Keine Einigung zwischen Feuerwehr und Stadt Trier

Die Beamten der Berufsfeuerwehr in Trier lehnen den Freizeitausgleich von 7,5 Tagen ab. Nachdem zunächst alles für eine Einigung gesprochen hatte, zieht die Feuerwehr nun die Notbremse. Die Stadt Trier reagiert erst einmal überhaupt nicht.

Nachdem es gestern noch nach einer Einigung zwischen der Feuerwehr und der Stadt Trier ausgesehen hat (wir haben berichtet), ist dies bereits am heutigen Tag überholt. Die Beamten der Berufsfeuerwehr in Trier werden dem Freizeitausgleich in Höhe von 7,5 Tagen für ungefähr 100 betroffene Feuerwehrmänner nicht zustimmen. Dies ergab eine interne Betriebsversammlung. Die Feuerwehr klagt derzeit gegen ihren Arbeitgeber, die Stadt Trier, vor dem Verwaltungsgericht in der Römerstadt. Im Zeitraum von 2004 bis 2006 haben die Feuerwehrleute unbezahlte Überstunden gemacht, die nicht von der Stadt Trier beglichen worden sind. Diese Ansprüche, die allerdings rechtlich verjährt sein sollten, versuchen die Beamten der Feuerwehr derzeit gerichtlich durchzusetzen.

7,5 Tage mehr Urlaub sind gar nicht möglich

Die Feuerwehrleute bringen vor allem vor, dass es überhaupt nicht möglich sei, allen betroffenen Beamten 7,5 Tage mehr Urlaub in diesem Jahr zu ermöglichen. Die Schichtpläne werden jeweils im Oktober für das darauffolgende Jahr erstellt. Die Feuerwehr in Trier ist sowieso schon dünn besetzt und kann es sich gar nicht leisten, einzelne Beamte noch zusätzlich 7,5 Tage in den Urlaub zu schicken. Dieser Freizeitausgleich würde den Schichtdienst komplett beeinträchtigen. Folglich blieben letztlich nur zwei Möglichkeiten übrig. Entweder die Beamten verzichten auf den Freizeitausgleich oder sie nehmen sich den Urlaub und gefährden damit die Einsatzfähigkeit der Berufsfeuerwehr in Trier. Beide Alternativen überzeugen auf den ersten Blick nicht.
Die Berufsfeuerwehr kritisiert zudem das Verhalten der Stadt Trier, die anscheinend keinen Grund darin sehen würde, sich mit den Feuerwehrleuten an einen Tisch zu setzen. Bis jetzt habe man keine positiven Signale aus dem Rathaus empfangen. Auch auf Nachfrage der regionalen Presse erhält man von der Stadt Trier keine Auskunft. Lediglich die Information, dass man nun den Prozess abwarte, sickerte durch.

Derweil finden weitere Details über die Arbeit der Feuerwehrleute ihren Weg an die Öffentlichkeit. So soll die Stadt Trier sehr viel Geld in den letzten Jahren gespart haben, weil die Beamten der Berufsfeuerwehr auf eigene Faust ihre Wache am Moselufer nach und nach ausgebessert haben. Dadurch hat sich die Stadt die finanziellen Mittel, die sie für Handwerker hätte aufbringen müssen, gespart.

Die Feuerwehr wird vor Gericht wahrscheinlich verlieren

Sollte das Gerichtsverfahren letztendlich richtig eröffnet werden, wird die Feuerwehr schlechte Karten haben. Wie oben bereits erwähnt, sind die Ansprüche, da sie älter als drei Jahre sind, mittlerweile verjährt.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Streit weiter entwickelt. Eigentlich sollte die Stadt Trier zumindest den Anstand haben, nachgewiesene Stunden auch zu bezahlen.

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