Nürburgring-Prozess: Kurt Beck soll in den Zeugenstand

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, der sein Amt an Malu Dreyer aus Trier abtreten wird, soll im Nürburgring-Prozess als Zeuge vernommen werden. Neben Kurt Beck sind auch andere Minister des Bundeslandes als Zeugen im Gespräch. Das beantragte der Anwalt des angeklagten früheren Geschäftsführers der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Langsam aber sicher kommt Bewegung in den Nürburgring-Prozess, denn am heutigen Dienstag hat der Anwalt des angeklagten früheren Geschäftsführers der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz beantragt, dass sowohl Kurt Beck, als auch andere Minister des Bundeslandes vor Gericht gehört werden sollen. Kurt Beck wird demnach aller Voraussicht nach, im Zeugenstand vor Gericht vernommen werden. Vor einigen Wochen hatte der Landesvater von Rheinland-Pfalz bekannt gegeben, dass er sein Amt 2013 an Malu Dreyer aus Trier, die bis dahin Sozialministerin gewesen ist, abgegeben wird (wir haben berichtet). Kurt Beck gab damals an, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sei, die Geschicke des Bundeslandes Rheinland-Pfalz ordnungsgemäß und mit aller Kraft zu führen. Für Kurt Beck und die anderen Minister wird die Zeugenaussage vor Gericht sicherlich nicht sehr angenehm werden, denn der Verteidiger des Angeklagten kündigte an, dass er zeigen möchte, dass sein Mandant angesichts damaliger Aussagen von Beck und anderen Ministern etwa im Untersuchungsausschuss des Landtages davon ausgehen durfte, dass die geplante Privatfinanzierung für den Freizeitpark am Ring grundsätzlich stehe.

Dem Antrag schlossen sich die Verteidiger des Ex-Ringchefs Walter Kafitz sowie eines weiteren Angeklagten an, anschließend wurde die Verhandlung vertagt. In dem Prozess ist unter anderem auch der ehemalige Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) angeklagt.

 

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