Müllsünder kosten die Stadt Trier 64530 Euro

Die sogenannten Müllsünder kosten die Stadt Trier jedes Jahr beinahe 65.000 Euro. Dies sind die Kosten, die für die Beseitigung des illegal abgelegten Mülls anfallen. Darüber hinaus sind nicht nur die Kosten extrem hoch, auch der Schaden für die Umwelt kann in manchen Fällen ausufern. Oft findet die Stadt Trier gefährlichen Müll in der Natur, der unachtsam von Müllsündern dort deponiert worden ist.

Die Stadt Trier muss jährlich durchschnittlich knapp 65000 Euro aufwenden, um illegalen Abfall zu beseitigen, der von Müllsündern einfach irgendwo abgelegt worden ist. Insgesamt findet die Stadt Trier im Durchschnitt 260 Tonnen solchen Mülls. Dies entspricht einer Menge, die in zehn großen Sattelschleppern transportiert werden kann. Die Menschen lassen aber nicht nur herkömmlichen Müll unachtsam am Straßenrand liegen, sondern auch sehr schädliche Dinge für die Tierwelt und die Natur. Während Plastiktüten zu den noch harmloseren Sachen gehören, die die Stadt Trier in der Natur vorfindet, werden die Beamten immer häufiger auf Ölkanister und Altöl aufmerksam. Im letzten Mal wurde sogar asbestbelasteter Schiefer, der zutiefst krebserregend ist, entsorgt. Anscheinend fehlt vielen Menschen immer noch das Bewusstsein, mit der Natur verantwortungsvol umzugehen. Hier sollte sich der Staat enventuell die Frage stellen, ob es nicht einer besseren Aufklärung bedarf.
Auch das Naturschutzgebiet Kenner Flur, das eine Größe von 31,4 Hektar hat, ist immer wieder Einsatzort für die Entsorgungstrupps der Stadt Trier. In diesem Naturschutzgebiet lassen sich vor allem viele unterschiedliche Vogelarten nieder, die durch den Müll beeinträchtigt werden können.

Kriminalpolizei ermittelt gegen Müllsünder

In Zulunft werden Müllsünder mit höheren Strafen rechnen müssen. Längst ist die Stadt nicht mehr gewillt, die Vergehen einfach hinzunehmen. Die Kriminalpolizei wird Ermittlungen aufnehmen, wenn die Stadt wieder einmal sogenannten gefährlichen Müll sichergestellt hat. Die Verursacher sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Ab 1. Juni 2012 wird ein neues Gesetz in Kraft treten. Dieses sieht bei solchen Vergehen eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 10.000 Euro vor. Auch eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren kann durch die Gerichte verhängt werden. Kleinere Vergehen sollen durch die Kreisverwaltung in Form der Abteilung Bauen und Umwelt sanktioniert werden. Diese kann Geldstrafen bis zu 10.000 Euro verhängen. Durch diese Arbeitsteilung sollen möglichst viele Müllsünder zur Rechenschaft gezogen werden. In letzter Konsequenz soll dadurch auch das Bewusstsein der einzelnen Akteure für die Problematik gestärkt werden.
Im letzten Jahr wurden insgesamt 118 Bußgeldverfahren eingeleitet. Dadurch konnte die Stadt Trier Bußgelder in Höhe von 14600 Euro einnehmen. In manchen Stadtteilen in Trier setzt die Stadt sogar mittlerweile freiwillige Helfer ein, damit der Müll beseitigt werden kann.

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