19 Beamte von der Feuerwehr in Trier fordern Nachbezahlungen

Schon vor einiger Zeit haben wir berichtet, dass einige Beamte der Feuerwehr Trier einen Lohnausgleich für geleistete Mehrarbeit in den Jahren 2002 bis 2006 fordern. Jürgen Ihl, Feuerwehrmann in Trier und Mitglied in der Gewerkschaft, hatte gegenüber Medien angegeben, dass die Beamten der Feuerwehr Trier in den vier Jahren von 2002 bis 2006 aufgrund von chronischer Unterbesetzung mehr Arbeitsstunden geleistet hatten, als letztlich ausbezahlt wurden. Folglich gab er an, dass damit einige Beamte, darunter auch er selbst, noch Ansprüche gegenüber der Stadt Trier haben könnten. Die Reaktion der Stadt fiel eher unterkühlt aus. Man überprüfte lediglich, ob es möglich sei, Jürgen Ihl mit einem Disziplinarverfahren zu belegen. Dies ist für die meisten Beamten verheerend, denn dieses Verfahren kostet nicht selten Aufstiegschancen und kann durchaus zum Grund für den Niedergang der beamtlichen Laufbahn werden. Die Stadt Trier gab an, dass man prüfe, ob Jürgen Ihl geschäftliche Internas verraten habe, als er sich mit den Medien getroffen hat.
Allerdings scheint dies nicht wirklich einschlägig, denn in dem Interview mit dem Feuerwehrmann fanden sich keine relevanten Informationen, die viel über geschäftliche Prozesse verraten hätten.

Auch im Stadtrat wird das Thema immer wieder aufgeworfen und diskutiert. So kritisierte die SPD das Vorgehen der Verwaltung und fragte bei Thomas Egger, Feuerwehrdezernent in Trier, an, in welche Richtung sich der Fall entwickle. Im Moment sieht es so aus, als wollten 19 Beamte der Feuerwehr Trier Ansprüche auf eine Lohnnachzahlung geltend machen. Alle zusammen haben Leistungswiderspruch erklärt. Jürgen Ihl wird in einem Musterprozess vor dem Verwaltungsgericht in Trier klagen. Die Stadt gab indes bekannt, dass es keine Ansprüche für Lohnausgleiche geben würde. Es wären keine Mehrarbeitsstunden vorhanden, denen man gerecht werden müsse. Selbst wenn es einen Anspruch gegeben haben könnte, wäre dieser zur heutigen Zeit  verjährt.
Es könnte auch sein, dass man sich bei der Stadt dazu entscheidet, einen freiwilligen Ausgleich zu schaffen. Dieser könnte sich dann in Form eines Freizeitausgleiches zeigen. Aber auch das Aufwenden von finanziellen Mitteln ist durchaus denkbar. Allerdings wären in diesem Fall, sollte die Stadt beabsichtigen, einen vollen Ausgleich zu leisten, 810.000 Euro fällig.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall zwischen der Feuerwehr und der Stadt Trier weiterentwickeln wird. Nun gilt es möglichst schnell jemanden zu finden, der den Brand zwischen den beiden Parteien löschen kann.

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