Eintracht Trier verliert im Moselstadion

Was die Spieler von Eintracht Trier derzeit den eigenen Fans im Moselstadion anbieten, ist schlichtweg viel zu wenig. Am gestrigen Abend musste die Eintracht in der Regionalliga Südwest eine 0:1 Niederlage im eigenen Stadion gegen Elversberg hinnehmen. Die Spieler der Trierer zeigten sich dabei ideenlos, motivationslos und zum Teil überfordert. Die Eintracht rückt damit immer näher auf die Abstiegsplätze zu.

Es ist derzeit fraglich, ob sich die Anhänger von Eintracht Trier noch an die glorreichen Zeiten in der 2. Fußball-Bundesliga erinnern können. Derzeit gibt sich das Team um Trainer Roland Seitz vor allem im eigenen Stadion alle Mühe, diese Zeiten für immer aus dem Gedächtnis der Fans zu verbannen. Am gestrigen Abend verloren die Trierer im heimischen Moselstadion gegen Elversberg mit 0:1 und hatten sogar Glück, dass das Ergebnis noch milde ausfiel. Dies hatten sie vor allem dem neuen Schlussmann Stephan Loboue zu verdanken, der das eine oder andere Mal in höchster Not gegen die Elversberger rettete. Letztlich war das Ergebnis  für die Fans von Eintracht Trier wohl noch das beste an einem schlechten Abend im Moselstadion. Es schmerzte die meisten Anhänger viel mehr, auf welche Weise sich die eigenen Spieler vor heimischer Kulisse präsentierten. Die komplette Mannschaft agierte ohne Selbstvertrauen und ohne erkennbaren Willen, den Abwärtstrend der letzten Wochen zu beenden. Der Spielaufbau der Eintracht fand schlichtweg nicht statt, sodass sich die Chancen, ein Tor zu schießen-nur so kann man im Fußball gewinnen- auf Trierer Seite in Grenzen hielten. Wenn es in der Offensive nicht funktioniert, dann muss man eben hinten gut stehen, um im schlechtesten Fall wenigstens einen Punkt im eigenen Stadion zu behalten. Allerdings schien die komplette Defensive beim einzigen Tor der Elversberger dies kurz vergessen zu haben. Die Verteidiger hatten in der 32. Minute die besten Stehplätze im Stadion, als Elversberg durch Christian Grimm in Führung ging.

Keine Reaktion der Mannschaft

Nach dem Führungstor durch Elversberg blieb Eintracht Trier eine Stunde Zeit, den Rückstand aufzuholen. Die Fans der Eintracht hielten ein Plakat mit dem Aufruf „Aufwachen“ über ihre Köpfe. Leider schienen die Spieler der Trierer nicht in der Lage, diesen Aufruf zu lesen. Sie agierten weiter traumhaft unsicher und erspielten sich im ganzen Spiel vielleicht zwei, drei ansehnliche Torchancen. Bald wurde den Anhängern auf der Tribüne an diesem Abend klar, dass das Spiel auch noch zwei Stunden laufen könnte, ohne dass die Eintracht ein Tor schießen würde. Nach 90 klanglosen Minuten schwachen Fußballs fand das Spiel im Abpfiff wohl einen seiner größten Höhepunkte an diesem Abend. Zurück blieben ein paar verträumte Eintracht-Fans, die vermutlich gerade an Harry Koch und die 2. Fußball-Bundesliga dachten-Nostalgie kann so schön sein.

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