Bau der antiken Römerbrücke Trier

Die Römerbrücke in Trier ist die älteste Brücke nördlich der Alpen, die noch in der Lage ist, den Verkehr zu leiten. Die Brücke wurde in den Jahren 144 bis 152 nach Christus errichtet. Zunächst hatte die Römerbrücke neun Pfeiler und damit eine Länge von ungefähr 400m. Allerdings musste sie irgendwann auf die heutigen sieben Pfeiler verkürzt werden, da sie in den Bau der Stadtmauer integriert werden musste. Außerdem wurde die Mosel in ihrer Geschichte mehrfach uferbegradigt. Die sieben noch stehenden Pfeiler der Römerbrücke bestehen aus Basaltblöcken, die über Eisenklammern, ähnlich wie bei der Porta Nigra, verbunden waren. Bei zwei Pfeilern wurde Kalk- bzw. Sandstein verwendet. Ganz interessant ist sicherlich die Vorgehensweise der Römer beim Errichten der Pfeiler der Römerbrücke. Diese mussten schließlich in das Flussbett integriert werden. Hierzu stellte man doppelte Spundwände aus Eichenbohle auf. Diese dichtete man mit Lehm und Ton ab. Anschließend pumpte man das Wasser aus diesem Bereich und erhielt so einen Freiraum, in den man die Pfeiler für die spätere Römerbrücke setzen konnte.

Die Römerbrücke im Mittelalter

Am westlichen Brückenende der Römerbrücke befand sich das Westtor, das Teil der Stadtmauer war. 1343 reformierte der Erzbischof Balduin den Bau der Römer. Er ließ die hölzerne Fahrbahn abreißen und ließ Steinbögen errichten, da dieses Material weniger anfällig gegen Abnutzung war. 1687 endete dann erstmals die Einsatzzeit für die Römerbrücke, als sie durch die Franzosen zerstört wurde. Diese Pause wehrte jedoch nicht besonders lange. Bereits 1717 begann man mit der Erneuerung. Diee Arbeit wurde 1719 abgeschlossen. In diesem Zustand verlebte die Römerbrücke die nächsten zwei Jahrhunderte. 1931 wurde dann abermals an der Brücke gearbeitet, als man eine Spurerweiterung der Fahrbahnen durchführte. Noch heute kann der Besucher neben der Römerbrücke eine Statue des weltberühmten Kaiser Konstantins besichtigen.

Die Vorgeschichte der Römerbrücke

Zum Schluss sollen noch ein paar Worte zur Vorgeschichte der Römerbrücke fallen. Einige Meter von der heutigen Brücke entfernt, wurde Holz von einer Vorgängerbrücke im Flussbett gefunden. Die Holzuntersuchung ergab, dass dieses Holz wohl in dem Jahr 71 nach Christus verbaut wurde. Es war Bestandteil einer sogenannten Pfahlrostbrücke. Interessanter war aber noch, dass man Holz fand, dass eindeutig aus den Jahren 17 und 18 nach Christus stammte. Aus diesem Umstand schloss man, dass bereits in diesen Jahren schon einmal eine Brücke erbaut worden war. Dies führte zu der Schlussfolgerung, dass das augusteische Trier in einem dieser beiden Jahre gegründet wurde.

Zusammenfassend fasziniert die Römerbrücke und vor allem auch ihre Vorgeschichte jeden, der sich mit diesem römischen Bauwerk befasst. Es gibt für jedermann etwas zu entdecken, egal ob Tourist oder Wissenschaftler.

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