Haus für Kinder in der Trierer Innenstadt wird geschlossen

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) hat beschlossen, dass das Haus für Kinder in der Krahnenstraße geschlossen wird, denn das Gebäude ist so marode, dass es nicht mehr als Kindertagesstätte fungieren kann. Der Sozialträger ist von der Stadt Trier enttäuscht. Diese scheint nicht bereit zu sein, sich um das Problem der Kita kümmern zu wollen.

Das Haus für Kinder in der Krahnenstraße ist augenscheinlich marode. Dieser Eindruck drängt sich jedem Begutachter direkt auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Hausaußenfassade oder das Hausinnere begutachtet. Überall wird sichtbar, dass das Gebäude längst nicht mehr für eine Kita geeignet sein kann. Der Putz blättert langsam aber sich ab, durch die Fenster zieht es und eine ertragbare Zimmertemperatur können die Erzieherinnen nur gewährleisten, wenn sie die Heizungen voll aufdrehen. Dennoch scheint die Stadt Trier nicht bereit zu sein, über das Haus für Kinder zu entscheiden und damit den Sozialträger, den Sozialdienst Katholischer Frauen, zu entlasten. Immerhin erfüllt dieser Verein eine der Aufgaben der Stadt Trier, die für ausreichend Kitaplätze sorgen muss.
Nun hat der Sozialdienst Katholischer Frauen die Schließung beschlossen, um auf diesem Wege mehr Druck auf die Stadt Trier und auf die Sozialdezernentin Angelika Birk zu entwickeln. Mit diesem Beschluss stehen nun fünfzig Betreuungsplätze und fünfzehn Arbeitsplätze auf dem Spiel. Dabei sind die Menschen gerade auf Betreuungsplätze in der Trierer Innenstadt angewiesen. Das Haus für Kinder nimmt Kinder vom Säuglingsalter bis hin zu neun Jahren.
Der Sozialdienst Katholischer Frauen hofft, dass die Stadt Trier einen Weg finden wird, ein neues Gebäude für die Kita bereitzustellen. Eine Sanierung des Gebäudes in der Krahnenstraße kann ausgeschlossen werden, da diese zu teuer werden wird.
Schließlich sind die Fenster winddurchlässig und die Dächer wurden schon mehrfach ausgebessert.

Angelika Birk reagiert auf Schreiben des SKF

Der Sozialdienst Katholischer Frauen hat sich nun ganz direkt an die Sozialdezernentin der Stadt Trier, Angelika Birk, gewandt und verlangt von ihr eine Stellungnahme zur Zukunft der Kita. Außerdem brachte der SKF gegenüber Birk vor, dass es an Unterstützung mangelt. Die Sozialdezernentin erwiderte, dass das Haus für Kinder schon seit langer Zeit auf der to-do-Liste der Stadtverwaltung steht. Allerdings sei die schlechte finanzielle Lage der Stadt Trier das große Problem. Neben der Kita in der Krahnenstraße sind weitere Neubauten von Kindertagesstätten geplant.
Währenddessen wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, um die Stadt Trier auf die Notwendigkeit geeigneter Betreuungsplätze aufmerksam zu machen.

Für den kommenden Montag sind Gespräche zwischen dem Sozialdienst Katholischer Frauen und der Sozialdezernentin geplant. Ob bei diesen Dialogen der große Wurf gelingen kann, wird man abwarten müssen. Gerade zum Wohle der Kinder wäre dies zu wünschen.

 

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