Sinnlos betrunkene Jugendliche an Weiberdonnerstag regen zur Diskussion an

Nach den erschreckenden Nebenerscheinungen der Festlichkeiten zum Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt in Trier, scheint nun eine Diskussion über den Alkoholkonsum der Jugendlichen in der Moselstadt zu entstehen. Dabei ist das Phänomen an Weiberdonnerstag längst kein Einzelfall, denn wer schon einmal sich die Zeit genommen hat und am Wochenende durch die Trierer Innenstadt gegangen ist, der wird festgestellt haben, dass man dort regelmäßig betrunkene Jugendliche vorfindet. Der Unterschied zu Karneval ist lediglich die Zentralisierung auf dem Hauptmarkt.

In der regionalen Presse wurde ausgiebig über die Festlichkeiten an Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt in Trier geschrieben. Vor allem die vielen betrunkenen Jugendlichen, die die Rettungskräfte und die Polizisten immer wieder auf den Plan riefen, werden in dieser Berichterstattung erheblich angegriffen. Dies geschieht nach ihrem Verhalten völlig zurecht, denn vor allem junge Menschen haben sich an diesem Tag bis fast in das Koma getrunken. Auch die vielen Schlägereien, die meistens aus dem Alkoholkonsum erwachsen sind, sind auf das Schärfste zu verurteilen. Eine Veränderung für die zukünftigen Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt in Trier sollte gefunden werden. Dennoch darf sich der Blick nicht einzig auf die drei Karnevalstage im Jahr richten. Schließlich ist das Problem, das sich vor allem junge Menschen völlig sinnlos betrinken, keinesfalls neu und es ist erschreckend, dass Presse und öffentliche Personen so verengt mit diesem Umstand umgehen.. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, bestimmte Ecken am Wochenende in Trier aufzusuchen, der wird festgestellt haben, dass viele Jugendliche längst nicht nur an Karneval zu viel Alkohol trinken. Auch an anderen „normalen“ Tagen wird man, wie aus eigener Erfahrung berichten kann, von Jugendlichen in der Trierer Innenstadt grundlos angepöbelt. Halbstarke, mit denen man aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten nur Mitleid empfinden kann, suchen förmlich nach Streitereien.
Der Unterschied zu Karneval liegt einfach in der Zentralisierung. An Tagen wie Weiberdonnerstag treffen sich alle „Übeltäter“ auf einem Platz. An anderen Tagen ist diese zentrale Position nicht gegeben.
Daher grenzt es beinahe an blinden Aktionismus, wenn man sich jetzt nur darauf konzentriert, die Karnevalstage freundlicher zu gestalten. Es muss auch darum gehen, die Jugendliche ganzjährlich besser zu kontrollieren. Wenn man eines aus dem Treiben auf dem Hauptmarkt lernen kann, dann das, dass weite Teile der Jugend in Trier gerne zur Flasche greifen und sich dabei völlig überschätzen. Dies ist aber keineswegs ein Problem des Karnevals, sondern ein viel grundlegenderes.
Dennoch muss für die Zukunft der Weiberdonnerstag besser organisiert werden. Es kann nicht hingenommen werden, dass Geschäftsinhaber mit ansehen müssen, wie betrunkene Narren ihre Eingangstüren als Toilette benutzen. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, eine Lokation zu suchen, bei der Betrunkene nichts kaputt machen können. Schließlich geht es bei den meisten Menschen nicht darum, auf dem Hauptmarkt zu feiern, sondern eher darum, sich zu betrinken. Das kann man überall in Trier machen.

 

 

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