Gerty Spies

(geboren: 13. Januar 1897 in Trier, gestorben : 10. Oktober 1997 in München)

Gerty Spies, Tochter eines jüdischen Kaufmanns, war eine angesehene deutsche Schriftstellerin. Zunächst absolvierte sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin in Frankfurt am Main. Dann kehrte sie jedoch nach Trier zurück und heiratete einen Chemiker. Obwohl die Ehe 1927 geschieden wurde, gingen zwei Kinder aus dieser hervor. Nachdem sie mit ihrem Mann in Freiburg gelebt hatte, siedelte sie 1929 nach Schwabing um und begann dort schriftstellerisch tätig zu werden. Obwohl man ihr ab 1933 durch die Nationalsozialisten das Leben schwer machte, zog sie 1939 nach München, da sie dort von einem Verlag angestellt worden war. Allerdings war es ihr nicht sehr lange vergönnt, diesen Umstand zu genießen. 1942 wurde sie, wie viele andere Juden auch, deportiert. Glücklicherweise konnte sie 1945 nach München zurückkehren, weil sie nie aufgegeben hatte und mit einem respekteinflößendem Willen ihre Gefangenschaft überlebt hatte. Etliche bekannte Werke wie zum Beispiel der Gedichtband Theresienstadt, entstammten aus ihrer Feder. Kurz nach ihrem 101. Geburtstags starb sie. Aber selbst im Tod war sie noch Herr über ihr eigenes Leben. Mit ihrem letzten Willen hatte sie bestimmt, dass auf ihren Grabstein die Worte kamen: „Ich liebte, lachte und litt…“.

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