Der Trierer Stadtrat hat am heutigen Dienstag das Grillverbot im öffentlichen Raum aufgehoben.

Grillfans in und um Trier dürfen aufatmen. Endlich, passend zum Frühlingsanfang, darf im öffentlichen Raum rund um die Trierer Wiesen und Grünflächen wieder gebruzzelt werden. Dies entschied der Trierer Stadtrat am Dienstagabend mit großer Mehrheit.

Im vergangenen September war das Grillverbot im Rahmen einer Grünanlagen- und Spielflächensatzung eingeführt worden. Grund hierfür war vorallem das extreme Müllproblem, was durch die vielen Grillfans in Trier entstanden war. Nach dem Grillen wurden Einweggrills, Verpackungen oder Glasflaschen liegengelassen und führten zu deutlicher Mehrarbeit bei der Stadtreinigung.

Nun also darf auf den Trierer Wiesen und Grünflächen wieder gegrillt werden. Doch wie kommt es zu einem solch plötzlichen Sinneswandel, nachdem erst im Dezember das Grillen per Satzung verboten worden war? Das Grillverbot stieß in der Trierer Bevölkerung auf deutliche Kritik und gerade die junge Generation wollte sich mit einer solchen Freiheitseinschränkung nicht abfinden. Die Pläne des Stadtrats, spezielle Grillstellen in Trier einzurichten, an denen das Grillen erlaubt ist, scheiterten an der Kostenfrage. So blieb dem Stadtrat letztendlich keine andere Möglichkeit, als das Grillverbot innerhalb der Satzung wieder aufzuheben. Nach der Gemeindeordnung kann ein solcher Beschluss jedoch erst nach 6 Monaten durch das Gremium verändert werden. Da die Grillsaison dann jedoch schon wieder vorbei gewesen wäre, nutzte Oberbürgermeister Klaus Jensen sein Vorrecht und setzte einen entsprechenden Antrag der CDU, das Grillverbot aufzuheben, auf die Tagesordnung der Ratssitzung.

Inhalt des Antrags war die Forderung, das Grillen auf öffentlichen Grünflächen in Trier wieder zu gestatten, sofern dadurch keine Brandgefahren oder Belästigungen durch Rauch, Geruch oder Flugasche entstehen. Weiterhin verboten bleibt das Grillen auf Spiel- und Bolzplätzen, in Zieranlagen und auf Flächen mit Bäumen. Im Palastgarten soll das Grillen auf der südlichen Rasenfläche erlaubt sein, sofern sichergestellt ist, dass der Rasen nicht beschädigt wird. Außer der FWG stimmten alle Parteien dem Antrag zu. Einschränkungen wurden jedoch Mithilfe von SPD, FDP, Grünen und den Linken durchgesetzt: Es dürfen nur Grills mit einem Mindestabstand von 40 cm zwischen Glut und Grasnarbe verwendet werden. Einweggrills sind auch weiterhin verboten.

Mit der Aufhebung des Grillverbots tut der Stadtrat der Mehrheit der Trierer Bürger sicherlich einen großen Gefallen. Gerade für jüngere Leute ist das Grillen im Park bei Sonnenschein eine schöne Abwechslung zum Alltagsstress und fördert die soziale Kontaktfreudigkeit. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Bürger dieses kulturell wertvolle Geschenk des Stadtrates zu schätzen wissen und dementsprechend verantwortungsbewusst handeln. Sollten mit der Aufhebung auch die altbekannten Probleme zurückkommen, wird dies sicherlich die letzte Saison sein, in der man auf den Grünflächen der Stadt seinen Grill auspacken und seine Würstchen genießen kann.

Vorerst heißt es jedoch: Ran an die Grills!

Zur Zeit keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine eMailadresse wird nicht veröffentlicht.