Jörg Lindner und Kai Richter wollen weitermachen

Jörg Lindner und Kai Richter, private Pächter auf dem Nürburgring, sind sich beide sicher, dass sie auch in Zukunft die Geschicke des Nürburgrings leiten dürfen. Sie führen den wirtschaftlichen Erfolg als Hauptargument an. Dabei steht noch immer eine schwebende Räumungsklage des Landes Rheinland-Pfalz im Raum.

Die beiden Geschäftsführer Jörg Lindner und Kai Richter auf dem Nürburgring wollen auch in Zukunft weitermachen. Im Moment liegen die beiden mit der Regierung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz im Clinch, weil sie ihre Pachtzahlungen nicht wie vereinbart geleistet haben sollen. Aus diesem Grund hat das Bundesland bereits Räumungsklage gegen die beiden privaten Pächter erhoben. Dies scheint Lindner und Richter aber nicht sonderlich zu beeindrucken, denn die beiden zeigen sich sehr optimistisch, dass sie auch weiterhin die Geschicke auf dem Nürburgring leiten werden. Vor allem ihre großen wirtschaftlichen Erfolge führen sie als Begründung an. Seit ihrem Start im Jahr 2010 haben sich sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnzahlen am Nürburgring deutlich verbessert. Der Umsatz stieg in dieser Zeit von 53,1 auf 58,2 Millionen Euro. Während man im ersten Geschäftsjahr noch ein Minus von 444.000 Euro hinnehmen musste, konnte man dies nach eigenen Angaben in dem folgenden Jahr kompensieren und 986.000 Euro Gewinn erzielen. Am ersten Mai 2012 ist das dritte Geschäftsjahr gestartet. Für dieses rechnen beide gar mit einem Gewinn von über sechs Millionen Euro. Ob man dies so einfach glauben kann, ist schwer zu sagen. Diese Aussage könnte auch bewusst getroffen worden sein, um das Bundesland Rheinland-Pfalz unter Druck zu setzen.

Freizeitpark und Einkaufshalle sehr unprofitabel

Letztlich ist der Nürburgring in der Eifel sehr zweigeteilt. Während der Motosport und der volle Rennkalender Geld in die Kassen der Rennstrecke spülen, sind die meisten neu gebauten Einrichtungen nicht rentabel und kosten die Eigentümer eigentlich nur Geld. Die Veranstaltungshalle, die Einkaufshalle und auch die Erlebniswelt Ringwerk schreiben jedes Jahr rote Zahlen. Dabei wurden gerade diese Einrichtungen für viele, viele Millionen Euro neu errichtet.
Kai Richter hat zudem kürzlich öffentlich kritisiert, dass man seitens des Landes Rheinland-Pfalz endlich die Zuschauerzahlen der einzelnen Veranstaltungen besser kontrollieren muss. Am letzten Wochenende fand auf dem Nürburgring das weltbekannte 24h-Rennen statt. Angeblich sollen 235.000 Menschen dieses besucht haben. Glaubt man den Worten von Kai Richter sei dies schon aus strukturellen Aspekten sehr schwer vorstellbar.

Sowohl Jörg Lindner, als auch Kai Richter sind überzeugt, dass sie schnell eine Einigung mit dem Bundesland erzielen können. Auch Kurt Beck zeigte sich in einem letzen Interview zuversichtlich. Er bestehen also ernsthafte Hoffnungen, dass man sich auf dem Nürburgring bald wieder ganz dem Motorsport widmen kann. Schließlich ist die „Grüne Hölle“ gerade dafür bekannt.

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