Stadtrat denkt über Temposenkung in Trier nach

Der Stadtrat in Trier hat bereits 2010 beschlossen, dass das Tempolimit in einigen Straßen von 50 auf 30 km/h in der Nacht begrenzt werden muss. Dies soll die Anwohner vor dem Verkehrslärm schützen. Allerdings konnte der Beschluss bis heute in keinster Weise umgesetzt werden.

Einige Anwohner in Trier müssen vor allem nachts mit erhöhtem Straßenverkehrslärm auskommen. Viele Menschen werden dadurch an einem gesunden Schlaf gehindert. Aus diesem Grund hat der Stadtrat in Trier schon 2010 beschlossen, dass es Zeit ist, ein Tempolimit von 30 km/h für manche Trierer Straßen in der Nacht einzuführen. Auf diese Weise sollen die Anwohner entlastet werden. Außerdem sieht der Beschluss aus dem Jahr 2010 vor, dass an einigen Stellen in Trier Lärmschutzwände gebaut werden sollen. Bis jetzt ist es aber an der Umsetzung gescheitert.

Gutachten eines Fachbüros wurde ausgewertet

Ein Fachbüro hat für den Trierer Stadtrat eine eigene Analyse über den Verkehrslärm in der Trierer Innenstadt erstellt. Diese ergab, dass viele Anwohner tagsüber mit einer Lärmbelästigung von 70 Dezibel leben müssen. In der Nacht geht diese Belastung dann nur leicht auf ungefähr 60 Dezibel hinunter. Um diesen Wert besser vergleichen zu können, lohnt sich ein Blick in die Arbeitswelt. Hier ist ein Gehörschutz vorgeschrieben, wenn die Lärmbelästigung nur kurzzeitig auf 85 Dezibel ansteigen kann. Unter diesen Umständen lässt sich sagen, dass ein Wert zwischen 60 und 70 Dezibel auf jeden Fall stresserzeugend interpretiert werden kann. Das Tempolimit würde in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr vor 50 auf 30 km/h gesenkt werden. Bis jetzt wird diese Regelung nur vereinzelte Straßen treffen. Allerdings denkt die Stadt Trier darüber nach, in der Saar-, Matthias- und Paulinstraße ein generelles Tempolimit von 30 km/h einzuführen. Auch die Lärmschutzwände sollen erst einmal nur vereinzelt an Stellen platziert werden, an denen sie auch wirklich effizient arbeiten können.

Die Durchsetzbarkeit scheint nicht zu funktionieren

Obwohl der Beschluss schon 2010 durch den Trierer Stadtrat verabschiedet worden ist, konnte bis jetzt nichts von diesem Vorhaben umgesetzt werden. Die Gründe hierfür sind verschieden zu betrachten. Im Bezug auf die Lärmschutzwände mangelt es einfach an dem nötigen Geld, um diese zu bezahlen. Die Stadt Trier ist hoch verschuldet und das Land Rheinland-Pfalz stellt allen Kommunen in diesem Bundesland gerade einmal insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung. Aus diesem Grund kann es sich die Stadt Trier nicht leisten, solche Lärmschutzwände aufzubauen.
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen juristisch in die Straßenverkehrsordnung integriert werden. Anscheinend ist dies eine fast unlösbare Aufgabe für die Stadt Trier. Außerdem muss das Tempolimit mit dem Mobilitätskonzept 2025 übereinstimmen. Dieses Konzept sieht verschiedene strukturelle Änderungen bis zum Jahr 2025 vor, um die Verkehrslage in Trier effizienter zu gestalten.

Man darf also weiterhin gespannt sein, wann denn der Beschluss durchgesetzt wird. Wieder einmal stellt die Stadt Trier unter Beweis, dass Gottes Mühlen zwar immer langsam mahlen, dennoch nicht jedes Mal stetig.

 

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