Die CDU möchte das generelle Grillverbot verhindern

Nach der Satzungsänderung der Stadt Trier sollte das Grillen in Zukunft eigentlich nicht mehr erlaubt sein. Stattdessen sollten neue Grillplätze eingerichtet werden, an denen weiterhin gegrillt werden darf. Hintergrund der Satzungsänderung war vor allem die Diskussion um das Müllaufkommen im Trierer Palastgarten. Die CDU rudert nun zurück und fordert eine erneute Satzungsänderung. Das Grillverbot sei für die Stadt Trier zu teuer.

Im vergangenen Jahr war eine heftig geführte Diskussion in Trier um den Palastgarten entstanden. Der Grund hierfür waren die anhaltenden Verschmutzungen durch vor allem jugendliche Gruppen, die die Grünanlage immer häufiger zum Grillen benutzt haben. Jedoch wurden die Überreste solcher Grillfestlichkeiten meistens achtlos ins Grüne geworfen. Darauf entschied sich die Stadt Trier, eine neue Satzung für die Moselstadt zu erlassen, in der geschrieben steht, dass das Grillen in Zukunft verboten sein. Stattdessen sei man auf Seiten der Stadt bereit, feste Grillplätze einzurichten. Auch wenn die neue Satzung auf Widerstand gestoßen ist, so war man sich zumindest innerhalb der Fraktionen einig. Nun scheint aber die CDU nicht länger bereit zu sein, diese neue Satzung zu unterstützen und möchte einen neuen Vorschlag unterbreiten. Vor allem die finanzielle Situation der Stadt Trier macht der Fraktion Sorgen. Demnach würde das feste Einrichten von Grillplätzen im Jahr ungefähr 95.000 Euro kosten. Dies ist der Fraktion der CDU deutlich zu teuer. Aus diesem Grund möchte sie vorschlagen, das generelle Grillverbot aufzuheben und an dessen Stelle lediglich ein punktuelles Verbot zu erlassen. So darf dann im Palastgarten nicht gegrillt werden. Dort sollen aber dann trotzdem solche fest eingerichteten Grillplätze installiert werden. Auf anderen Grünflächen in Trier wäre das Grillen dann vorbehaltlos gewährleistet.
Bis jetzt hat dieses Gedankenspiel die anderen Fraktionen noch nicht erreicht. Dementsprechend sind auch noch keine Reaktionen aus den anderen Lagern zu vernehmen. Allerdings muss man sich auch fragen, wie der Stadtrat eigentlich arbeitet. Da werden Satzungen verabschiedet über die man dann im Nachhinein nachdenkt. Plötzlich sind Konzepte nicht mehr finanzierbar, die man vorher als gelungen empfunden hat. Vielleicht sollte in Zukunft zuerst nachgedacht und dann gehandelt werden.

 

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