Handball Trier- Miezen

Handball Trier- Miezen

Die Anfänge der Trierer Miezen in der Regionalliga

Im Folgenden soll die Geschichte der Trierer Miezen erzählt werden. Der Startpunkt der Reise führt in das Jahr 1982 zurück. In diesem Jahr gelang unter dem Erfolgscoach Michael Frede, genannt „Mecco“, der Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga. Dies war auch der Zeipunkt, an dem Damenhandball in Trier das erste Mal das öffentliche Interesse weckte. Aus diesem Grund gilt der leidenschaftliche Radfahrer „Mecco“ als Gründungsvater des Damenhandballs in Trier. Die Trierer Miezen erreichten unmittelbar in ihrer ersten Saison in der Regionalliga die Aufstiegsränge. Allerdings verlor man die wichtigen Spiele und verblieb in der Regionalliga. 83/84 gab Michael Frede seinen Trainerposten an Günther Bellmann weiter. Es sollte nicht der letzte Auftritt von Fanliebling „Mecco“ bleiben. Schon im Jahre 1986 übernahm er wieder die Trierer Miezen. Dieses Mal war er nicht der alleinige sportliche Verantwortliche, sondern wurde durch Walter Quast unterstützt. Dieses Trainergespann führte die Miezen zum Titel in der Regionalliga. Das anschließende Endspiel um die westdeutsche Meisterschaft ging leider verloren. Anschließend zog sich Michael Frede endgültig aus dem Trainergeschäft zurück und nahm einen anderen Weg an einer Trierer Schule, wo er Lehrer für Sport wurde. Unter Walter Quast folgten einige Jahre Mittelmaß in der Regionalliga. So wurde 1989 die Ära Rommel bei den Trierer Miezen eingeleitet. In den Jahren 90 und 91 waren die Trierer Miezen zweimal nacheinander im Endspiel um den Titel westdeutscher Meister. Dennoch gingen beide Finaldurchgänge verloren. Mit dem Ruf der „Unaufsteigbaren“ ging es 94 in das nächste Endspiel um den westdeutschen Titel. Endlich erreichten die Trierer Miezen den Weg in die zweite Liga und konnten ihren Fluch hinter sich lassen.

Die Trierer Miezen in der zweiten Liga

1994 hatten die Trierer Miezen endlich nach langem Kampf die zweite Liga unter Rommel erreicht. Die Eingewöhnungsphase an das höhere Niveau fiel gewohnt kurz aus und man belegte bereits in der ersten Saison einen starken fünften Platz. Es folgte ein eher enttäuschender zehnter Platz im darauffolgenden Jahr. 1997 belegten die Trierer Miezen den zweiten Platz und waren damit das erste Mal berechtigt, um den Aufstieg in das Oberhaus mitkämpfen zu können. Aber es kam, wie es kommen musste und man verpasste den Aufstieg. Dieses Szenario wiederholte sich zwei Jahre später, als man nach dem zweiten Platz in der regulären Saison abermals den Aufstieg nicht vollbrachte. So manch einen Fan werden die verspielten Aufstiegschancen einige graue Haare eingebracht haben. Dies sollte sich erst 2000 ändern. In diesem Jahr atmete beinahe ganz Trier durch, als die Trierer Miezen den Aufstieg in die erste Bundesliga vermelden konnten. Dies blieb in diesem Jahr nicht der einzige Erfolg. Mit dem Transfer von Svetlana Mozgowaya kam eine der besten Linkshänderinnen der Welt in die Stadt an der Mosel.

Die Trierer Miezen in der ersten Liga

Im Jahre 2000 begann die aufregende Trierer Zeit im Handballoberhaus. Nach dem Transfercoup Mozgowaya waren die Erwartungen in Trier nicht gerade klein in der ersten Saison. Die Trierer Miezen konnten diese Anforderungen, die an sie gestellt wurden, gut umsetzen und beendeten die Saison auf Platz 5, was gleichbedeutend für die Teilnahme am Europapokal in der kommenden Spielzeit war. 2001 ging die erfolgreiche Ära von Wolfgang Rommel bei den Miezen zu Ende und Dago Leukefeld übernahm, ein Trainer, der sich vor allem durch internationale Erfahrung hervorhob. 2003 waren dann die Spielerinnen der MJC und ihre Fans im siebten Himmel. Man feierte die Meisterschaft und den Einzug ins Pokalfinale. Obwohl den Trierer Miezen das Double verwehrt blieb, feierten alle Beteiligten ausgiebig die deutsche Meisterschaft. Des Weiteren stand ein großer Umzug bevor. Die Miezen wechselten aus der Wolfsberghalle in die neugebaute Arena Trier, die auch für die Trierer Basketballer zur Spielstätte wurde. 2005 beendete Leukefeld seine Amtszeit bei den Miezen und sein Co-Trainer Wolfgang Reckenthaler übernahm das Zepter. Dieser führte sein Team ein weiteres Mal in das Endspiel um die Meisterschaft, was allerdings verloren ging. Aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden übergab er sein Amt an seinen Nachfolger Spasoje Skereivic, mit dem die Miezen Trier die Plätze drei und vier einfuhren. 2007 folgten Michal Lukacin und der wohl größte Umbruch in der Geschichte der Trierer Miezen. Alle fünf deutschen Nationalspieler, tragende Säulen des Spiels, verließen den Club und heuerten bei neuen Arbeitgebern an. Besonders der Abgang von Maren Baumbach und Anja Althaus schmerzte sehr, da sie beide Publikumslieblinge waren. Auch die anderen drei deutschen Silke Meier, Laura Steinbach und Alexandra Gräfer wurden in der Folgezeit sehr vermisst.

 

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