In diesen Tagen macht der Nürburgring in der Eifel nicht nur mit sportlichen Veranstaltungen wie etwa dem 24-Stunden Rennen, das am vergangenen Wochenende auf der Rennstrecke ausgetragen wurde, auf sich aufmerksam. Auch abseits des Motorsports bewegt sich momentan viel in der Presse um die Traditionsrennstrecke in der Eifel. Während sich der Rechtsstreit zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und den privaten Pächtern in den letzten Wochen zugespitzt hat, scheint sich die Lage nun wieder leicht zu entspannen. Die Räumungsklage, die das Bundesland gegen die privaten Geschäftsleute eingeleitet hat, liegt in diesen Tagen wieder auf Eis. Anscheinend zeigt man sich bei der Landesregierung bereit, über einen Kompromiss außerhalb des Gerichts zu verhandeln. Ein langjähriges und damit sehr teueres Gerichtsverfahren wollen wohl beide Seiten vermeiden. Die privaten Pächter haben dem Land Rheinland-Pfalz einen Vergleichsvorschlag gemacht, über den die Landesregierung nun beraten wird.

Das Bundesland hatte eine Räumungsklage gegen die privaten Pächter eingereicht, weil diese mit ihren Pachtzahlungen ins Hintertreffen geraten waren, obwohl sie diese Leistungen angeblich hätten erbringen können. Der Freizeitpark am Nürburgring leidet seit seiner Eröffnung unter einem chronischen Besuchermangel. Aufgrund der fehlenden Pachtzahlungen hatte das Land Rheinland-Pfalz beschlossen, den Pachtvertrag aufzulösen.

Die Nürburgring Automotive GmbH schweigt

Die private Nürburgring Automotive GmbH schweigt derzeit zu den neuen Versuchen der Einigung zwischen ihr und der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Sie verwies lediglich auf eine anstehende Pressekonferenz, auf der die Geschäftsführer Kai Richter und Jörg Lindner ihre Geschäftszahlen der Nürburgring Automotive GmbH präsentieren wollen. Außerdem stellen die beiden ein neues Konzept für die Traditionsrennstrecke in der Eifel vor. Diese Pressekonferenz, die nach Angaben des Infrastrukturministeriums keine Auswirkungen auf die neuen Verhandlungen der beiden Parteien haben wird, wird am kommenden Donnerstag stattfinden.
Neben dem Rechtsstreit zwischen den privaten Pächtern und dem Land hat auch die Europäische Union einen Blick auf den Nürburgring geworfen. Sie wirft der Landesregierung vor, die Rennstrecke unverhältnismäßig stark subventioniert zu haben. Die Europäische Kommission hat bereits angekündigt, dieser Sache gründlich nachzugehen. Die Europäische Union ist die oberste Wettbewerbshüterin in Europa. Sollten sich die Verwürfe konkretisieren und bewahrheiten, müssten die Betreiber des Nürburgrings die Subventionen zu einem großen Teil zurückzahlen. Dies würde den finanziellen Ruin für die Rennstrecke bedeuten.

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