Klimawandel in Rheinland-Pfalz

Der Klimawandel ist mittlerweile eines der ganz großen Themen der Menschheit. Immer mehr Forscher versuchen sich des Themas anzunehmen und neue Ergebnisse zu produzieren. Auch die Großregion Trier weist mittlerweile erste Anzeichen eines sich wandelnden Klimas auf. Während die Temperatur in den letzten Jahrzehnten bereits deutlich angestiegen ist, soll dieser Trend auch in der Zukunft noch anhalten.

Das rheinland-pfälzische Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen in Trippstadt befasst sich dieser Tage mit dem Klimawandel in der Großregion Trier und hat zu diesem Thema einige interessante Befunde erzielt. Auch wenn der Sommer bis jetzt durchaus verregnet und kalt gewesen ist, haben die Forscher einen langfristigen Temperaturanstieg festgestellt. In den letzten Jahrzehnten ist die Temperaturkurve auf dem Trierer Petrisberg deutlich um durchschnittlich 1,7 Grad angestiegen. Auch in Zukunft soll sich dieser Trend weiter fortführen. Experten rechnen sogar damit, dass sich die Durchschnittstemperaturen bis zum Ende dieses Jahrhunderts um weitere vier Grad erhöhen sollen. Zudem sollen extreme Wetterlagen häufiger werden. Hierzu zählen unter anderem Hagel und Gewitterlagen. Prinzipiell sollen die Sommerperioden trockener und die Winterzeit nasser werden.

Klimawandel keine Zukunftsmusik mehr

Auch wenn sich der Klimawandel immer nach Zukunftsmusik anhört, ist er längst Realität geworden. In der Großregion Trier sind bereits heute erste Folgen des Wandels auszumachen. In rheinland-pfälzischen Betrieben sind in diesem Jahr über 100 Kälber und Lämmer zur Welt gekommen, die starke Verkrüppelungen aufwiesen. Diese sind aller Wahrscheinlichkeit nach durch das in Europa eingewanderte Schmallenberg-Virus verursacht worden. Des Weiteren bebachten Experten seit Jahren, dass Borkenkäfer und Zecken immer zahlreicher werden. Auch diesen Tieren kommen die erhöhten Temperaturen zu Gute. Veränderungen zeigen sich aber nicht nur in der Tierwelt, sondern auch in Bezug auf Pflanzen. So werden Fichten, die unter normalen Umständen sehr viel Wasser brauchen, von anderen, robusteren Baumarten, verdrängt. Hinzu kommt auch, dass bereits Bauern davon ausgehen, dass sie ihre Anbaupflanzen in naher Zukunft verändern müssen. Auch wenn der Klimawandel noch nicht für jeden sichtbar scheint, so hat er in der Großregion Trier schon Einzug gehalten.

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