Die Ticketsteuer schadet Hahn und Zweibrücken


Seit Einführung der neuen Ticketsteuer sind die Passagierzahlen auf den Flughäfen Hahn und Zweibrücken deutlich zurückgegangen. Hahn meldete in seinem ersten Halbjahresbericht einen Rückgang von fast 15 Prozent. Nachdem Ryanair bereits einige Flüge und verschiedene Flugziele abgesagt und eingestellt hatte, plant die Fluggesellschaft bereits im Winter weitere Flüge zu streichen. Das Angebot wird immer dünner. Letztlich wird auch dies wieder zu weniger Passagieren führen. Aber gerade die Anbieter von Billigflügen sind besonders betroffen von der Ticketsteuer. Diese müssen eine Kundenklientel bedienen, das sehr preisbewusst agiert. Die Zielgruppe kann eine deutliche Preiserhöhung der Flugtickets nicht einfach hinnehmen und muss sich demnach nach neuen Anbietern umschauen. Eine Gruppe Flughäfen profitiert hiervon  deutlich. Viele deutsche Bürger „fliehen“ immer häufiger zu ausländischen Flughäfen. So verzeichnen fast alle grenznahen Airport, wie etwa Luxemburg, Maastricht und Eindhoven, große Zuwächse an Passagieren. Maastricht legte beinahe um 75 Prozent zu. Auch auf dem Flughafen Zweibrücken lässt sich dasselbe Problem beobachten. Hier hat der Anbieter von Billigflügen geradewegs den Flughafen verlassen, um einen lukrativeren Standort zu finden.
Für den Großraum Trier kann man nur hoffen, dass der Flughafen Hahn Bestand hat und sein Angebot nicht allzu sehr verkleinern muss. Viele in der Region nutzen gerne die Möglichkeit, von dem nahe gelegenen Flughafen in die Ferien zu starten.

Die Ticketsteuer

Die Ticketsteuer hat der Bundesregierung im ersten Halbjahr 350 Millionen in die leeren Staatskassen gespült. Dennoch kann die Regierung eigentlich nicht zufrieden sein, denn immerhin versprach man sich von der Steuer Mehreinnahmen in Höhe von weit über einer Milliarden Euro. Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Entfernung, die der Fluggast zurücklegt. Die Flughafengesellschaft muss für jeden Gast acht Euro für einen einfachen Flug zahlen, der eine Strecke von bis zu 2500 Kilometern fliegt. 25 Euro werden bei Strecken bis 6000 Kilometern nötig. Für Langstreckenflüge muss die Gesellschaft seit Anfang des Jahres 45 Euro für den einfachen Flug bezahlen.

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